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Gewuerzestaende
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Gruenes Guangzhou und kantonesische Kueche

Gruenes Guangzhou und kantonesische Kueche

01.12.2005 20:27:54 (View count: 2887)

Das chinesische Gegenstueck zu HongKong hat uns durch seine grossen Parks bezaubert. Wir wurden auf der Hinfahrt mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass es dort gefaerlicher sei als in allen anderen Staedten Chinas zusammen. Taschendiebstaehle und Ueberfaelle seien an der Tagesordnung. Von diesen Ammenmaerchen spuerten wir nichts, obgleich wir die ganze Stadt zu Fuss durch enge Gaesschen eroberten, in einer Zweitklassherberge uebernachteten und um Mitternacht durch Parks spazierten.
Nebst Bowling und Ping Pong Games haben wir die Parks erkundet und die Essgewohnheiten der Chinesen aufs Neue getestet.

Parkleben, wo sich Alt und Jung trifft
Kurz nach Sonnenaufgang sieht man sie mit Leggins und Turnschuhen den Park betreten. Die Sportler treffen sich dort zu Grueppchen um gemeinsam etwas fuer die Gesundheit und Fitness zu machen. Da gibts den alten Frank Sinatra, welcher auf seinem Einkaufsrolli ein grosses Kofferradio mitnimmt, um es bei voller Lautstaerke mit Tanzmusik zu beleben. Dann beginnt er allen die gerade Lust dazu haben seinen Chachacha Kurs zu geben. Daneben ist eine Gruppe Schwerttaenzer, die aus ihren kleinen Rucksaecken ihre ausklappbaren Blechschwerter zaubern, um sie in langsamen Bewegungen Shaolin aehnlich durch die Luefte zu schwingen. Alle synchron einem Profi folge leistend.
In solchen Grueppchen werden auch Haeggisaeckli rumgeschoben, Ping gepongt oder fuer die nicht allzu sportlichen, Dominosteine gelegt. Auf den Nebenstrassen sind Badmintonfelder markiert und werden von Spielern aller Altersklasse rege benutzt. Ueberall werden wir herzlich gegruesst und eingeladen mitzumachen. Das passt einfach zur Herzlichkeit und der sozialen Einstellung der Chinesen, die alles mit jedem teilen.
Wie bereits in Peking angesprochen, gibts auch in Guangzhou die Trim-Dich-Anlagen. Hier koennen auf verschiedenen stabilen, farbigen Geraeten die Beweglichkeit erhoeht , die Muskeln aufgebaut und die Dehnbarkeit erweitert werden. Ein sinnvolles Mittel um besonders dem aelteren Semester die Fitness zu erhalten und einen Treffpunkt an der frischen Luft zu bieten. Einfach etwas fuer die ganze Familie. Die Chinesen sind auf der einen Seite harte Arbeiter, auf der anderen Seite moechten sie auch das Jang ausleben und dem Koerper und Geist einen ausgleich durch sportliche Betaetigung geben. Wieso nicht in oeffentlichen Parks ohne grosse Kosten zu verursachen? Davon koennten wir in der Schweiz noch eine Scheibe abschneiden.

Essen, die Vielfalt der kantonesischen Kueche
Um das Essen beschreiben zu koennen, muss man auch die Rohstoffe und den Markt beschreiben. Den kann man in Guanzhou in den Morgenstunden in Reinkultur erriechen. Schachbrettartig sind hier die Strassen angeordnet und in jedem Gaesschen wird ein anderer Schwerpunkt verkauft. Da gibts zehn Garagen aehnliche Verkaufslokale, die alle moeglichen Sorten von Schildkroeten verkaufen, von 5 cm bis zu einen halben Meter Durchmesser ist alles zu sehen. In den unzaehligen Gewuerzstaenden gibt es von Chili bis Seepferdchen alles in getrockneter Form zu kaufen. Das schockierendste fuer uns waren die Frischfleischstaende. Dort wurden Ziegen geheutet und aufgehaengt, daneben der zugehoerige Hirtenhund in gleichem Zustand. Deshalb ist das letzte Bild auch nur fuer harte Nerven bei nuechternem Magen zu geniessen. Uebrigens im Monitor dahinter hat gerade Roger Federer um den Ball gekaempft.

Im Restaurant sieht man diese Rohstoffe natuerlich nicht, ausser beim Fisch und Meeresgetier, welches immer in grossen Aquarien beim Eingang frisch rausgeholt wird. Mit unserem schlechten Chinesisch konnten wir auch keine Karte lesen, denn die meisten leckeren einheimischen Restaurants uebersetzen ihre Karte nicht. Also war unser Point it Bilderbuechlein am Zug. Darin konnte Romana auf ein Gemuese und Benny auf ein Stueck Fleisch zeigen um zu bestellen. Bei englischer Karte hatte Benny auch mal aus Jux ein 6 Gangmenu ausgewaehlt um moeglichst vieles Ausprobieren zu koennen. Wir wissen bis heute noch nicht was mit Abalone gemeint war.


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