Muss mal schauen wie lange wir schon auf den Kanaren sind… heute der äh… 23. November (wahrscheinlich Nebel in der Schweiz), … wart mal, … angekommen am 25. September (da waren in der Schweiz noch Blätter an den Bäumen…). Also zwei Monate.
Damals sind wir auf Lanzarote, in Puerto Calero angekommen. Hatten Zeit uns zu erholen. Wir haben uns dann ein Mietauto am Flughafen genommen – Paylesscar.com, was für ein toller Name für eine Autovermietung. Haben jede Strasse Lanzarotes befahren, die öde, wüstenartige Landschaft bewundert. Immer wieder Lavakegel und –felder, ab und zu kultiviert mit Reben oder Gemüse. Die Insel ist sehr trocken, keine Quelle auf der Insel, sehr wenig Regen und eine Meerwasserentsalzungsanlage. Wir haben alle Stätten des Wirkens von César Manrique erkundigt – das wird ja ein richtiger Kulturtrip – und die Montañas del fuego bestaunt. Letzter Ausbruch im 18.Jh. Haben uns dabei die Füsse nicht verbrennt, mussten aber aufpassen, dass wir nicht von (anderen) Touristen oder sonstigen Kamelen getrampelt wurden. Selbstverständlich haben wir auch die Strände im Osten, Westen und Süden besucht. Da wir keine Fleischkäseliebhaber sind hat sich das auf ein Minimum beschränkt. Wir wollten auch schnorcheln gehen, leider ist uns das immer nur am Strand selbst in den Sinn gekommen und nicht beim Rucksackpacken.
Natürlich gab es auch wieder Handwerkliches zu tun: neben Kurzwellenantenne basteln und dem Streichen des Ruderblattes der Windsteueranlage wollten wir die Kästen mit Regalen erweitern. So haben wir uns auf die Suche nach Holz gemacht, uns durchgefragt, bis schliesslich die Frau von der Touristeninfo für uns per Telefon das richtige Holz aufgestöbert hat. Sind dann per Taxi nach Tias – einem typische Lanzarotinischen Dorf (…?). Leider hat sich herausgestellt dass das Holz einiges dicker war, keine Vierkantleisten mehr auf Lager waren, aber mit Improvisieren und etwas Phantasie haben wir doch einiges zusammengestellt – das Taxi für den Rückweg machte mehr Probleme. Martin hat kurzerhand das Holz im Eingang des Ladens zersägt, doch dem Chauffeur wurde es zu bunt und ist davon, er hat dann eine Kollegin mit Kombi vorbeigeschickt.
Unsere Schreinerwerkstatt auf dem Steg haben wir mit der elektrischen Stichsäge eines Franzosen ergänzt, haben gesägt, geschliffen, geleimt, gemalt, geschraubt. Martins Schulter hat irgendeine Entzündung davon abgekriegt, vom Schrauben. Wallwurzsalbe und (ein bisschen) Ruhigstellen haben bis heute gewirkt – es tut nur noch sehr wenig weh…
Wir haben auch Bekanntschaften gemacht
- mit Sheila und Graham auf Papaver: Graham hat bei ABB und bei ALSTOM gearbeitet und hat Martin am T-Schirt als ebensolchen erkannt. Sie segeln mit Ihrer Westerly Typhoon auch in die Karibik.
- mit Janice und George auf Atalaya: Sie haben den Hund dabei (Lucy – ein César Hündli), der nicht Pipi machen kann wenn auf See. Wir wissen heute noch nicht wie Lucy die 4 Tage auf die Kanaren überstanden hat. Sie wollen ebenfalls in die Karibik mit Ihrem Schiff, einer Nauticat 40.
Im Nu waren 2 Wochen rum. Wussten schon gar nicht mehr wie Segeln geht… Schliesslich sind wir an die Südküste gesegelt, da vor Anker schnorcheln gegangen und am Abend in die Marina Rubicon – Der Plan war: wegen Westwind 2-3 Tage da bleiben und dann nach Teneriffa weiter. Das war der Plan.