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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Songkran und Bangkok steht unter Wasser

Songkran und Bangkok steht unter Wasser

17.04.2006 12:21:39 (View count: 2809)

In Thailand beginnt das neue Jahr nicht etwa nach unserem gregorianischen Kalender. Nein, es beginnt jedes Jahr am 15.April und wir sind mittendrin. Wer Genaeueres ueber das schoene Songkran wissen moechte, kann zu diesem Zweck die Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Songkran konsultieren. Hier ein paar Ausschnitte wie wir das Fest des Wassers erlebt haben.

Familienfest auf dem Pickup
Von unserem Guesthouseboy sind wir spontan zu seiner Familie eingeladen worden. Es sei ein Fest der Naechstenliebe und des Spasses. Wir sollen unbedingt auch kommen. Gestartet wird das Ganze wie bei einem gewoehnlichen Familienanlass mit der Sammlung aller Mitglieder. Doch dann gehts auf den Pickup. Fast alle privaten Fahrzeuge sind in Thailand so genannte Pritschenwagen und wir wissen jetzt auch wieso. Weil darauf eine zehn koepfige Familie sammt grossem Wassertopf problemlos Platz hat.
Los geht die gemuetliche Fahrt auf die Hauptstrasse zum grossen Tempel. Doch der Weg ist das erste Ziel, denn am Strassenrand und in anderen Pickups lauern die Gegner. Die Wasserschlacht kann beginnen. Sobald man sich den Jugendlichen naehert, bremst der Fahrer ab und die Kuebel werden frisch gefuellt fuer den Gegenangriff. Putzeimer weise wird das kuehle Nass gegenseitig angeworfen. Fies sind vorallem die, die nebenbei noch einen Getraenkestand betreiben und somit mit fast gefrohrenem Eiswasser schocken.

Vorfreude bei den Tempeln
Der wahre Hintergedanke des Festes ist die Reinigung und Ehrbietung der aelteren Generation. So warten alle auf die Stunde, da die Moenche zur Waschung kommen. Bis dahin wird die Zeit bei den Tempeln durch verschiedene Spiele und Taenze verkuerzt. Der Spass steht im Vordergrund. So kamen wir als einzige Auslaender jeweils zum Genuss der Ehrengaeste. Konnte Romana sich beim "Topf mit verbundenen Augen"- Schlagspiel beteiligen hatte Benny grosse Muehe sich den vielen Tanzaufgeboten zu stellen. Beweisfotos konnten wegen der andauernden Wasserbewerfung zum Glueck nicht geschossen werden. Der Einzug der Moenche war danach der Hoehepunkt. Unter dem Gebrummel der Betenden konnten auch wir die Runde machen und der aelteren Generation unsere Ehre erbieten, indem wir ihre Haende mit Wasser wuschen. Eine sehr schoene Geste, die Generationen verbindet.

Strassenfest in Bangkok
Kaum hat man das Hotelareal verlassen, beginnt auch schon die Dauerbelastung. Nichts fuer schwache Nerven, denn hier wird mit ganz anderen Bandagen gekaempft. Gab es in der Provinz Vereinzelte, die das Wasser mit einem Magnesium aehnlichen Lehm anmischten, ist es hier in Bangkok Pflicht  ein solches Toepfchen griffbereit zu haben. Verhilft auch zu einem guten Taint, denn die Bruehe wird mit Vorliebe ins Gesicht geschmiert. Romana hatte fuer asiatische Menschen die perfekten Opfermasse und Benny provozierte seine Kontrahenten mit Vollbart. Darin streichten besonders gerne die vielen Schwulen, die mit sanftem Kraulen den Lehm einrieben. Hoch im Kurs sind auch Monster Wasserpistolen mit Rueckentank und variabler Duesenform, bei deren Anblick Benny ganz glaenzende Augen bekam. Nach einem Tag hatten wir genug von der Schmiererei und verzogen uns in die Shopping Centers.

Was Bangkok sonst noch zu bieten hat, seht ihr in den Bildern. Als Tip bieten wir euch diesmal:

Nehmt nie ein TukTuk waehrend des Wasserfestes, die werden bevorzugt mit Wasser und Lehm beworfen.


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