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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Silvester bei der Terrakotta Armee in Xian

Silvester bei der Terrakotta Armee in Xian

01.12.2005 20:26:57 (View count: 2553)

Silvester Nacht und die unglaubliche WC-Story

Nach der gemuetlichen Weihnachtsfeier in Beijing wollten wir am Silvester wieder einmal auf den Putz hauen.
In einem riesigen Club wurde uns ein Tisch zugewiesen. Wlr hatten eine Servierduese fuer uns alleine, dies nicht weil es keine Leute hatte, nein, in China wird an Personal nie gespart. Mit ihren aus Kunststoff gefertigten Klatschhaenden, man stelle sich eine Fasnachtsrassel bestehend aus drei Plastikteilen vor, versuchten sie den vortragenden Saengern Rythmus und Applaus beizupflichten. Ein aeusserst amuesantes Bild. Nach Benny's drittem Jack Cola gings Richtung Blasenentleerung. Nach seiner Rueckkehr erzaehlte er Romana die unglaubliche Geschichte des Abends:
"Die Toilette besteht aus 3 Plumpklos, 3 Pissoirs und dem fuer China typischen WC-Personal in Form eines jungen Mannes. Nichtsahnend stand ich ans erste Pissbecken und liess meinem Druck freien Lauf. Da kam ich abrupt ins Stocken, denn zwei Daumen bohrten sich in meinen Nacken. Mein Stoppmuskel verkrampfte sich, ohne auf mein Signal:"Lass es wieder fliessen." zu hoeren. Die Daumen bewegten sich und der Rest der Finger gesellte sich dazu, es entstand eine professionelle Massage. Aber was soll aus dem Rest des Blaseninhalts werden?
Ich versuchte mich der Massage hinzugeben und war nach 5 Minuten soweit, wieder Dampf abzulassen. Danach ging es zur Handwaesche, wo mich mein unverhoffter Masseur mit Fluessigseife verwoehnte und sofort mit der unteren Rueckenpartie weiter fuhr. Er reichte mir zum Abschluss mit Staebchen ein geheiztes Trocknungstuch und hatte sich damit 10 Yuan Trinkgeld gesichert (CHF 1.50).

Kaum zu glauben, wie wird wohl die Damenmassage im Kauersitz aussehen? Voller Erwartungen und mit dem Bild einer Wadenmassage im Kopf macht sich auch Romana auf den Weg :
"Da war nichts ausser einer bekuemmerten Alten, die am Boden sass und mir nicht einmal WC Papier reichen wollte."
Verstaendlich, dass Benny an diesem Abend reichlich Fluessigkeit nachtankte und Romana sich wegen ihrer Erkaeltung eher zurueck hielt.
Zum Jahreswechsel die obligate Champagnerflasche, die wir Dank unseres Bilderbuches bestellen konnten. Dazu luden wir drei Angestellte und den einzigen Nichtasiaten Andy ein. Dieser war seit drei Wochen als Golflehrer in Xian taetig und sichtbar froh jemanden fuer den fuer uns besonderen Anlass zu haben. Die Chinesen feiern den Jahreswechsel nach ihrem eigenen Kalender, deshalb kein Countdown nur ab und zu ein Happy New Year.

Terrakotta Armee

"Fahrerin und Beifahrer, das waere jetzt wirklich nicht noetig gewesen!" Schnell stellen wir jedoch fest, dass der Beifahrer das Nuetzliche mit dem Verdienst verbindet. Er gab der Fahrerin die ersten Fahrstunden! Entsprechend langsam und vorsichtig ging es voran. Ein grosser Sicherheitsabstand wurde eingehalten, vor Fussgaengern leicht abgebremst und den Motor ab und zu zum Wuergen gebracht. Dies wurde vom uerigen Verkehr durch noch haeufigeres Hupen quitiert.
Am Ausflugsziel selbst erwarten einem stramm stehende Generaele, Offiziere und Soldaten aus gebranntem Ton. Vor erst 31 Jahren wurde die riesige Terrakottaarmee drei Meter in der Tiefe entdeckt und freigeschaufelt. In verschiedenen Hangar aehnlichen Hallen sind nun die Fundstuecke zu betrachten.

City Xian

Am 1. Januar war die ganze Stadt auf den Beinen. Shopping war angesagt. Dem entsprechend war die ganze Innenstadt mit  Einkaufscentern, besonders die Mobile Cellular Shops, proppen voll. Das Thermometer stieg in diesen Abteilungen Dank der unglaublichen Anzahl Schwarzhaare auf gegen die 50ig Grad an. Sehenswert ist auch die Stadtmauer, welche in ganz China einzigartig erhalten ist. Auf ihr koennen ausgedehnte Spaziergaenge unternommen oder Tandems gemietet werden. Beim hinunterschauen in die verschiedensten Viertel, eroeffnete sich so manches Schauspiel: Fleischmaerkte, Armenghettos mit winzigen Wohnungen und ueberfuellte Strassen.

Mit dem Hardsleeper gehts weiter nach Emei.


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