[ de ]   [ en ]
Galerie
 
Alle Bilder dieses Berichts zeigen   Bericht lesen   Nächstes Bild
 
Bild von: Claudia Engelhardt
Reise: Thailand-Laos-Kambodscha-Vietnam-Malaysia
Bericht: 2 Wochen Laos

2 Wochen Laos

20.06.2018 15:00:46 (6521 mal gelesen)
Sabaidee

Jetzt wird es aber auch langsam Zeit das ihr mal wieder ein paar Neuigkeiten erfahrt. Bis vor einer Woche waren ja der Oberst und die Schnatt noch mit dabei, und trotz vieler relaxter Tage bin ich nicht fueher dazu gekommen einen kleinen Bericht zu verfassen, welch Schande.

Erst nochmal kurz zu unseren letzten Tagen in Vietnam:
Unser 2-taegiger Ausflug in die Halong Bay, eine Bucht vor Hanoi, war mit eines der besten Ausfluege die wir bis dato unternommen hatten. Auch wenn sich die Fahrt bis zum Hafen ganz schoen in die Laenge zog, gelohnt hat es sich auf alle Faelle. Wir uebernachteten auf einem coolen Boot, sahen uns eine riesige Hoehle an, in der wir es locker eine Stunde ausgehalten haetten (das ist eben wieder der Nachteil an einer Tour, man muss immer allen anderen hinterher rennen) Auf dem Boot an sich aber war relaxen angesagt. Es gab kuehle Bierchens und auf dem "Sonnendeck" -es war ja doch alles eher schlicht gehalten- konnte man in einer Liege die vielen grossen, gigantisch aussehenden Felsbrocken im Wasser betrachten. Das hoert sich zwar erstmal recht eintoenig und langweilig an, kann man aber nicht anderes in Worte fassen. Ich weiss nicht wieviele Kilometer weit wir geschippert sind, aber sie waren ueberall ... Berge aus Stein mit vielen schoenen Einbuchtungen.
Einfach ein MUSS fuer jeden der mal nach Vietnam kommt.

Zurueck in Hanoi wollten wir ja dann wie gesagt ins Ho Chi Minh Mausoleum, kamen aber leider nur bis zu dem Museum, da der gute alte Ho Chi Minh gerade restauriert wurde (oder wie man das nennt). Das Museum war aber auch recht sehenswert, ganauso wie die Anlagen und Behausungen wo und wie er damals so gelebt hatte. Da standen noch seine 2 Autos in der Garage und ueber seinem Buerotisch hingen zwei Bilder von Lenin und Marx. Er war wohl ein sehr bescheidener Mensch der viel kluges getan hat. Eigentlich schade das er nun restauriert werden muss.

Dann war der Tag des Abflugs angesagt, vor dem ich mich nun schon seit einigen Wochen gegruselt hatte. Erst ging es mit Vietnam Airline nach Vientianne, die Hauptstadt von Laos. Der Flug war gluecklicherweise einer der angenehmsten Fluege die ich bisher so hatte. Kein einziges Luftloch kreuzte unseren Weg. Der Pilot war ein Englaender, wobei ich aber nicht gleich wusste ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen sein sollte.
In Laos aber mussten wir ja nochmal weiter nach Luang Prabang fliegen, ca. 300km in den Norden. Als wir "eincheckten" bekamen wir erstmal einen grossen Schreck. Eine Gepaeckwage aus dem 15. Jahrhundert und keinerlei Sicherheitschecks. (ich hatte aus Versehen 2 Messer -davon ein recht grosses- im Handgepaeck, was keinen interessierte) Ach, ich muss ja spaeter unbedingt mal ein paar Bilderchen vom Flughafen hier rein setzen. Die sind ja gar zu lustig anzuschauen.
Mir war leider gar nicht so lustig zu Mute als ich draussen nur Propellermaschinen sah ... wir beschlossen uns mal wieder zu betrinken (was diesmal sogar klappte) Ansonsten waere ich wohl nie im Leben da eingestiegen. Es war fuer ungefaehr 30 Leute Platz und mit ziemlichen Turbulenzen (oder waren es nur Luftloecher?) flogen wir ca. 40 Minuten bis wir recht ungehobelt wieder auf dem Erdboden aufsetzten. Wir bekamen zum Glueck nicht ganz so viel davon mit. Unser MP3 Player war bis aufs hoechste aufgedreht und wir sangen froehlich ein paar lustige Lokalmatador Lieder

Oberst und Schnatt waren auch schon da und zusammen suchten wir uns dann eine nette Unterkunft. An diesem Abend war auch noch ein grosses Fest in der Stadt, ein sogenanntes Wasserfest ... es wurden viele huebsche Boote gebaut und am Abend mit viel Trara auf den Mekong entlassen. Die Stimmung war phantastisch, ueberall tanzten die Leute, machten Musik und alle freuten sich. Auch die naechsten Tage in Luang Prabang waren sehr schoen, wir besichtigten die Tham Ting Hoehlen, welche aber nicht ganz so spektakulaer waren. Da war die Klebreisschnapsverkostung kurz vorher umso besser! WIr hielten an einem kleinen Dorf am Rande des Mekongs an, wo die Bewohner eben den Reisschnaps herstellen ... das eine oder andere Flaeschchen mussten wir natuerlich auch mitnehmen.
An einem anderen Tag ging es zu dem Kuang Si Wasserfall, welcher einer der schoensten war die ich bisher gesehen habe. Man konnte unterhalb des Wasserfalls baden gehen oder einfach am Rand bis hoch klettern, oben die Stroemung zu Fuss ueberqueren und auf der anderen Seite wieder runter. Das machte einen riesen Spass und tolle Fotos konnten wir auch schiessen.

