| Gallery Dorfleben
Wandervoegel am Inlelake 06.05.2006 13:07:11 (View count: 2383) Aus diesem Saetzesalat unseres Treks von Inle nach Kalaw koennt ihr eure eigene Geschichte bilden. Schon vor dem Wecker hyperte Romana nervoes durch das Zimmer. Als ich dann mit gaehnenden Lauten aufstand, war bereits der Rucksack gepackt. "Viel zu schwer" war mein Urteil und entfernte all meine Unterhosen. (Dies stellte er natuerlich erst auf dem Trek fest. So ein laues Lueftchen am Abend unter dem Loghi bringt jedoch jeden zum Schwaermen.) Nicht wie am Vortag schifften wir auf dem See, sondern trieben durch enge Kanaele Richtung Westen. Dort begann unsere Tagesroute mit einer Pause beim Wochenmarkt. Auf dem steilen Weg bergauf ueberholten wir so manche Bauersfrau, die einen schweren Korb mit den erworbenen Marktartikeln, auf dem Kopf trug. (Welch eine Anstrengung so einkaufen zu muessen.) Den Kindern machte der heftige Platzregen sichtlich Spass. In sekundenschnelle waren sie alle splitternackt und balgten sich im Matsch rum. Wir genossen das Spektakel unter sicherer Wellblechdecke bei tosenden Geraeuschen. (Waere nicht vor wenigen Tagen ein Sturm hier durchgebraust, ohne die Haeuser zum einstuerzen zu bringen, haette ich mich wahrscheinlich gefuerchtet.) Unsere Nachtstaette ein Moenchskloster war erreicht. Waehrend fuer uns gekocht wurde duschten wir auf traditionelle Weise mit einer Schoepfschuessel. Was wir erst spaeter feststellten, die jungen Novitzen spionierten von den umliegenden Baeumen. (Unser Guide meinte die Novitzen haetten dort oben Blumen gepflueckt. Hmm, aber die gabs doch auch am Boden?) Der Tag begann wie er aufgehoert hatte, mit dem Geschrei der Jungmoenche. Dazwischen ging unverhofft irgend einer in Gebetsgesang ueber. Es fehlte klar an Koordination der Oberhaeupter. Zudem stimmte noch die hungrige Katze mit ein. (Ein echtes Katzengejammer und das schon um fuenf Uhr morgens bringt jeden aus dem Schlaf.) Wir wanderten durch Agaven und Kakten bewachsene Tundra ueber sanfte Huegel. Die Landschaft war traumhaft. Die vielen Bauern mit ihren arbeitenden Tieren wie aus dem Bilderbuch. (Es ging natuerlich auch wieder bergauf. Davon koennte euch mein schweissdurchtraenktes Rueckenpolster wohl die besten Geschichten erzaehlen.) Die Gastmutter begruesste uns ueberschwenglich mit ihrem freundlichen Lachen. Schnell war auch der Rest der Familie gewundrig geworden. Im Obergeschoss hatte sie das Zimmer des Sohnes bereit gemacht und uns somit vor dem Knoblauch Trocknungsraum bewahrt. (Uff, eine ruhige Nacht dachten wir. Aber dem sei nicht so, siehe unten:) Wiederum mit Kerzen entgegneten wir der Dunkelheit. Ich konnte nicht einschlafen. Vielleicht lag es an den Wasserbueffel Fuerzen unter, oder dem Scharren der Maeuse ueber uns oder ganz einfach an der Zeit. Wer kann schon um halb sieben einschlafen? (Romana scheint sich der ueblen Gerueche gewohnt zu sein, sie schlief wie ein Engel. Hoffe ich habe sie nicht abgehaertet.) ORIGINAL | |||||||||||