Phnom Penh, das Zentrum Kambodschas
01.12.2005 20:31:45 (View count: 2285)
Phnom Penh
Die Stadt hat extrem viel zu bieten und ist ein riesen Kontrast zu Vietnam. Ein paar Kurzszenen aus unserem Aufenthalt:
Tempel
Wir haben jetzt doch schon einige Tempel gesehen, aber diese hier hauen einem vom Sockel. Mit welcher Feinheit und Farbenpracht diese Gebaeude in den Himmel ragen. Sie sind in jedem Ort Kambodschas zu finden und werden immer gut in Schuss gehalten. Drinnen ist das Fotografieren verboten. Beim Koenigspalast verlangen sie sogar 2 Dollar extra, wenn du die Gebaeude aussen fotografieren moechtest. Das wird aber nur beim Eingang kontrolliert wo wir eine unserer Kameras in den Safe gaben.
Reisezwischenfaelle
Nachdem Romanas Mastercard schon laenger nicht mehr funktionierte und Bennys Visa Card nun auch noch in zwei Stuecke brach, mussten wir des Geldbeutels leerender Gaehne Abhilfe schaffen. Tja, auf jedenfall haben wir hier in Phnom Penh endlich eine Emergencycard entgegen nehmen koennen. Welche Beruhigung als diese beim Versuch die Hotelrechnung zu begleichen, nicht funktionierte. Am Bankomat geht sie auch nicht. Bei einer Bank solls klappen. Visa braeuchte fuer eine Ersatzkarte doch tatsaechlich 16 Tage. Wie sollen wir das hinkriegen? Wir wissen ja nicht einmal wo wir uebermorgen schlafen.
Wer rollt da so sehlig ueber die Schienen
Damit dies jetzt nicht all zu kompliziert wird, vorerst mal die Erklaerung und bildliche Beschreibung eines Lorrys. Man stellt sich eine Bahnschiene vor, legt darauf zwei massive Achsen eines ausrangierten Mienenwagons, haelt mit einem Holzgestell die beiden Rollen zusammen und bedeckt diese mit einem Bambusrost. Jetzt fehlt nur noch der Dieselmotor eines ehemaligen Traktors und fertig ist das Hoellengefaehrt. So transportieren die Kambodschaner jegliche Gegenstaende wie uns von einem schon seit sechs Jahren hier sesshaften Amerikaner beschrieben wurde. Jeden Morgen nachdem der este und einzige Zug durchgefahren ist, werden die Lorrys auf die Geleise montiert und los gehts. Das muessen wir gesehen haben.
Wie ueblich hoere ich bei Wegbeschreibungen nicht richtig zu und Benny hat von dem nuscheligen Englisch auch nicht viel mehr mitbekommen. Wir nehmen also ein Motorbiketaxi und erklaeren unserem Fahrer mit Koerpersprache was wir sehen moechten. Dieser tut so als haette er uns bestens verstanden (der asiatische Stolz halt) und faehrt nach unseren Angaben Richtung Flughafen, wo sich die Geleise trennen muessten. Schon sehen wir auch schon die ersten Flieger, das muss es sein. Zu unserer Ueberraschung pfeilen wir jedoch voll am Airport vorbei und unser Fahrer macht keine Anstaltungen sein Bike zu stoppen. Irgendwie scheint er auf unser Kommando zu warten. Wir haben jedoch keine Ahnung, wo sich unser Ziel befindet, lediglich die Beschreibung der Lorrys. Mit Zeichen geben wir ihm zu verstehen, dass wir uns bei einem Strassenshop mal neu erkundigen moechten. Unsere Ruderuebungen am Boden, die das Lorryfahren symbolisieren sollten, finden endlich einen Abnehmer. Also wieder aufs Mofa, bis wir endlich doch noch zu einer Bahnschiene gelangen.
Wir haben durch die lange Sucherei etwas Zeit verlohren und sehen weit und breit keine auf Schienen fahrenden Kambodschaner. Oh soll dieser Traum schon fertig getraeumt sein? Eine Familie, die sich um uns versammelt hat, wird von unserem Driver auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Da holen sie sofort ihre sieben Sachen hervor, um uns wenigstens eine kleine Ausfahrt zu goennen. Der Motor schien bereits in Rente zu sein. Dreimal kam er ins stottern und brauchte eine Verschnaufspause, bis es weiter ging in die wunderschoene Landschaft hinaus. Wann immer Kuehe unsere Fahrbahn versperrten, schrien wir laut und fuchtelten mit einem Holzstab in der Luft rum. Vorbeiziehende Pferdekarren, Schueler auf ihren Velos, ausgemaergelte Kuehe und vieles mehr machten die Fahrt zu einem wunderschoenen Erlebnis. Natuerlich immer wieder den Blick nach hinten werfend ob auch sicher kein Zug kommt.
Wettbewerbsloesung Phu Quoc
STOP STOP STOP - der Fall ist geloest!
Drei Nuesse haben ihn geknackt. Da sieht man mal wieder wer den ganzen Tag Zeit hat im Google nach vietnamesischen Woertern zu suchen.
Hier die Gewinner. (Nach Datum richtig eingereichten Loesungen)
THUY SI = Schweiz (ausgesprochen : tuaei saei) Immer die erste Frage, wenn dir jemand etwas verkaufen will.
1. PLATZ Eveline und Gex
Zum Glueck wissen die schon wie es um unsere Kochkuenste steht.
Ich versprech euch, im Notfall holen wir was beim Take Away.
2. PLATZ Alexandra und Timo
Jetzt lasst euch mal ausknobeln wer da die Rasur und wer die Betaeubung geniesst. Benny stellt den Vodka jedenfalls kuehl, sobald wir zu Hause sind.
3. PLATZ Mirjam, Raimond und Marie-Louise
Waehrend ihr den Gruenspan vom Kaffee trennt, offeriere ich euch, Marie-Louise auf eine Frischluftfahrt zu entfuehren. Ich freue mich jetzt schon darauf.
LEDERMEDAILLE Pat
Sorry, du hast den Geruch des Kaffees um 8 Stunden und 12 MInuten verpasst. Aber keine Sorge, der ist sowieso nicht so gut wie der Peruanische Hochlandkaffee aus der Migros.
Danke an alle, die es versucht und klaeglich gescheitert sind.
Keine Angst, wir werden die Liste nicht veroeffentlichen.