Am liebsten waere ich den naechsten Tag nochmal dahin zurueck gefahren, aber wir entschieden uns dann doch gemeinsam fuer die Weiterreise. Unser naechster Stopp hiess dann Vang Vieng, ein von Backpackern ueberlaufenes Doerfchen. Die Unterkunft war 3US$ pro Doppelzimmer, das Essen und das Bier wie immer ober lecker und man konnte dort hervorragenderweise gar nichts dagegen tun. Am Flussufer waren schoene Huetten aufgestellt, wo man sich auf viele Kissen fletzen konnte, Shakes schluerfen und dabei schoene Musik hoeren konnte. Abends hatte in den Kneipen keiner was dagegen wenn man seinen eigenen MP3 Player anschliessen wollte. Es war einfach ein froehliches Backpackerdoerfchen mit vielen betrunkenen Englaendern (darunter aber auch vereinzelte betrunkene Merkerser und Kieselbaecher  ).

Aber das sollte es ja noch nicht gewesen sein. Schlot und ich unternahmen eine 2-taegige Trekking und Kanutour. Oberst und Schnatt wollten auch erst mit, leider erkrankte aber Oberst an dem Morgen an einer Verdauungsstoerung und blieb doch lieber mit seinem Hintern ... in der Unterkunft.
Die Trekkingtour war recht anstrengend, da es immer noch sehr tropisch heiss war und uns die Bruehe ohne Ende herunterlief . Die Unterkunft war ganz idyllisch in einer schoenen Huette wieder genau am Fluss, wo es abends den leckersten Fisch gab den ich bisher gegessen hatte. Wir waren auch mal wieder die einzigsten dort, ... so eine Nebensaison hat doch viele Vorteile.
Auch die Kanufahrt war sehr schoen. Mittags grillten wir Gemuese am Spiess ueber dem Feuer, dazu gab es wie immer Reis und gegen Nachmittag kamen wir dann an einer Hoehle vorbei, die ohne Guide gar nicht zu bewaeltigen gewesen waere. Man musste erst rein schwimmen und drinne war es dann stockduster, wir liefen ein ganzes Stueck mit Kerze und Taschenlampe umher durch Schlamm und Wasser  bis wir uns am anderen Ende durch einen kleinen Spalt wieder herauszwaengen mussten ... wir sahen aus wie zwei Schweine, hatten aber wie immer unseren Riesenspass an der ganzen Sache.

In Vang Vieng blieben wir dann noch ein paar Tage. Oberst und Schnatt unternahmen noch die Aktion mit den Traktor Reifen. Diese Schlaeuche konnte man sich ausleihen, man wurde oben am Fluss abgesetzt und dann konnte man sich langsam zurueck treiben lassen, wobei man rechts und links am Ufer viele Trinkmoeglichkeiten hatte. Ein paar Einheimische haben dort ihre eigene Bar eroeffnet und ziehen die vorbeitreibenden einfach mit einem Stock heran. Klapprig aussehende Springtuerme wurden errichtet und noch viele andere spassbringende Sachen wurden angeboten.

Nun ja, das musste ja nun doch alles mal ein Ende haben. Am 29.10. ging es wieder zurueck nach Bangkok. Erst mit dem Bus nach Vientianne, von dort aus ueber die Grenze nach Nong Khai und da konnten wir auch gleich das Ticket fuer den Nachtzug nach Bangkok kaufen. Wir hatten noch 2 Stuendchen Zeit bis der Zug kam und liessen uns bei einem Nudelsuppenverkaeufer nieder der fuer uns Deep Purple bis zum Anschlag aufdrehte. Die Nudelsuppe sowie auch der Verkaeufer sind waermstens zu empfehlen fuer alle die mal nach Nong Khai kommen sollten! (gleich gegenueber vom Bahnhof)

In Bangkok ging dann wieder die Post ab. In der beruehmten Kao San Road war gerade ein Music Festival, welches wir uns natuerlich nicht entgehen liessen. Ausserdem konnte man da viele schoene guenstige sachen einkaufen (wobei wieder ein Paket gen Heimat versendet wurde) auch die Thai Masseure durften uns wieder stundenlang massieren (fuer 4US$). Nach 3 Tagen Bangkok hatten wir aber dann auch genug davon und am 02.11. startete dann unser gemeinsamer Flieger on Richtung Brunei.

Wie es da dann mit uns weiterging erfahrt ihr im naechsten Bericht  

Seid wie immer ganz lieb gegruesst, Eure Claudi.

ORIGINAL