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Unser Vorhaben: Rhin-Rhone - Saône - Seille und zurück
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Bild von: Fredy Engeler
Reise: Unterwegs auf französischen Kanälen
Bericht: Merci Ange Gardien! Teil I

Merci Ange Gardien! Teil I

03.01.2007 14:24:16 (View count: 1491)
Bald nachdem die logistische Planungsphase abgeschlossen war, die hauptsächlich nicht etwa den Inhalt hatte, festzulegen, wohin wir diesen Sommer schippern wollten, sondern v.a. der Umschiffung der heiklen Klippen diente, wann, welche Nachbarin unsere zwei behaarten Stubentiger hüten würde, und mehreren Grosseinkäufen von für kätzische Belange geeignetem Diät- und anderem Futter und Katzensand, war es wieder mal soweit; fast 11 Monate harter Arbeit waren vorbei, nun galt es endlich wieder Mal Ferien einzuziehen. Eins war klar, auf dieser Reise wollten wir uns nicht hetzen lassen. Der eher nebenbei entstandene Routenplan umfasste denn auch nur 2 Wochen Ziele, mehr wollten wir uns nicht aufbürden. Nach dem Motto "es kommt sowieso anders" legten wir nur die Richtung fest. Und erhielten schon bald recht.

Am Donnerstagmittag, 22. Juni legten wir nach dem Einräumen der in der letzten Fuhre noch mitgebrachten "die-müssen-auch-noch-unbedingt-mit-Utensilien" und nach Verabschiedung einiger Kollegen, die Beneidenswerterweise (sprich pensionshalber) schon ihre Zeit im Hafen verbrachten, gegen 16 Uhr in Kembs (gute 15 Km nördlich von Basel, am schönen Canal de Huningue gelegen) ab. Unser 1. Etmal war bescheiden, wir wollten am Ponton kurz vor Mulhouse anlegen und dort übernachten. Ein herrlich warmer Abend und ein schöner Sonnenuntergang beschlossen den Tag. Nachts passierten uns zwar ein paar Frachtschiffe in gemässigtem Tempo, wir wurden aber trotz nicht eingeschaltetem Ankerlicht nicht durchgeschüttelt; die Pontons sind den Berufsschiffern inzwischen bekannt und sie nehmen freundlicherweise die Ihnen allerdings auch mit Signalisationstafeln auferlegte Rücksicht. 

Um halb Neun Uhr am Freitagmorgen stehen wir, wie telefonisch mit dem Eclusier vereinbart, vor No. 41. Diese Schleuse ist im Laufe des letzten Winters etwa 2 – 300 Meter Richtung Stadtzentrum verschoben worden. Zwar wurde die Anlage wie prophezeit an Ostern d.J. wiedereröffnet, aber richtig funktionieren tut sie auch jetzt, Ende Juni noch immer nicht. Da wollte sich im Land der Schleusenbaukunst wohl ein junger Ingenieur ein Denkmal setzen und hat viel Altbewährtes auf den Kopf gestellt. Das "untere" Tor ist als Hubtor konzipiert worden und eine Öffnung via 2 riesige Zylinder dauert mehr als 10 Minuten, das Ding bewegt sich höchstens mit Schneckentempo. Die Poller sind fast einen Meter vom Schleusenrand entfernt in den Beton eingelassen worden, Skipper mit tieferen Schiffen, also z.Bsp. solche ohne Achterkabine oder Flybridge dürfen raten, wo die Festmacher sein könnten. Dann übersteht eine Leiter die Schleusenoberkante um einen Meter ... lang wird sie die Anlage kaum zieren. Das u.E. schlimmste aber ist, dass die Brüstungen, wo die teuren Taue drüber scheuern, keine Eisenverkleidungen erhielten, die scharfen Betonkanten machen auch das beste Material in Windeseile hin.

Aber was soll's, kurz vor 9 passieren wir den Vieux Port in Mulhouse und stellen unser Verdeck noch etwas tiefer, denn es gibt hier eine Brücke, die mit "Max. 3.55" ausgeschildert ist. Dann unterfahren wir noch eine neue Brücke, die, wir sind in Frankreich, durch ihre futuristische Aufhängung und die Farbgebung sofort ins Auge sticht. Bravo; vive la France! Kurz nach 9 stehen wir vor No. 39. Diese ist noch nicht "prêt", sondern wird mit einem Boot der VNF (Voie Navigable de France; also dem Unterhaltsdienst der Kanalgesellschaft) abgesenkt. Als sich die unteren Tore öffnen, bewegt sich eine motorisierte und mit kleinem Kabinenaufbau versehene, teilweise Gras beladene Arbeitsplattform von fast Schleusenbreite auf uns zu. Wir bleiben rechts bis das NgiasD (Nicht-genau-identifizierbare-aber-schwimmende -Ding) uns passiert hat, dann beschleunige ich Richtung offenem Tor. Genau bei der Einfahrt treibt es mich nun allerdings mit der Backbordseite auf den linken Schleusenkopf zu, und zwar so heftig, dass ich ins Rudern und Schwitzen komme und eine Kollision mit der Mauer nur ganz knapp verhindern kann. Was ist los? Ariane kann helfen; sie beobachtete nämlich dass, während ich das Schiff für die Einfahrt gerade stellen wollte, der nun ca. 20 Meter von uns entfernte Schiffsführer der Plattform mit seinem mächtigen Aussenborder voll Schub gegeben und das Wasser der Vorkammer mächtig durcheinander gebracht hat; danke, VNF!

