Picture gallery - ontravelreports.com
[ de ]   [ en ]
Gallery
Mt. Pelée, es seicht...
Mt. Pelée, es seicht...
 
Show all pictures of this report   Read the report   Next picture
 
Bild von: Martin & Christa Stäger & Stutz
Reise: Segeln mit MEITLI - von Basel nach Neuseeland
Bericht: Französischer Vulkan im Nebel

Französischer Vulkan im Nebel

16.01.2007 13:29:25 (View count: 1982)

Pointe-à-Pitre, Guadeloupe, 16.1.07

Martinique: Unsere erste Nacht mit dem neuen Anker: wir haben gut geschlafen - sogar Christa, der Anker hat gehalten! Wir liegen 4 Nächte in der Bucht von St. Anne. Wir flitzen mit dem Beiboot an Land um Brot zu kaufen und ein Leihwagen zu organisieren. Martinique ist ein Kontrast zu St.Lucia – so französisch.

Wir erkunden die Insel zu Fuss. An zwei Tagen machen wir Wanderungen, u.a. wollten wir auf den 1390m hohen Mont Pelée. Da der Anfahrtsweg von unserer Ankerbucht ca. 2 Stunden dauert gingen wir schon um 6 Uhr mit dem Beiboot an Land. Der Berg ist im Nebel versunken – schon beim Parkplatz zum Aufstieg sitzen wir in der Suppe. Muss so sein, denn schliesslich ist er 80 Prozent der Zeit in Wolken gehüllt. Der Vulkan ist eine Barriere für die aus Osten heranziehende Bewölkung, deswegen regnet es auch ziemlich viel. Alles ist permanent feucht, die Vegetation deswegen speziell. Kein Regenwald, nur mannshohe Buschlandschaft mit hölzigen Sträuchern, Farnen und deckenden kleinblättrigen Planzen. Der Weg ist steil und nass. Bald schon sind wir nass an Beinen und Hosen, Martins Brille bräuchte Scheibenwischer. Auf dem Weg entdecken wir eine erstarrte Vogelspinne, die sich aber nach Berührung mit einem Ästchen langsam bewegt, kein guter Platz für ein Schläfchen, der nächste steht bestimmt drauf. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir ein Plateau, von welchem aus wir den Krater umrunden können, was weitere 2 Stunden dauert. Abgesehen vom Kraterrand sehen wir jedoch nichts, alles im Nebel, man kann den Schlund nur erahnen. Doch plötzlich reissen die Wolken auf – man sieht aufs Meer und die grünen Flanken des Gipfels, der nochmals 200m höher als der Kraterrand ist. Die Sonne drückt durch und der Kontrast zum milchigen Nebel könnte nicht grösser sein. Wir picknicken am Wegrand mit Blick auf Le Precheur und St. Pierre, der alten Hauptstadt von Martinique, die 1902 vom Vulkanausbruch verschüttet wurde. Damals kamen 29'000 Menschen ums Leben.
Es folgt ein Rauf und Runter Konus von 1904 (zweiter Ausbruch – höchster Punkt), zum Konus von 1902, zum Kratergrund und wieder zum Kraterrand. Unterdessen giesst es in Strömen, auf den Gipfeln ein steifer Wind, der so stark bläst, dass die letzten Meter auf allen Vieren gekraxelt werden muss. Grosse, glitschige Steine und dazwischen tiefe Löcher, der Regen, Nebel und starke Wind machen daraus keine angenehme Situation. Man sieht keine 10 Meter weit. Nach Total 6 Stunden erreichen wir wieder unseren Wagen. Seichnass bis auf die Unterhosen. Wir wärmen uns bei Kaffee und heisser Schockolade im nächsten Beizli mit Aussicht auf den uns umgebenden Nebel.

 

Am 29. Dezember verlegen wir das Schiff in den Hafen von Le Marin, um ein paar technische Sachen zu erledigen. Hebelklemmen müssen repariert werden, nach 17 Jahren ist der Kunststoff spröde geworden und die Lager der Hebelwelle haben unter der Dauerbelastung während des Transat Haarrisse bekommen. An Silvester werden wir von Sandro und Lisa von der Segelyacht Lady Lisa zum kreolischen Buffet eingeladen. Ein schönes Restaurant auf einer alten Plantage – Kolonialstil pur. Martin wird schliesslich von Sandro als Elektriker „angeheuert“ – die Klimaanlage ist defekt. Nach einigen Stunden des Pröbelns und Ausmessen wird der Fehler in einem kaputten Zeitrelais entdeckt. Zum Glück sind 3 Klimaanlagen an Bord, sodass das Ersatzteil von der Anlage die nicht gebraucht wird ausgetauscht wird – Jetzt ist's in der Eignerkabine der AMEL Super Maramu wieder angenehm kühl. Den Jahreswechsel feiern wir dann standesgemäss mit Champagner und von Lisa selbstgemachtem Sabayon.


ORIGINAL  

Impressions
Impressions
3 random reports
3 random reports
Auckland Sprachschuel
[Claudio Brühlmann]
Exmout-Broome
[Rahel Merki]
Beschreib einer womenselfhelpgroup
[Sabrina Steinmann]