| Gallery Verbotene Stadt
Weihnachten in Beijing 01.12.2005 20:25:16 (View count: 2825) Schon beim Transfer vom Bahnhof zum Hotel ueberwaeltigt uns die Dimension dieser Stadt, man muss es selbst erlebt haben. Wir moechten hier einwenig das Stadtleben und nicht die in jedem Fuehrer zu lesenden Sehenswuerdigkeiten beschreiben. Der Aufschwung, von dem man in Europa ueberall hoert ist besonders im Stadtteil um unser Hotel zu spueren. Dort gibts Einkaufszenter an Einkaufszenter, eins pompoeser als das Andere. Adrette junge Verkaeuferinnen im Ueberfluss stehen dort in ihren kleinen, sauberen Boutiquen. Neuste Produkte zu sehr hohen Preisen koennen erstanden werden, fuer die normale Bevoelkerung unbezahlbar. Eine Strasse weiter trifft man bereits auf das alte Beijing, wie wir es lieben gelernt haben. Dort gibt es so viel zu sehen. Der Velomechaniker repariert direkt auf der Strasse mit Hilfe einer Werkzeugkiste, einem Bund neuer Pneus und einem Oelfaessli. Der Fischverkaeufer steht direkt neben dem Sockenfabrikant und schreit mit ihm um die Wette, welch super Qualitaet er heute in der Auslage hat. Fruechte werden mit dem Dreiradvelo durch die Strassen gefahren und an mancher Ecke verkauft. Das Velo ist sowieso Transportmittel Nummer eins. Ob mit Passagieren in der Ritschka oder beim Moebeltransport es ist unglaublich was auf einem solchen Gefaehrt alles Platz hat. Wer uebrigens beim Kollegen hinten drauf sitzt, macht sichs ausschliesslich im Damensitz bequem. Aus diesem Grund hat es auch ueberall breite Velostrassen. Die Verkehrsregeln sind dabei einfach. Der Staerkere hat Vortritt und gibt dem Schwaecheren deshalb frueh genug ein Zeichen, sei es mit der Hupe oder der Veloklingel. Aufgepasst an der Ampel gilt dies ebenfalls, denn Rechtsabbiegen duerfen die Autos auch wenn die Fussgaenger gruen haben. Lustigerweise funktionierts und wir haben bis dato weder einen Unfall noch eine grosse Delle gesehen. Neben den ueberfuellten laermigen Strassen gibt es unzaehlige Naherholungsgebiete. In diesen Paerken sind unter der Woche hauptsaechlich aeltere Menschen anzutreffen. Schoen anzuschauen, wie sie in den Pagoden am Jassen sind, Peking Arien zum besten geben, meditierend rueckwaerts laufen oder Sport betreiben. Ja, richtig gehoert: Sport. Denn in Beijing ist das Olympiafieber ausgebrochen und es hat wie immer die Schwaechsten am staerksten erwischt. Die Regierung hat naemlich in allen Parks und an den Strassenraendern Sportgeraete aufgestellt. Dort kann Kraft, Geschicklichkeit, Dehnbarkeit und Ausdauer trainiert werden. Das sind wahre Seniorentreffs geworden. Benny hat sich sogar mal einer Altersgruppe China Heggisaeckispielerinnen angeschlossen (siehe Beweisphoto). Also aufgepasst ihr Schweizer Athleten, die chinesischen Altgedienten kommen.\par Zu Weihnachten musste natuerlich eine Pekingente hinhalten. Sie schmeckte fantastisch und rundete unseren Pekingbesuch ab. Fuer uns ist sicher: Beijing wir kommen wieder, vielleicht zur Olympiade 2008. Folgende Sehenswuerdigkeiten koennen wir jedem waermstens empfehlen: Wer keine Angst vor einem riesen Irrgarten hat soll in die Verbotene Stadt. Wer lange Beine und sich vor grossen Hoehen nicht scheut soll zur grossen Mauer. Wer grosse Parkanlagen liebt und den gruenen Daumen trainieren moechte soll zum Himmelstempel. Wer einfach mal wirklich genug Frieheit zum Skaten braucht soll auf den grossen Platz, den groessten der Welt. Wer sich schon immer mal wie eine Sardine fuehlen will, soll morgens um acht in die Subway, uebrigens sehr einfach und klar strukturiert. Wer eine Eiswanderung im Winter unternehmen will, kann dies beim Sommerpalast wagen. Fuer ein paar ueberdimensionale Maulwurfhuegel geht man am besten die Minggraeber besuchen. Es gibt davon 13 und sie wurden lukrativ verteilt, so dass fuer jedes Eintritt verlangt wird. Fuer Ausgang und feines Essen, sowie einen sonntaeglichen Chinesenauflauf empfehlen wir den Baihai See. Dort kann auch das Schlittstuhllaufen ausprobiert werden. ORIGINAL | |||||||||||