Aber wir wollen nicht klagen, wir haben ja schliesslich Ferien, wir passieren Messieurs Ott's Werft sowie No. 38 und 37 problemlos, dann geschieht's, wer nimmt für eine Strecke, die man schon  5 oder 6 x befahren hat und eigentlich keine Schwierigkeiten bietet, jedes Mal die Flusskarte hervor? Die tiefe, aber keinerlei Signalisation (Danke, VNF!) tragende Brücke vor No. 36 wird unserem Cabrio zum Verhängnis. Der Ruf von Ariane "Fahr nicht unten durch!" kommt etwas zu spät, denn ein auch nur Schritttempo fahrendes Schiff kann leider nicht nullkommaplötzlich angehalten werden, so raspeln wir, bis Aramis nach ca. zwei Metern unter der rostigen Brückenunterkonstruktion endlich zum stehen kommt und wir das Verdeck noch weiter herunterlassen können, einige Stoffnähte durch. Immerhin, das Gestänge nahm keinen Schaden, es hätte schlimmer ausgehen können. Geläutert fahren wir in die nächste Kammer ein, konsultieren die Karte und stellen fest, dass noch weitere Ungemächer derselben Art folgen werden.

Gegen 16 Uhr gelangen wir in Anne Meyer's Bezirk, kaum daran gedacht, begrüsst uns in Ecluse 20 auch schon das bekannte, gut durchbräunte Gesicht der besten Hafenwartin der westlichen und östlichen Hemisphäre. Nach kurzer und gewohnt herzlicher Begrüssung folgt eine Hiobsbotschaft; gestern sei es zu einem Dammbruch in der Nähe von Allenjoie gekommen, die Strecke ab Bourogne sei darum (da wasserlos), für mindestens 6 Tage gesperrt! Erinnerungen an unsere letztjährige Fahrt sind sofort da, damals waren wir aber doch immerhin schon mehr als 1 Woche unterwegs als wir gleiches wegen einer kaputten Schleuse zu hören bekamen. Das aber schon am 2. Reisetag und noch immer tief in den heimatlichen Gefilden vernehmen zu müssen, ist schon etwas hart. Aber auch die positiven Erkenntnisse der Zwangspause während der letzten Ferienfahrt sind sofort wieder präsent; was haben wir nicht alles nur deswegen gesehen und kennen gelernt, damals an einem Ort weit ausserhalb der Zivilisation, wo wir niemals gehalten hätten, wenn wir nicht blockiert worden wären? Also nehmen wir es auf die leichte Schulter, es ist schön und heiss und in Anne's Hafen zwischen No. 15 und 16 ist man gut aufgehoben und kann baden.

Wir erhalten einen schönen Platz am obersten Steg und werfen uns nach dem Festmachen gleich in die Fluten. Dann machen wir uns fein und besuchen den Super U neben dem Fischteich. Komische Sitten, im Laden brennen kaum Lampen, aber die 6 Kassen sind alle in Betrieb. Im Halbdunkel muss man sich fast tastenderweise seine Sachen zusammensuchen, die Kühlgeräte sind mit Kartons abgedeckt, der Filialleiter leuchtet uns mit (s)einer Taschenlampe das Glacefach aus? Das Rätsel um die ungewöhnlichen  Einkaufsgewohnheiten löst sich, es handelt sich nicht um eine Touristenattraktion; auf Anfrage werden wir nämlich informiert, dass vor einer halben Stunde ein trotteliger Baggerfahrer bei Strassenarbeiten die Stromversorgung von mehreren Dörfern lahm legte. Gegen 19 Uhr ziehen dunkle Wolken auf, Gewitter sind versprochen. Sie erreichen aber die nur rund 2 Stunden stromlose Gegend von Dannemarie nicht ganz, ziehen mit viel Spektakel in Form von Blitz und Donner an uns vorbei. Aber auch ohne Gewitter kühlt es in Wassernähe irgendwann schon etwas ab und wir schlafen wohlig.

