| Gallery Gipfelfoto ![]() Der Aufstieg von 1500 m/M auf den Gipfel Chirripó ist anstrengend.
Cerro Chirippó 24.04.2007 23:54:04 (View count: 1300) Ja, nach herrlichen Tagen am Strand beschaeftigt mit Faulenzen, ist es Zeit wieder einmal etwas Leistung zu erbringen. Beate hat mir nahe gelegt, den Chirippó zu besteigen, den hoechsten Berg Costa Ricas mit 3820 m/M. Ich bin soeben heute von diesem Abentuer zurueckgekehrt und sitze nun im Internet Café. Es ist sinnlos zu sagen, dass ich zurzeit kaum sitzen noch laufen kann. Der heutige 25 km-Marsch hatte es in sich. Alte Erinnerungen an meine RS wurden wach. Am ersten Tag startete ich um fuenf Uhr morgens den Aufstieg von gerade eben 1500 m/M zum Basislager auf 3400 m/M. Es ist ein wuenderschoener Beginn der Wanderung der durch Dschungel und Regenwald fuehrt. Es lassen sich kleinere Waldtiere beobachten und die Voegel sind fruehmorgens besonders aktiv. Ab dem 10. Kilometer wird der Marsch anstrengend, da jetzt die Luft duenner wird und die Kraefte langsam aufgezehrt sind. Doch ich erreiche das Basislager nach sechs Stunden aber total am Boden zerstoert. Ich kann noch gerade etwas zu mir nehmen um mich fuer den folgenden Tag zu staerken und schon gehts ab ins Bett. Heute marschiere ich um 04.30 los um den Chirippó zu besteigen. Die erste halbe Stunde benoetige ich noch eine Taschenlampe. Anschliessend erhebt sich die Sonne langsam und die Morgenroete zeichnet sich an den umliegenden Gipfel ab. Nach gerade zwei Stunden habe ich die fuenf Kilometer und die gut 500 Meter Hoehenunterschied hinter mir und stehe neben der Fahne auf dem hoechsten Gipfel des Landes. Die Sicht ist toll, koennte allerdings besser sein, da die Pazifikkueste wolkenverhangen ist. Ich gestatte mir eine lange Pause und mache einen Eintrag im Gipfelbuch. Der Abstieg von Chirippó ist anstrengend. Auf etwa 20 Kilometer muss ich mehr als 2300 Hohenmeter vernichten. Die Strecke fuehrt wieder am Basislager vorbei, wo ich mein Zmorge einnehme. Zu Kaufen gibt es dort Nichts. Das ganze Essen muss Mitgetragen werden. So gegen neun Uhr bin ich dann bereit die restliche Strecke unter die Fuesse zu nehmen. Dies tue ich auch und geniesse wiederum die landschaftlichen Schoenheiten. Bis auf zirka 3000 m/M ist die Gegend bewachsen mit Bueschen und abgestorbenen Baeumen. Anschliessend kommt man sofort in den dichten gruenen Regenwald wo ich heute einigen Wanderern begegne. Auf Kilometer 18 mache ich Mittagsrast. Anschliessend beginnen sich die Beine langsam bemerkbar zu machen. Die Muskeln werden mir wohl morgen die Quittung in Form von Muskelkater praesentieren. Auf den letzten zwei Kilometern machen sich auch Blasen an den Fuessen bemerkbar. Die letzten 500 Meter bin ich gottenfroh wieder unten zu sein und dankbar, dass ich den Auf- und Abstieg auf diesen schoenen Gipfel geschafft habe.
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