| Gallery Zwoi Verliaebti Mit den Steigeisen auf dem Morenogletscher 17.09.2006 16:28:53 (View count: 1746) Den eisigen Winden und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt trotzend, bestiegen wir den Shuttlebus ins 80km entfernte Naturreservat. Hier hatte es das Wetter nicht gerade gut mit uns gemeint. Die Wolkendecke wurde immer dichter und es begann sogar ein feiner Eisregen an die Scheibe des gut besetzten Luxuscars zu preschen. Auf einem grosszuegigen Parkplatz wurden wir alsdann in die eisige Kaelte entlassen. Mit dicken Handschuhen und Wollmuetze bewaffnet, kaempften wir uns ueber die Planken der Verbindungsstege von Aussichtsplattform zu Aussichtsplattform. Dort erwartete uns ein ueberwaeltigender Anblick der einzigartigen Frontseite des Morenogletschers, der jede Strapaze lohnte. Mit seinen azurblauen Leuchten und zerkluefteten Ecken und Kanten stuerzt er sich ins eisige Wasser des groessten Sees Argentiniens und liess den Regen und die dunklen Wolken ueber ihm vergessen. Wir bekamen mit zwei Stunden wirklich genug Zeit dieses Weltwunder von allen Ebenen und Winkeln zu beaeugen und fuhren alsdann zurueck zum nahe gelegenen Hafen. Dort erwartete uns bereits sehnsuechtig ein top moderner Cruiser. Er eroeffnete uns noch einen ganz anderen Blick vom ewig Gefrohrenen. Auf der anderen Seite gings ueber steile Klippen zum Startpunkt der Gletscherwanderung. Erste Erklaerungen wurden abgegeben und die Spreu von den Spanisch Sprechenden getrennt. Der erfahrene Carlos brachte uns charmant die wichtigsten Eckpunkte des Nationalheiligtums bei und fuehrte uns zum Einstiegspunkt, wo wir profesionell mit Steigeisen ausgeruestet wurden. Nach einer kurzen Grundausbildung auf dem Eis gings in einer Linie uebers ewig Gefrohrene. Mit Pickel wurden uns Tritte ins Eis gehauen, um auch die weniger sportlichen mitnehmen zu koennen. Die Highlights bestanden aus Wasserloechern und dem EInblick in Gletscherspalten. Auch eine kleine Show wurde geboten, als der mitgekommene zweite Bergsteiger eine senkrechte Eiswand mit Pickeln bestieg. Zum Abschluss der fast zweistuendigen, aufregenden Wanderung prosteten wir uns mit einem lokalen Whiskey on the Rox of Moreno zu und machten uns auf den Rueckweg. In der geheizten Blockhuette waermten wir uns bei einem Kaffe und verschlungen gierig unseren mitgebrachten Lunch. Auf der Heimreise konnten wir das Erlebte verarbeiten und fielen muede in unsere Hotelkissen. Ein paar Tips zum Schluss: Wer nicht in der Sommerzeit kommt, muss sich mit einem beschraenkten Angebot abfinden. Es ist egal wo man den Minitrek bucht, am Schluss sitzen alle im gleichen Boot. Der Lunch kann alternativ im guenstigen Supermarkt gekauft werden. Der unappetlich aussehende Salami ist hervorragend. Wichtig: Zieht euch warm an! ORIGINAL |