Am Samstag ist es wieder heiss und schon beim morgendlichen Walking um 7 Uhr fliesst der Schweiss. Das anschliessende Eintauchen in den "Hafenpool" ist das Grösste. Die mit einem an die Koje servierten Café zwar verwöhnte aber noch immer vor sich hin dösende Smutje wird danach mit einigen laut platschenden Wasserstössen gegen das Notluk über der Badeplattform vollends geweckt und schliesst sich dem Badevergnügen auch an. Dem Plantschen folgt der Zmorgen auf Deck, dann die Planung, "was könnten wir mit diesem wunderbaren Tag anstellen?". Da wir uns infolge Überhitzung zu nichts konkretem entschliessen können, vergeht Stunde um Stunde. Wir dösen, lesen, süffeln, lassen es uns gut gehen. Dann gegen Abend kommt doch noch etwas Leben ins Spiel; indem eine zweimotorige Jacht unter französischer Flagge aus Richtung Mulhouse auftaucht. Das mit 2 (Steuer-?)Männern bestückte Schiff, offensichtlich hochseetauglich,  soll in den noch freien Stegplatz neben uns dirigiert werden. Gut sind wir an Bord und können durch anhaltendes Abstossen verhindern, dass man mit der halben Rumpflänge an unserer Badeplattform vorbeischrammt. Trotz absoluter Flaute, dem Fehlen jeglicher Strömung, der Hilfe zweier Motoren und heulendem Bugstrahler bringt es der Bootsführer nicht fertig (vorwärts!) in den genügend breiten Platz zwischen zwei Schiffen einzufahren. Das Anlegen dauert sicher an die 10 Minuten, das folgende Vertäuen doppelt solange und erst als ich auch noch beim Festmachen helfe, liegt das Schiff halbwegs parallel zum Steg.   Nööhh, ein "Danke" wird nicht vernommen, es wäre ja sicher auch ohne uns gegangen. Dafür war es überflüssig, uns mitzuteilen, dass sie sich auf einer der ersten Fahrten befänden, das haben wir (zu ihren Gunsten) selber vermutet.

Wir entsorgen unseren Müll und als wir zurückkommen glänzt das Wasser im Umkreis von sicher 15 Metern um die Jacht "Marie T  5") in allen Regenbogenfarben. Die Hafenwartin wird orientiert und sie fragt die Halter nach, ob man(n) ein Problem hätte, es rieche stark nach Diesel und das Wasser rundum sei schon verschliert. Man negiert die Anfrage, verweist auf bei Koejac in Strasbourg erfolgte, umfangreiche und teure Revisionsarbeiten und beschränkt sich dann drauf Neptun eine halbe Flasche Abwaschmittel zu opfern; ganz nach dem starken Motto: "aus den Augen aus dem Sinn", oder ganz an die Situation angepasst abgewandelt, was ich nicht seh, tut mir nicht weh … Nachdem unser Badegrund für's erste durch das wohl dümmste und verbotenste aller Bilgenauspumpmanöver versaut worden war, beschliessen wir den Landratten einen Besuch abzustatten. Anne reserviert für uns in der Auberge Tisserand in Gommersdorf einen Tisch und wir eilen bei hochsommerlichen Temperaturen rund 30 Minuten dem bekannten Fresstempel entgegen. Da erneut "Orages" angekündigt wurden und der Himmel über Dannemarie wiederum eine stahlblau/graue  Färbung angenommen hat, lassen wir uns vom Bordregenschirm begleiten, den wir nun bald einmal gegen die Sonne aufspannen. Die Besitzer der Auberge haben in den letzten Jahren tüchtig expandiert und dem Restaurant benachbarte Gebäude zu einem herzigen Hotel mit Fremdenzimmern umgewandelt. Und die zweite gute Nachricht; die Flammenkuchen sind noch immer fein. Schade ist nur, dass ein mit "Framboise" verzierter Fladen, wenn man ihn auf der zum Mund führenden Gabel zu wenig befestigt, Hemd und Hose arg verschandeln kann. Denn nach Murphy's Gesetz ist völlig klar, mit welcher Seite so ein Stück Teig nach freiem Fall auf dem Stoff aufklatscht; natürlich mit derjenigen, die intensiv rot durchfärben kann …. Tja, gut kann man beim Verlassen des Restaurants bei strahlendem Sonnenschein einen grossen Regenschirm vor sich hinhalten, wenn man aussieht wie ein bekleckertes Schweinchen ….

