| Gallery Die städtischen Verkehrsmittel ...
Havanna - die Stolze 14.05.2006 16:06:33 (View count: 2574) Hast du gewusst, dass Havanna, die Hauptstadt von Fidel's Kuba zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Ferien- und Vergnügungsparadies Nordamerikas war? Es flossen Tourismus-Dollars in die Metropole und es entstanden grandiose Hotels und glanzvolle Art-Déco-Prachtbauten bis die Revolution 1959 dem munteren Treiben ein abruptes Ende bereitete. KUBA – Auf den Spuren der CubanosZu Beginn meines langgehegten Wunsches nach Kuba zu fliegen war Eines klar. Ich wollte keine Badeferien in einem All-inclusive Hotel am herrlichen Strand von Varadero. Vielmehr wollte ich dem wirklichen Kuba begegnen und dies noch während der Zeit von Fidel Castro. Auf dem Flug mit Edelweiss Air wurden die Fluggäste sehr zuvorkommend betreut. Der Service war ausgezeichnet. Der Flug führte uns von Zürich über die Kanalinseln in den Atlantik. Nach einigen Stunden Flug über Wasser sichteten wir erstmals Land: die Bermudas. Bereits nach zwei weiteren Flugstunden erreichten wir die Karibik. Ueber den Bahamas liess sich das Paradies auf Erden mit weissem Sandstrand und türkisblauem Wasser bereits erahnen. Kurze Zeit später entstiegen wir in Kuba angekommen der Airbus. Eine angenehme Wärme strömt uns entgegen.
Bereits am gleichen Abend fahre ich mit dem Bus nach Havanna. Die Ankunft nach Dunkelheit macht das Suchen nach einer Unterkunft nicht gerade einfach. Trotzdem kriege ich noch ein Bett in einem Casa particular, einer kubanischen Privatunterkunft. Am nächsten Morgen mache ich mich erst einmal auf die Erkundung der näheren Umgebung um die Orientierung zu gewinnen. Ich weiss mittlerweilen, dass meine Unterkunft im Stadtteil Vedado liegt, welches als das Vergnügungs- und Kulturquartier bekannt ist. Mein Spaziergang führt mich vorbei an alten Villen, teilweise in bemerkenswert baufälligem Zustand, zum Platz der Revolution. Dort stehen grosse Lautsprecher aus welchen pausenlos kubanische Staatshymnen dröhnen und den Verkehr zu übertönen mögen. In der Mitte des etwas kahlen Platzes steht das weit herum sichtbare Denkmal von José Marti. Zurzeit laufen bereits die Vorbereitungen für den 1. Mai. Am Tag der Arbeit werden sich hier hundert tausende von Kubanern besammeln um den Worten ihres Führers Fidel Castro zu horchen. Die Millionenstadt ist weitläufig und trotz der Hitze ziehe ich es vor zu Fuss die wenigen Kilometer bis zur Altstadt zurückzulegen. Nur so kann ich den Puls dieser Stadt spüren und finde die Zeit Kleinigkeiten wahrzunehmen. Als ich bereits von Weitem das Capitolio zu erkennen vermag überwältigt es mich mit seiner Grösse und seiner Eleganz. Dieser Eindruck bestätigt sich als ich das Innere betrete. In Havanna ist nicht nur dieses Gebäude mächtig; generell sind Gebäude, Plätze, Strassen grosszügig geplant und gebaut. Auch der Platz vor dem Capitolio erscheint mit seinen Palmen im Abendlicht als eine ruhige Oase mitten in der Stadt. Auf dem Balkon geniesst man einen herrlichen Blick über das Treiben auf dem Prado. Die Altstadt wirkt etwas touristisch. Sehr viele Gebäude wurden aufwändig erneuert und passen nun nicht mehr ins heruntergekommene Stadtbild wie man ihm sonst auf Schritt und Tritt begegnet. Auch die Strassencafes werden vorwiegend durch Touristen bevölkert und es fehlt somit der Reiz des Verweilens. Ebenso gut könnte man sich in einer europäischen Stadt fühlen. Deshalb mache ich mich lieber auf dem Weg zur Rum-Brennerei. Havanna-Club der weltbekannte Rum Produzent führt die Leute durch eine kleine Ausstellung bevor sie dann das klare Wasser oder den siebenjährigen Rum probieren dürfen. ORIGINAL | |||||||||||