| Gallery In Clerval wo wir vor Anker liegen, mangels Tiefe am Ufer ... heute also kein Landausflug ![]() Auf dem Rhein Rhone Kanal von Basel nach Dole 04.07.2006 12:12:45 (View count: 4905) Rochefort-Sur-Nenon, 3. Juli 2006-07-03Heute machen wir den ersten Tag auf unserer Reise richtig BLAU. Nach dem Bootstransport vom 7.6. hatten wir alle Hände voll zu tun mit Sachen packen und einstellen, Haus und Garten räumen, Bootsapotheke besorgen, Boot einräumen usw. Die Platzmiete in der Marina am Dreiländereck mussten wir mindestens dreimal verlängern, zuerst weil das Haushalt Auflösen länger dauerte als erhofft, dann weil die Manschette der Motorwelle nicht dicht war (kurze aber sehr spannende Justierung war notwendig) und danach weil das Motorkühlerwasser (grün eingefärbt) zum Wasserhahn raus kam wenn man auf warm stellte (neuer Boiler musste her). Gross Freude herrschte, aber dann: 25. Juni 2006: Morgens kurze (unnötige) Aufregung wegen Motoröl in der Motorraumbilge. Ansaugschalldämpfer war mit Öl gefüllt. Mittags grosses Champagnertrinken mit Freunden und Familie (händ eus riesig gfreut dass er cho send!!) 15:00 Uhr Auslaufen aus der Marina 19:00 Uhr hepp klepp noch durch die neue Schleuse von Mulhouse die danach drei Tage bis zur offiziellen Eröffnung zugeblieben ist 26. Juni In Mulhouse geblieben, weil Damm Nähe Bourogne eingestürzt und Durchfahrt nicht möglich, Abends das Trauerspiel Schweiz – Ukraine in der Beiz. 27. Juni Weiterfahrt nach Dannemarie inkl. Begleitung durch „Vagabond“ der allerhand „z’verzelle weiss“. Er ist 79 Jahre alt und hat uns gebeten ein Stück mitfahren zu dürfen. 2 Rucksäckli, ein Plastiksack und eine Wolldecke mit Inhalt. 28. Juni Aufregung in Montbéliard, weil angeblich weiter unten Durchfahrtstiefe an einer Stelle nur 1.40 m (Tiefgang Meitli: rund 1.70m) 29. Juni Motorboot ARAMIS aus der Schweiz begleitet uns durch „Sumpf“ und lootet Tiefe aus -> Aufregung war umsonst, lediglich leichtes Schleifen auf Sand, was schon fast an der Tagesordnung ist. Deför: abends kurz vor Sieben durch die letzte Schleuse vor Clerval: „Hafenmeister“ ist ein Joggel. Hat gesagt 1.70 m Tiefe wär an der Anlegestelle kein Problem. Ist es auch nicht, wenn man draussen ankert!! Sind über Nacht vier Meter vor dem Steg auf Sandbank gehockt, aber mussten Heckanker und div. Leinen ausbringen wegen Strömung. Mindestens wars gratis, weil er nicht rüberschwimmen wollte. 30. Juni: Wunderbares Baden im Doubs abends in Laissey 1. Juli: lustige Fahrt mit Göttibueb nach Besancon und anschliessende Stadtbesichtigung, kleiner Schaden bei unseren Freunden weil eine Peniche nicht „anständig“ kreuzte, aber Gott straft sofort: die Peniche ist am selben Tag vor Laissey festgehockt und kann auch mit Schleusenfluten nicht freigemacht werden (diese Frachtschiffe haben ca. 1.85m Tiefgang) 2. Juli: Sind gerade beim Einfahren in die erste Schleuse als Schleusenwärter Tor schliesst -> hed grad no glanget zum brämse, aber Herzklopfen bis zum Hals, danach mit Gipfeli usem Freiamt durch sehr schöne Flusslandschaft So, dies unser erster Eindruck von den Kanälen Frankreichs. Es ist sehr schön hier, aber wir drei freuen uns auf tieferes Wasser. Inzwischen kommt Ferienstimmung auf und es wird uns erst richtig bewusst, wie viele unerwartete, selbstlose Helfer wir in den vergangenen Monaten hatten. Unsere Familien, die uns bekocht und uns bei allen möglichen und vor allem bei den unmöglichen Arbeiten geholfen haben, die vielen Freunde, die ganz spontan ein, zwei oder noch mehr Tage beim Revidieren des Bootes und beim Bier trinken geholfen haben und all die weiteren guten Seelen, die uns Spezialteile gefertigt, den Bootsnamen gratis und franko hergestellt und montiert und den Bootsplatz unter den offiziellen Tarifen vermietet haben. HERZLICHEN DANK!!! Wir trinken ein grosses Glas Pastis auf Eure Gesundheit ORIGINAL |