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Blauwale
Blauwale
 
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Bild von: Anita Fankhauser
Reise: Kanada
Bericht: Gaspesie

Gaspesie

28.07.2007 20:44:43 (View count: 1154)

Von Quebec fuhren wir dem Fleuve St. Lawrence entlang hoch. Am Anfang war die Gegend noch unspektakulaer. Doch dann veraenderte sie sich ziemlich ploetzlich. Die Kueste wurde steiniger und die Klippen wurden immer hoeher. Wir uebernachteten bei einem herzigen Leuchtturm, wo man fuer $5.-- zelten kann. Das war ein schoenes Plaetzchen. Leider zeigte sich das Wetter nicht von der schoensten Seite. Im Gegenteil. Es war kalt, windig und regnerisch. Auch der Nebel nahm uns oft die Sicht auf die schoenen Straende und hohen Klippen. Wir fuhren zum Forillon Provincal Parc, in dem wir eigentlich etwas Zeit verbringen wollten. Aber der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir fuhrern weiter. Wir uebernachteten zum ersten mal seit Toronto in einer Jugendherberge. Ah, das tat gut wieder einmal in einem richtigen Bett zu schlafen . Am naechsten Tag war das Wetter wieder etwas besser. Per Zufall hielten wir auf einem Parkplatz an, von dem man den "Tete d'Indian" sehen konnte. Das ist ein Felsen, der aussieht wie ein Kopf eines Indianers. Vis-a-vis ist ein anderer Felsen, der mit etwas mehr Fantasie aussieht wie ein Adler und den Indianer beobachtet. Das ist alles ganz natuerlich entstanden und sieht super aus!

Von dort war es dann auch nicht mehr so weit bis nach Perce. Oh, dort war es einfach super schoen. Ein 88m hoher, 90m breiter Monolithische Lochfelsen, der "Rocher Perce" steht dort. Als wir ankamen hatte es so viel Nebel, dass wir ihn gar nicht sehen konnten. Wir suchten uns einen Campingplatz und am spaeteren Nachmittag, wurde das Wetter tatsaechlich besser. Am Strand gibt es dort viele schoene Steine, alle haben eine ganz spezielle Farbe. Rot, rosa, hellblau, helgelb, alles so in Pastelltoenen. Wunderschoen. Am Abend durften wir uns ans Lagerfeuer unserer Nachbarn setzten. Francis ist Kapitaen eines Ausflugbootes das jeden Tag Touristen zur Ile-Bonaventure fuehrt. Am naechsten Tag standen wir um 04.00 Uhr auf, um den Sonnenaufgang zu sehen. Das war bombastisch! Der Rocher Perce sah wunderschoen aus im Lichter der aufgehenden Sonne. Danach gingen wir noch einmal ins "Bett", oder besser gesagt ins Zelt bis um 10.00 Uhr Um 13.00Uhr hatten wir eine Whale-Watching Tour gebucht. Da es nicht so viele Leute waren, nahmen sie ein kleineres Boot. Wir fuhren gemuetlich hinaus aufs Meer und hielten Ausschau. Ploetzlich kam ein Funk das irgendwo Wale gesichtet wurden, und das Boot legte den Turbo Gang ein! Wow, wir fuhren so schnell und es lohnte sich. Wir sahen Blauwale. Einfach unglaublich dass wir dieses Glueck hatten. Diese riesen Saeugetiere sind einfach  wunderschoen und unglaublich gross! Das war ein sehr eindrueckliches Erlebnis fuer mich. Nach 3 Stunden hatten wir wieder festen Boden unter den Fuessen und ich ein grosses Lachen im Gesicht. Dann trafen wir per Zufall Francis am Hafen, der uns einlud, die letzte Runde mit ihm um die Insel zu fahren. Das Angebot nahmen wir natuerlich sehr gerne an. Wir sahen vom Boot aus Gannets. Das sind weisse Voegel mit hellbelben Kopf. Sie kommen auf die Gaspe Halbinsel zum brueten von Florida und Mexiko. Der Felsen war richtig weiss, so viele hatte es. Auch kleine schwarze Pinguine nisten dort. Und es schwammen ein paar Seehunde im Meer herum, auf der Suche nach Fischen. Ah, dieser Tag war so wunderschoen, mit all den Eindruecken und den vielen Tieren. Und was auch sehr wichtig war, die Sonne schien den ganzen Tag, einfach traumhauft!

Da wir nicht mehr viel Zeit hatten, mussten wir diese schoene Gegend leider hinter uns lassen. Ich waere gerne noch laenger dort geblieben. So fuhren wir halt weiter, Richtung New Brunswick. Die Gegend veraenderte sich wieder sehr, es wurde wieder flacher und bewaldeter, mit kleinen Seelein (kam mir irgendwie bekannt vor, wo haben wir das schon mal gesehen?)

Fotos folgen spaeter...


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