Zurück im Hafen erfolgt eine visuelle Kontrolle; der Dieselfilm auf der Wasseroberfläche ist endgültig verschwunden. Also steht einem Nachtbad nichts im Wege. So vergeht der erste Samstag. Die Smutje erwähnt beim einschlafen, ich soll sie morgen früh wecken, sie komme auch mit walken; sie kann offenbar meine einseitigen Trainingsfortschritte nicht mit ansehen. Gewünscht, getan, ich wecke sie am Sonntagmorgen, bis wir allerdings dem Weg entlang des Kanals den Asphalt unter die Stöcke nehmen können ist es schon fast 10 Uhr und heiss …. Und der Asphalt Mangelware, der sicher schon 50 x geflickte Belag ist weder Fisch noch Vogel, weder mit Gummistöpsel noch ohne kann man richtig abstossen. Wir geben uns aber keine Blösse, halten durch, sind eine Stunde unterwegs. Das restliche Ritual bleibt gleich, einmal zurück stürzen wir uns auf die Badekleider, dann auf den Zmorge. Nach dem Frühstück, so hat es die Smutje eröffnet, will sie wieder einmal "richtig" duschen, die langen Haare waschen und das ganze Prozedere; schliesslich ist ja Sonntag. Soweit so gut, bis sie unter der Dusche anlangt, gibt es keine Probleme, dann aber hallt bald ihr anklagender Ruf bis auf's Deck; "es hat kein Kaltwasser!!!"

Ich verspreche natürlich sofort, mich darum zu kümmern, lege resp. stelle mein GEO-Heft und mein Bierglas weg, nehme Augenschein unterhalb der Motorluks. Schei…., wenn nur die Wasserverteilstelle nicht direkt unterhalb der Aussparung für die Waschmaschine angebracht worden wäre. Die Suche mit Taschenlampe im, trotzdem wir heute gar nicht fuhren, heissen Motorraum ist extrem schweisstreibend. Ehrlich, seit meinen Expeditionen in die Tiefe des Vetus vermisse ich unsere Heimsauna gar nicht mehr! Soll ich wirklich dort runter kriechen; dort ganz unten, wo man nicht einmal mehr knien, sondern sich höchstens noch liegend dazwischenschlängeln kann? 

Die Entscheidung wird vertagt, wir nehmen vorerst einen Apéro, das hellt die Gedanken auf. Mir fällt dabei nämlich die Heisswassersache mit dem geknickten Schlauch im letzten Sommer wieder ein und ich suche mit der Lampe den Ort, wo der Schlauch mit der Zapfstelle im oberen Bereich verbunden ist. Und tatsächlich, auch die Weichmacher im Kaltwasserschlauch haben offenbar so gearbeitet, dass sich das gute Stück infolge zu eng verlegtem Kurvenradius nun flach und geknickt dem vorhandenen Wasserdruck entgegenstellt. Aber wie immer, das Erkennen des Mangels ist noch keine Reparatur. Ich fluche über die den Schlauch viel zu knapp und zudem noch verdreht verlegenden Werftarbeiter, denn das rückwärtige Erreichen der Zapfstelle ist kein Schleck. Irgendwie gelingt es aber dann doch, die Bride zu lockern und den Schlauch zu drehen, es gelingt sogar so gut, dass der Knick danach praktisch weg ist. Der Test nach dem auch nicht einfachen Wiederanziehen der Bridenschraube befriedigt, Kalt- und Warmwasser strömen jetzt wieder gleichmässig aus dem Hahn, die Smutje ist hochzufrieden, verschwand im Bad und wart für die nächste Stunde nicht mehr gehört.

Abends gleiches Spektakel, stahlgraue Wolken, aufkommender Wind. Einige im Hafen  ulken; das kennen wir, wir kriegen keinen Tropfen ab …. Tja, heute Abend schenkt es dann aber ein; der Wind erreicht bald Sturmstärke und die paar Tropfen geraten zum Wolkenbruch mit bis zu 1 cm grossen Hagelkörnern. An ein Verweilen auf Deck ist nicht mehr zu denken, es regnet fast waagrecht; achtern wird alles nass. Und nachdem ein Blitz unmittelbar neben dem Hafenareal eingeschlagen hat, dislozieren wir ins Innere. Kaum sind wir drin, poltert es vernehmlich auf dem Deck. Eine Böe hat eben den grossen Tisch aufgehoben und umgeworfen. Das Schiff neben uns macht richtige Sätze, gut war ich beim Vertäuen dabei, sonst würde es jetzt unserem bestimmt viel näher kommen, als es uns lieb wäre. Mein Blick schweift über unsere Fenster und, ich glaub es kaum, entdecke unterhalb eines der grossen Salonfenster an backbord wiederum eine Pfütze. Wieder mal ein
Wassereintritt (an einer neuen Stelle!) unterhalb eines der sauteuren Luxus-Fenster von Rhigo, built in by Aquanaut. Ein klarer Auftrag für den beweissichernden Fotoapparat, der uns wohl schon einige Male zu überraschenden Teilsiegen verhalf, denn wir lagen ja über 2 Jahre mit der Werft erfolglos im Clinch um eine Auswechslung nicht nur der gerade aktuell rinnenden, sondern aller Scheiben im Salon. Nach einer Stunde ist das Spektakel vorbei und bei nun ca. 10 Grad geringeren Aussentemperaturen lassen wir uns genüsslich einige Scheiben Raclette auf der ausgetrockneten Zunge zergehen.

