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Kaligraphien begleiten den Aufstieg
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Der heilige Berg Taishan

Der heilige Berg Taishan

02.01.2006 09:31:19 (View count: 2847)

Waehrend ihr eure Weihnachtsferien geniesst, strampeln wir uns die verpassten Weihnachtsguezli ab. Oder wie wuerdet ihr das nennen, 1530 Hoehenmeter, Schritt fuer Schritt, Tritt um Tritt, 100, 1000, 6293 Stufen bis zum Gipfel des heiligen Berges Taishan. Ich sag euch da bleibt so manche Schweissperle auf der Strecke liegen und man fuehlt sich wie im Trainingslager. Die chinesische Mauer war dagegen ein Klacks oder aber ein gutes Vorspiel. An so mancher steilen Stelle muss man seine Hoehenangst mit einem Kecks herunterschlucken. Das naechste mal beladen wir uns wie die Chinesen mit Wasserbehaeltern, die ziehen einem so richtig in den Boden und man hat nicht das Gefuehl von der Treppe zu fliegen. Ein jeder Einheimische ist tatsaechlich mit mehreren leeren Flaschen den Berg hinaufgerannt, um danach mit heiligem Trinkwasser gefuellten Kanistern wieder runter zu rennen. Dem Alter sind da keine Grenzen gesetzt. Also los hinter her ist unsere Devise und so gehoeren auch wir zu den ersten Gipfelstuermern.
Der lange Weg nach oben ist gespickt mit Kurzgeschichten. So zum Beispiel ein alter Greis der uns vor Freude, wieso auch immer, einfach in die Arme schloss und so richtig durchknetete.
Zwei drei Treppenstufen weiter werden wir von chinesischen Touristen als Fotomodels genoetigt (was uns uebrigens hier oefters passiert).
Etliche Wegesrandverkaeufer begruessen uns mit einem stolzen "hello" was das einzige Wort ihres spracheigenen englisch Dix ist und sind dann umso verdutzter, wenn wir mit einem freundlichen "ni hao" antworten. Sie laecheln und sprudeln los, alles auf chinesisch, worauf wir nur noch mit einem Achselzucken antworten.
Auf dem Gipfelkloster werden zu guter Letzt noch Romana's Haare von Moenchen auf Echtheit geprueft. Ja ihr duerft sie anfassen.
Nur an Benny's Groesse hat keiner seine Zweifel, jedoch stets einen offenen Mund.
Nach einem viel zu teuren Tee und Kaffee auf dem Gipfel, haben wir den ersten Teil des Abstiegs mit der Bergbahn angetreten. Den zittrigen Knien zu Liebe. Ach wie fuehlten wir uns doch heimisch in der in der Schweiz produzierten Kabine.


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