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Stierkampfstimmung in Ronda
Stierkampfstimmung in Ronda
 
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Bild von: Martin & Christa Stäger & Stutz
Reise: Segeln mit MEITLI - von Basel nach Neuseeland
Bericht: Cadiz, Algarve & Hurricane

Cadiz, Algarve & Hurricane

23.09.2006 20:22:31 (View count: 2421)

Mazagon, 22.Septmeber.2006

Mensch Gordon!

Nach der „Estrecho de Gibraltar“ ging’s weiter nach Cadiz (sehr schöne Stadt auf Halbinsel). Den Rücktransport von Martins Vater nach Malaga haben wir gleich mit einem ausgedehnten Landausflug mit dem Mietauto nach Ronda und Sevilla verbunden. Das eh schon reizend schöne Ronda war zusätzlich noch mit Lampions geschmückt und ein riesiges Volksfest mit Stierkampf war im Gange als wir ankamen. Sevilla hat uns gut gefallen, angesichts der fast unerträglichen Hitze in der Stadt waren wir aber froh, dass wir die Idee, mit unserem MEITLI den Guadalquivir bis Sevilla hochzufahren, aus Faulheit (Fluss-/Gezeitennavigation, Schleuse und Hebebrücke) fallen gelassen haben. Umso mehr haben wir die Air Conditioning im Hotelzimmer genossen.

Zurück in Cadiz waren wir topmotiviert um nach Portugal zu segeln und dort unseren ersten langen Schlag nach Madeira anzutreten und weil Mitte September schliesslich eine gute Zeit ist für diesen Schlag und mit beständigem NE-Wind (Portugalpassat) und der Grundströmung im Rücken gerechnet werden kann, waren wir äusserst zuversichtlich. Schliesslich sind wir ja jetzt im Atlantik! - So kann man sich irren: Aufgrund eines starken Tiefdruckgebiets vor der iberischen Halbinsel hatten wir zuerst vier Tage ziemlich starken Westwind, d.h. kein vorwärts kommen an der Küste Richtung Portugal und schon gar kein passender Wind für einen Direktkurs nach Madeira. Um ein zusätzliches Tief in unserem Gemütszustand zu verhindern haben wir uns entschieden einen weiteren, mehrtägigen Landausflug in die Algarve (Portugal) zu machen und danach direkt nach Madeira zu segeln sobald der Wind stimmt (das Geld in der Reisekasse schwindet….)  

Der Landausflug war sehr schön und bei unserer Rückkehr zeichnete sich auch ein vorübergehendes Ende der Westwindlage ab, bloss dass ein Hurrikan mit Namen „Gordon“ in Richtung Azoren zog und keine Anzeichen machte sich, wie für Hurrikane in dieser Region üblich, abzuschwächen bzw. aufzulösen, was für unseren Törn nach Madeira Gegenwind und allenfalls starken Seegang zur Folge gehabt hätte. Es wurde sogar erwartet, dass Gordon die iberische Halbinseln im Norwesten streift und Richtung Englanbd zieht! Das Amerikanische National Hurricane Center (www.nhc.noaa.gov) hat sämtliche Wahrscheinlichkeiten und Zugbahnen berechnet, spannende Sache. Aber für uns wieder lange Gesichter…

Inzwischen sind wir ein kleines Stück die Küste hoch nach Mazagon gesegelt um hier den Parque Natural de Doñana zu besuchen. Madeira hatten wir gefühlsmässig schon abgehakt weil Direktkurs auf Kanaren aufgrund Wetterlage eher möglich, sofern Wind nicht auf SW dreht. Heute sieht’s nun jedoch so aus, als würde sich der NE-Passat noch mal einstellen. Sollen wir nun doch noch Detailkarten von Madeira besorgen? Wir werden sehen. Morgen wird erst mal das Rigg gecheckt (wer zieht wen hoch?) ob noch alles i.O., dann sehen wir weiter.


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