Die Wiedereröffnung des Kanals war am letzten Freitagabend auf nächsten Donnerstagmorgen, also den 29.6. vorausgesagt worden; wir horchen drum die Skipperkollegen rundum etwas aus, ob sie schon Neuigkeiten vernommen hätten. Negativ; niemand weiss genaueres, noch niemand hat den leeren Abschnitt besucht oder gesehen, aber man(n) erinnert sich an frühere Dammbrüche, wo die prophezeiten Reparaturfristen angeblich um das Doppelte überschritten worden seien. Schöne Aussichten; wer solche Freunde hat braucht definitiv keine Feinde! Aber wir lassen uns den Spass nicht verderben. Viele der Skipperpaare sind nur zum Wikänd hier, müssen jetzt wieder heim, wir aber dürfen bleiben. Das Gewitter streift uns nochmals, aber ohne Spektakel, und wir schlafen bei jetzt sehr angenehmen Temperaturen durch.

Montag früh zeigt sich blauer Himmel, bis wir allerdings auf der Piste sind, jagen sich dunkle Wolkenfelder. Regnen kommt es trotzdem nicht. Da wir beide etwas "muskelkatern", lassen wir die Stöcke zuhause, spazieren nur ein paar Kilometer, dann ist Müssiggang angesagt. Ich beginne diesen Bericht zu verfassen und muss tatsächlich schon studieren, was an welchem Tag passierte; entweder ist das das Alter, oder dann ist uns schon wieder soviel passiert? Im Laufe des Mittags beschliessen wir nochmals nachschauen zu gehen, ob der Super U immer noch Strom hat und finden tatsächlich in den diesmal nicht abgedeckten Tiefkühlaggregaten Glacé-Sorten, die wir noch nicht degustiert hatten … Das anschliessende Bad im Hafenbecken erfolgt unter Mitnahme einer Bürste; nach dem Motto "Spül- und Spass" wird nämlich die Wasserlinie wieder mal schön sauber frei geschrubbt. Hier sieht man die verschiedenen Wasserqualitäten noch am ehesten, das Rhein-Rhone-Wasser um Mulhouse schneidet gut ab, die Schmutzränder lassen sich recht einfach wegspülen. Ariane bleibt nicht lange im Wasser, der stetige Wind hält heute die Temperaturen im Zaun. 

Kurz vor Feierabend der VNF-Leute rufe ich Hafenmeisterin Anne an und frage nach News. Sie hat aber vom Reparatur-Team ennet der Scheitelhaltung noch nichts gehört, kann drum auch nichts versprechen. Ich bete sie trotzdem für uns am Dienstagmorgen auf 10 Uhr eine Equipe zu bestellen, die uns über die Schleusentreppe bis Montreux-Château hinauf begleiten wird. Nach 20 Uhr wird es hitzemässig so angenehm, dass wir auf dem Achterdeck nochmals Käse schmelzen. Als Dessert gönnen wir uns danach ein gutes Glas Rivesaltes Tuilé mit feinen Cantucci's.

