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Der Forscher
Der Forscher
 
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Norden Laos Teil 1

Norden Laos Teil 1

08.04.2006 15:19:24 (View count: 2751)

Geduld bringt Rosen
Sorry fuer die Verspaetung der Berichte, wir befinden uns naemlich schon im zivilisierten Thailand. Aber glaubt uns, auch an unseren Geduldsnerven wurde kraeftig gezogen. Wer haelt es schon zwoelf Stunden in einem Lotterbus mit sechs Stunden Verspaetung aus und sucht sich um Mitternacht eine Bleibe, wo doch hier alle um neun im Bett sind. Aber dies alles erst im Zweiten Teil denn der Erste folgt sogleich:

Fuer Nachahmer hier ein kompletter Routenbeschrieb des Nordens (waermstens zu empfehlen):
Vientiane - Vang Vieng - Luang Prabang - Phonsavanh - Nom Noem - Non Khiaw - Mong Moeng Neua - Oudomxai - Pak Beng - Huai Xai (Grenzort nach Thailand)

Vang Vieng das Touristen Mekka
Wer gerne auf einem Liegesofa isst und dabei seine Lieblingsoap "Friends" sehen moechte, ist hier genau richtig. Die ganze Hauptstrasse ist uebersaeht mit solchen "Ich kann jetzt kein Sightseeing machen, die Sendung ist noch nicht zu Ende" Restaurants. Wir haben uns dann doch nach dem Morgenessen losreissen koennen und sind auf Velos 2 Stunden zu entfernten Hoelen geradelt. In die Groesste wurden wir von zwei Kindern mit Stirnlampen gefuehrt. Nach einer Stunde durch riesige Hallen und engste Bypaesse hatten wir das Ende erreicht: Ein See. Der war uns dann doch zu kalt fuer irgendwelche Schwimmuebungen 3km im Berg drin. Da kam die zweite Hoehle schon gelegener. Denn diese war ohne nass zu werden gar nicht erkundbar. Also warfen wir uns in die Schwimmringe und zogen uns einen halben Kilometer an Halteseilen in die Tiefe. Voll der Spass.

Luang Prabang die Tempelstadt
Fruehaufsteher sollten sich hier auf jeden Fall die Morgenzeremonie ansehen. Alle Moenche versammeln sich nach ihrem Morgengebet auf der Hauptstrasse. Sie werden dort von den Einheimischen mit Reisgaben beschenkt, die ihre Haupttagesnahrung bilden. Laut Romanas Berichten soll es herrlich sein die ueber hundert Moenche wie ein oranger Tatzelwurm durch die Strassen ziehen zu sehen. Bei der Besichtigung der Tempel hatten wir Glueck, denn die Moenche hatten gerade Semesterferien und waren zu so manchem Schwatz mit uns bereit. So erfuhren wir wie hart das Moenchsleben sein kann. Es jedoch fuer Normalsterbliche die einzige Moeglichkeit ist, zu einer fundierten Ausbildung mit Sprachkenntnissen zu kommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten mit 20 aufhoeren und ihren eigenen Weg gehen. Ausserhalb der Stadt fanden wir dann auch etwas Abkuehlung am Wasserfall.

Phonsavanh die Toepferei
Laos verbinden viele mit den mysterioesen Steintoepfen, die rund um Phonsavanh gefunden wurden. Es gibt ueber 40 solcher Fundorte, doch nur deren drei sind fuer Touristen zugaenglich gemacht worden. Grund dafuer sind die vielen Blindgaenger und Waffen, die hier seit dem Indochinakrieg den Boden verseuchen. So wurden die Zugangswege zu den Jars wie bei Skipisten links und rechts mit rot-weiss bemalten Steinen markiert. Das Gebiet dazwischen wurde mit Metalldetektoren gesaeubert.  Die Erstverwendung der Steintoepfe ist bisher unklar. Vermutungen besagen, dass die tonnenschweren, aus massivem Stein gehauenenen Toepfe zur Aufbewahrung von Gebeinen verwendet wurden. Sicher ist jedoch, dass sie danach zur Gaerung des Nationalgetraenks verwendet wurden: Dem LaoLao oder Lao Whisky. Nicht verwunderlich, dass auf dem Erkundigungsprogramm auch eine Reisschnapsbrennerei stand.


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