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Grabmahle der verstorbenen Klostervorsteher
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Grotten und Shaolinkaempfe bei LuoYang

Grotten und Shaolinkaempfe bei LuoYang

01.12.2005 20:26:13 (View count: 2710)

Ankunft in Luo Yang nach einer herrlich amuesanten, anstrengenden und spuckreifen elf stuendigen Hardseater Fahrt. Hier ein kurzer Einblick in das Abenteur durch Bennys Tagebucheintrag:

Hardseater bedeutet eine normale Zugsbreite von 2+2 auf 2+3 Sitzreihen ausbauen, die Lehne auf 90 Grad hochstellen und das Nackenkissen auf Asiatenhoehe runterzuziehen. Romana kommts gelegen, mir nicht. Bereits beim Einsteigen stehen mehrere Chinesen auf den Baenken um ihr Gepaeck zu versorgen, da komme ich natuerlich gerade richtig als elftes Weltwunder, der das auch ohne Schemmel schafft. Ergo helfe ich, wo ich kann. Auf meiner Seite hatten sich eine vierer Gruppe alter Schulkameraden niedergelassen. Sie warfen nach alter Sitte den Abfall zu Boden, spuckten, strichen Boegen aufs Polster und alberten die ganze Zeit herum. Ich fands recht amuesant, denn sie hatten mich nach einer Flasche Reisschnaps zu einem Glas mit eingeladen und bewunderten mein Sackmesser. Immer wieder wurden mir Wuerste, Nuesse, Schnaps und Bier angeboten. Muehsam wirds nur wenn man mal nein sagen moechte, denn das akzeptieren sie fast nicht. Lustigerweise hatten sich die alten Kameraden ein Sleeperbett zugemietet, wo sie abwechslungsweise ihren Rausch ausschliefen. Immer mehr Leute stiegen zu und es wurde ein richtiger Spiessruntenlauf zwischen den Gepaeckstuecken und den vielen ueberzaehligen Passagieren. Gluecklich, dass wir den Zug heil verlassen konnten, gings wie ueblich zum Ticketoffice um die naechste Fahrkarte zu ersteigern. Mit dem erst besten Taxi gings ab ins vom Reisefuehrer empfohlene Hotel.
Fragt uns nicht wie wir das angestellt haben, aber wir landeteten doch tatsaechlich in einer Deluxe Sweet. Marmorbad mit Glasdusche, Leopardenspannteppich und Sofa, einfach himmlisch. Das hatten wir nach den Strapazen verdient.

Luo Yang Grotten
Stellt euch mal kurz einen riesen Emmenthaler aus Felsen vor. Jawohl da seht ihr sie , die Grotten von Luo Yang. Sehr beeindruckend schon von weitem, erkennt man beim naeheren hintreten in jedem der Loecher mehrere Buddhafiguren. Sie wurden direkt aus dem Felsen herausgemeisselt und sitzen so in ihren eigenen Loechern. Leider fehlt den meisten der Kopf da Grabraeuber ihr Unwesen trieben. Die aus der Sin Dynastie stammenden Kunstwerke wurden fuer den jeweiligen Kaiser als Mahnmal nach dessen Tod errichtet. Die Figuren weisen die verschiedensten Groessen auf. Man findet von 5 cm bis 20 m alle erdenklichen Buddhaposen. Leider war das Wetter nicht ganz so toll und umso schleierhafter unsere Fotos.

Shaolin Kloster
Nach einer zwei stuendigen Taxifahrt erreicht man das in den Bergen liegende Shaolinkloster Areal. Touristisch gut erschlossen und ueber die Landesgrenze aus bekannt wurde es durch den gleichnamigen KungFu Film. Neben dem ehemaligen Buddhisten Kloster findet man eine Trainingshalle, wo Schueler aus der ganzen Welt Wushu und andere Kampfkuenste erlernen koennen. Als Hauptattraktion und Rechtfertigung fuer den hohen Eintrittspreis steht daneben die Showanlage. Darin werden stuendlich Vorfuehrungen dem Publikum naehergebracht, in welchen mit Jackos, Schwertern und Peitschen wild herumgefuchtelt wird. Hoehepunkt ist ein junger Yoga Krack und eine Glasscheibe, welche mit einer Nadel durchschossen wird.
Im hinteren Teil der Anlage wird man fuer den weiten Spaziergang entschaedigt durch den speziellen Friedhof, der aus hunderten von Pagoden fuer die jeweiligen Meister besteht.


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