Des Dienstags erste Äusserungen sind noch positiv; frühmorgens schön hell und klar, als ob er sich in die angenehme Reihe der letzten Tage stellen wollte. Um halb acht geht's dann aber schon los, aufkommender Wind, erste Tropfen, dann ein anhaltendes Stakkato auf's ganze Schiff. Nach einer halben Stunde fragt Ariane missmutig, ob man das Aufgebot der Equipe vielleicht auch auf Morgen verschieben könnte? Gegen 9 Uhr ziehen die dunklen Wolken langsam Richtung Schwarzwald weiter, es klart auf und eine halbe Stunde später scheint wieder die Sonne. Als wir auf der Hafenmeisterei unsere Liegegebühren entrichten, erfahren wir aus verlässlicher Quelle, aber noch "top secret", dass der Dammbruch per heute als kuriert gelte; die "Avis à la batellerie" seien aber noch nicht gedruckt, bezw. ausgehängt !!! Wir legen also beruhigt ab, die Schleusentreppe hinauf nach Montreux-Château ist inzwischen zu mehr als ¾ automatisiert, so geht es, wenn denn die elektronikgesteuerten Tore die richtigen Befehle erhalten, zügig vorwärts. Gegen 14 Uhr erreichen wir bei guter Witterung die Scheitelhaltung, dann geht's weiter bis nach  Bourogne. Wir stutzen rechtzeitig vor den 3 tiefen Brücken unsere Aufbauten und werden an der nächsten Schleuse nur noch rudimentär zu den Schiffsdaten befragt. Der Eclusier ist zufrieden die Zulassungsnmmer, den Schiffs- und den Eignernamen zu erfahren. Früher war man hier wesentlich neugieriger; ist wohl die Zentrale in Paris inzwischen vernetzt; Peter? Als wir während der Passage des folgenden, eigentlich des schönsten Kanalstückes nach der Scheitelhaltung, keine eindeutige Schadenstelle im Damm ausmachen können, fragen wir bei No. 8 einen eben mit einem weissen Renault vorfahrenden VNF-Mann nach Details. Er schaut den Kanal vor, dann zurück; kratzt sich die Stirn, weiss nichts genaueres (!!??) Hoffentlich klaut hier nicht mal einer das ganze Kanalwasser; es könnte gut sein, dass man dies bei der hiesigen Verwaltung weder bemerken noch vermissen würde. Der schöne Steg vor dem Aquädukt bei No. 9 ist leer, wir können um 16:30 belegen wo wir wollen. Der Schattenschutz ist allerdings nicht mehr so perfekt wie in früheren Jahren. Lothar oder einer seiner später folgenden Sturmkumpanen haben Lücken in den Baumgürtel geschlagen. Wir spazieren etwas später ein Stück der "Embrachement Belfort" entlang. Es scheint, wenigstens bis zur ersten der sieben Schleusen so etwas wie eine freie Fahrrinne zu geben, aber breit ist sie nicht und ausweichen möchte ich hier auch nicht, es scheint mehr Wasserpflanzen als Kanalwasser zu geben. Abends will es gar nicht mehr richtig abkühlen, es bleibt stickig und schwül, erst ein mächtiges Gewitter mit viel Blitz und Donner mitten in der Nacht bringt dann frische Luft. 

Mittwochmorgens um 9 Uhr, wartet, wie bestellt, nach Überquerung des Flusses Allan via Aquädukt schon eine nette junge Dame an der Nummer 9 und schleust uns durch die "Blumenschleuse" an der, sehr schade, das im Sommer 2003 erstmals entdeckte, fröhliche Beizchen "La Guinguette" seine Tore bisher nicht wiedereröffnet hat. Behördenwillkür oder hat es sich zuwenig rentiert? Die folgenden Schleusen sind automatisiert und wir sind schon vor elf Uhr im Hafen von Montbéliard. Für das, das einem hier eine Tax de Séjour abverlangt wird, erhält man wenig Gegenwert. Einer der vor Jahren schon abgerissenen Alu-Pontons wurde, statt neu verschweisst, wacklig und verletzungsgefährlich mit Seilen am Hauptsteg vertäut, der andere liegt auf dem Rücken am Ufer. Und der hinterste Steg scheint langsam zum Werftersatz von Alternativbastlern zu mutieren. Als wir anlegen ist noch alles ruhig, um die Mittagszeit feuert dann einer der Dauerlieger seinen Grill, den er auf einem einer Baustelle gleichenden ehemaligen Mietbötchen ans Heck genietet hat, an und entfacht mit viel Metatabletten ein stinkendes Feuer, auf dem er dann Pouletbeine zur Feuerbestattung auslegt. Da der Wind ständig dreht, kommen alle Anwesenden in den olfaktorischen Genuss seiner tristen Speisekarte. Und als wir nach unserem Einkaufsbummel, während dessen die Beste aller Bordfrauen das Bikini des Lebens erspähte und in anderthalbfacher Ausfertigung erstand, wieder zurückkommen, ist unser direkter Nachbar auf einem grösseren und längeren Rosthaufen, welcher rein umrissmässig wohl man zur Gattung der Tjalk's gehörte, mit einer Trennscheibe am punktuellen Auflösen der äussersten Rostschichten. Einer mehr, der sich vormacht in "nur ein paar Jahren" Feierabendarbeit schon auf einen grünen Zweig zu kommen? Funken sprühen, Rauch und Qualm von versengtem Material überdecken allenfalls noch vorhandene Geflügeldüfte. Tax de Séjour; Montbéliard, quo vadis; wofür? 

Der Park "Près de la Rose" entschädigt dafür einmal mehr unsere Gemüter, schön ist es im Schatten der grossen Bäume über die schönen Rasenflächen zu promenieren, sich furchtlos an die übergrossen Ameisen anzulehnen, die grosse "schwimmende" Steinkugel in Bewegung zu setzen, durchs Labyrinth aus Lebhag den Ausgang auf der anderen Seite zu suchen. Und es gelingt der charmanten Begleiterin ein weiteres Mal dem Wirt im Parkcafé 2 schöne Biergläser abzuluchsen und sie heil in unsere Bordbar zu integrieren. Wieder zurück auf dem heissen Schiff wird gebadet, dann geht jeder seiner Lieblingsbeschäftigung nach; Ariane bemalt eine neue Art von Paradiesvogel, der unter dem Codewort "Mirógel" heranreift; ich versuche herauszufinden, warum die Hupe seit dem letzten grossen Gewitter mit quer fallendem Regen nur noch klägliche Claquelaute vor sich gibt, dann, warum die Deckwaschpumpe nur noch mit verminderter Leistung spritzen will. Während das eine Ding bald wieder respektable Laute von sich gibt, will das andere nicht kooperieren, obwohl ich die halbe Leitung demontiere und hoffe auf eine entfernbare Verunreinigung zu stossen.

