| Gallery Arenal Vulkan ![]() Dieser Vulkan gehört zu den weltweiten aktivsten Vulkanen. Sein letzter grosser Ausbruch fand im Jahre 1968 statt und tötete mehrere Hundert Menschen.
Arenal - aktiver Vulkan 29.04.2007 01:50:05 (View count: 1589) Als letzte Etappe in meinem Reisetagebuch fehlt mir noch ein Vulkan ... und nicht einer der zahlreichen in Costa Rica ... sondern der aktive Arenal Volcano. Heute erhielt ich auch dieses Geschenk noch in bester Qualitaet und mit seiner ganzen Pracht. Mein Transportmittel von Quepos nach La Fortuna war heute ein Minibus. Ich hatte es nach mehreren stundenlangen Fahrten mit dem oeffentlichen Bus langsam satt, dass dieser alle paar hundert Meter stoppt und entweder Leute auf- oder dann ablaedt. So entschloss ich mich eine Art Minitaxi fuer diese vierstuendige Fahrt zu nehmen. Und wirklich, es war sehr angenehm so im klimatisierten Bus zu reisen. Gegen Mittag kam ich in La Fortuna an. Nach einem Casado in einer lokalen Spunte entschloss ich mich fuer die letzten zwei Naechte im Arenal Backpacker unterzukommen obwohl mich die Observatory Lodge auch gereizt haette. Da bereits jetzt die Sicht auf den Vulkan von La Fortuna aus klar ist, entscheide ich mich gerade noch heute Abend zum Aussichtspunkt zu fahren wo man der Seite des Vulkans zugewandt ist, von dem man die gluehende Lava beobachten kann. Doch zuerst unternehme ich noch einen Spaziergang im nahegelegenen Regenwald. Der Fuehrer erklaert uns wie der Ausbruch im Jahre 1968 stattgefunden hat, was die Konsequenzen fuer die Umwelt war und wie heute bereits wieder eine solche Vegetation entstehen konnte. Es ist sehr interessant hier durch einen etwas speziellen Regenwald zu gehen. Anschliessend fahren wir zum Beobachtungspunkt. Es wird langsam dunkel. Wir sehen wie der Vulkan mit der untergehenden Sonne orange-rot leuchtet. Ein herrliches Spiel von Farben und Licht. Als es endlich dunkel genug ist, erkennt man weit oben am Kraterrand einzelne Explosionen und die feurigroten Lavasteine wie sie mit hoechster Geschwindigkeit aus dem Krater kommen und auf der Vulkanseite herunterrollen und dabei auseinanderfallen. Je dunkler es wird, je besser sieht man das rote Lavagestein und wie mehr dass man sieht wie unheimlicher wird es einem. Zu beobachten, wie die Erde auf der man steht, aktiv ist, kommt mir auf jeden Fall sehr komisch vor. Nicht weit da unten brodelt es mit einer Temperatur, die man sich nicht vorstellen kann. Noch nicht genug von diesem Vulkan, wollen wir auch noch seine Waerme in einer anderen Weise nutzen. Natuerlich gibt es hier heisse Quellen. Das Wasser kommt teilweise fast kochend aus dem Boden. So gibt es auch mehrere Baeder, die sich dieses warme Wasser zu Nutze machen. Eines davon ist das Baldi. Dieses hat insgesamt zwanzig verschiedene Pools mit Temperaturen zwischen 17 und 64 Grad. Es steht einem frei welche Temperatur man waehlt und welches Pool einem am Besten zusagt. Es hat gemuetlich kleine Pools, es hat solche mit Liegen, es gibt Jacuzzi und einige moegen es lieber mit Barhocker wo man sich auch einen Drink genehmigen kann. Einfach toll ... diese Anlage. Am folgenden Tag steht der Wasserfall von La Fortuna auf dem Programm. Eigentlich versuche ich genau den Zeitpunkt ausfindig zu machen, indem der Regen nachlaesst. Doch bis zum Mittag ist das kaum einmal der Fall. So sitze ich eben im Café und genehmige mir ein Stueck Kuchen waehrend ich den Leuten zusehe. Im Nachmittag ergreife ich dennoch eine Regenpause und laufe los. Es beginnt natuerlich nach fuenf Minuten auch gerade ein wenig mit Rieseln. Als ich auf dem Weg von einem Australier aufgeholt werde beginnt es schon staerker zu regnen. Dennoch ist jetzt der Weg etwas kurzweiliger weil wir beide unsere Reiseplaene und -erlebnisse austauschen. Beim Wasserfall angekommen regnet es unterdessen in Stroemen. Doch der Anblick des Wasserfalls kann nicht getruebt werden. Wirklich ein tolles Bild wie dieser etwa 25 Meter in die Tiefe stuerzt inmitten einer Urwald-Bucht. Hierzu kann man nur sagen: Tarzan-like. Und vielleicht ist es gerade der Regen, der diese spezielle Stimmung noch verbessert. Jedenfalls kann uns nichts von einem Bad in diesem kuehlen Nass abhalten. Wir geniessen wie die Gischt auf unseren Gesichtern zu fuehlen ist. Eine filmreife Sequenz zum Abschluss meines Costa Rica-Aufenthalts. ORIGINAL | |||||||||||