Kurz vor Schleusenschluss erreicht noch eine schnittige 12 Meter-Segeljacht den Hafen und legt, mangels anderer genügend breiter Stegbuchten direkt neben uns an. Wir helfen beim vertäuen und realisieren dabei auch eine Schweizerflagge und das darin mitenthaltene CCS-Emblem. Erst abends beim späten Schlummertrunk lernen wir das Eignerpärchen noch kennen. Christa und Martin, die ihr Schiff "Meitli" im Laufe der letzten Jahre ständig umbauten, verbesserten und verschönerten, und dabei in einem Nachbardorf (fast Tür an Tür zu uns) wohnten. Nun haben sie ihren Haushalt auf dem Festland aufgelöst und wollen für ein Jahr (oder auch zwei), jedenfalls "solange man noch jung ist, und das auch kann", unterwegs sein. Runter ans Mittelmeer und dann mal sehen …. Wie wir beim "Schlaft gut"- Sagen kurz vor Mitternacht noch vernehmen, haben sie bei der VNF dieselbe Abfahrtszeit für die morgendliche Weiterfahrt gebucht wie wir, wir werden also sicherlich noch mehr erfahren.

Wie wir das nächste Mal aufstehen, ist schon eine Woche seit unserer Abreise vorbei. Kurz vor 9 Uhr klopft Martin ans Fenster; sie seien zwar bereit, aber es stünde noch ein Bescheid vom hiesigen VNF-Büro aus. Ein Spezialist für Tiefenmessungen würde noch Auskunft erteilen, ob sie den Doubs zwischen Schleuse 17 und der Schutzschleuse 18 (westlich von Montbéliard) überhaupt queren könnten. Der Schleusier bei der Stadteinfahrt habe sie nämlich verunsichert, als er nach dem Tiefgang ihrer Segeljacht fragte. Als sie ihm die vollen 1.68 (!!) nannten, habe er nur den Kopf geschüttelt…  Eine Viertelstunde später und nachdem es, wie insgeheim wohl alle sowieso angenommen haben, nicht wirklich gelungen ist, eine zuverlässige, im Sinne von überzeugende "behördliche" Aussage zur Lage der Grande Nation zu erhalten, legen wir ab. Zwar will man sich erinnern, dass vor Tagen bei sogar etwas weniger Wasserpegel eine Péniche mit rund 1.8 Meter Tiefgang vorbeifuhr (oder im Schlamm durchpflügte?), aber für die problemlose Durchfahrt des Seglers will niemand die Hand ins Feuer halten. Generös riet man aber, wenn schon, dann sollen sie "es" doch eher nahe den schwarzen Bojen (aber doch nicht ganz nahe an ihnen vorbei …)  versuchen. Kurzum; etwas Explorerstimmung ist also schon dabei, als wir die Leinen diesen Morgen kappen. Wir überlegten noch, wer vorn fahren soll; zwar könnten wir, wenn wir vorn führen, die unter dem Kiel gemessene Wassertiefe ständig via Funk durchgeben, aber wenn der Segler mangels Tiefe trotzdem stecken bleibt, ist Hilfe von vorn kaum möglich, befreien müssten wir das Schiff dann von hinten. Und bei Strömung in der engen Fahrrinne wenden und die Steckengebliebenen kreuzen muss ja nicht unbedingt sein …. Wir passieren die folgenden drei Schleusen und entscheiden dann im Plenum, dass die Segeljacht im vor uns liegenden kritischen Teil vorn fahren soll und lassen uns überholen. 

Martin zieht vorbei und hält sich dann backbord nah (aber nicht zu nah … s. oben) an die schwarzen Bojen und fährt …. bald auf, kann das Schiff aber rückwärts wieder befreien. Wir passieren langsam an steuerbord, suchen mit dem Echolot eine tiefere Rinne, geben die Anzeige mit dem Funk durch …. und schaffen es bald, auch durch die stark verunkrautete Wasserpflanzenansammlung und erreichen nach Querung des Doubs-Flusslaufes die Fortsetzung des Kanals. Puhh, geschafft, die Erleichterung zeichnet sich in den Gesichtern ab! Wir müssen wegen einiger tiefer Brücken unseren Sonnenschutz mehrmals abklappen bis wir bei No. 22 sogar noch zu einer unfreiwillig verlängerten Mittagsrast kommen: Während dem schon begonnenen Absenkmanöver wollte der Schreiber nämlich das Heck des Schiffes etwas von der Schleusenmauer wegdrücken und berührte dabei verm. mit einem Fender, die in der Schleusenmauer eingefräste rote Stange. Darauf kam kurz richtig Leben in die Anlage, die Klingel ging los, das rote Licht an und die Schleusung wurde sofort unterbrochen. Die bei jeder Schleuse mögliche Kontaktaufnahme zur VNF war wenig hilfreich; in der Mittagspause kommt dir niemand helfen. Also brüteten wir fast eine Stunde, bis ein weisser Renault auftauchte …. und uns wieder flott machte.

Gegen 15 Uhr erreichen wir Ile-sur-le-Doubs. Eine schöne neue Anlegestelle vor No. 26 zeichnet das hübsche Städtchen aus.  Nach der Schleusung parkieren wir direkt an der renovierten Wand neben dem Einkaufscenter. Irgendein Hornochse kam hier auf die sensationelle Idee, alle 20 Meter eine Metalleiter vor die Wand zu schrauben, so schrumpft der sonst schon beschränkte Platz um Schiffe anzumachen unnötigerweise weiter. Mit Kanistern beschaffen wir uns Dieselnachschub während die Damen unseren Nahrungsvorrat aufstocken. Ich stelle fest, dass es sehr knapp werden wird, das Dorf Clerval heute noch zu erreichen. Martin möchte aber gerne dort übernachten, weil er nämlich extra mit dem zuständigen Hafenwart telefonierte und dabei hinterfragte, dass der Schwimmponton für ihr Schiff genügend Tiefgang bieten würde. Also legen wir einen Zacken zu, werden nur noch in No. 29 kurz gebremst, weil sich die Schleusung nicht einleiten lässt (wir schon, pssst, nicht weitersagen, bei Rotlicht in die Kammer einfuhren) … und uns dann mit dem uns wieder flott machenden VNF-Angestellten ein Glas Clairette de Die genehmigen. Kurz vor sieben Uhr passieren wir No. 32 und finden den kleinen Stadt-Ponton tatsächlich einsam und leer vor. Wir steuern den ersten Ausleger an und wollen den Kollegen beim Belegen daneben helfen. Doch so sehr sich Christa auch Mühe gibt, näher als 8 Meter kommt sie nie an den Steg heran, und dies obwohl unser Tiefenmesser doch tatsächlich behauptet, der Grund sei rund 6 Meter vom Rumpf entfernt. Christa und Martin versuchen es hier, ein paar Meter weiter unten,  weiter oben, nein, es geht wirklich nicht, auch nicht mit Anlauf. Wir machen unseren Platz frei, was aber auch nichts hilft, ihr Schiff bleibt auch hier, weit vor dem möglichen Ausstiegsort stecken. Wir überlegen, da wir von der anderen Crew inzwischen zum Abendessen (marine Bordspaghetti) eingeladen wurden, ob wir gemeinsam vor dem Pontons ankern wollen … 

Die "Meitli"-Crew versucht sich nun darin und die Winden funktionieren auch, der Plan wird aber dann doch nicht umgesetzt, "man habe noch zuwenig Erfahrung mit Flussübernachtungen an der Kette". Also fahren zuerst wir wieder an den Steg und belegen. "Meitli" wird danach mit etwas Anlauf nach vorherigem Auswerfen des Heckankers zwischen zwei Pontons auf Grund gefahren und wir helfen beim belegen mit zahlreichen Leinen. Inzwischen ist es nach 20 Uhr und wir glauben nicht annehmen zu müssen, dass noch jemand an den Ponton gewollt hätte, eine Einfahrt wäre jetzt nämlich nicht mehr möglich gewesen. Der "Familienrat" ergibt, dass wir unsere Essenszutaten zusammenlegen und, da mehr Platz, bei uns kochen. Christa packt zusammen, was ausser unseren Cordon-bleus noch in die Pfanne soll und steckt alles in eine Pütz, die Martin dann rüberbringen soll. Er steigt hinter dem Segelschiff ins Wasser und stutzt, bis etwa 8 Meter vor den Schwimmstegen kann er im Wasser stehen …. Er umwatet inspizierend die ganze Steganlage! Dann folgt Christa und nun wird gekocht. Beim Apéro taucht der "Hafenwart" auf und staunt über unser Anlegemanöver. Kassieren tut er dann nur bei uns, die wir immerhin auf die Pontons aussteigen könnten. Auf Anfrage erinnert er sich tatsächlich, dass man ihm vor kurzem telefonierte und ihn um Auskunft über die lokalen Tiefenverhältnisse anging; an seine Aussage, dass ein Anlegen auch mit grossem Tiefgang möglich sei, erinnert er sich allerdings nicht mehr ….

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