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der mysterioese Grenzbahnhof
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Transsib 2.Teil Irkutsk - UlanBator

Transsib 2.Teil Irkutsk - UlanBator

23.12.2005 14:24:43 (View count: 2378)

Interview Teil 2 zwischen Bernodov und Romanskaja.

R: Wie ich aus deinem Tagebuchbericht entnehmen konnte, bist Du bestimmt mit Muskelkater in die Transib eingestiegen. Wie ist es Dir ergangen?
B: Den Klassenwechsel zum Vierbettabteil haben wir beide gut ueberstanden. Meine Wahl, die obere Bridge, welche uebrigens nicht meiner Laenge gewachsen ist, zu benuetzen, war anfaenglich mit Aufstiegsschmerzen verbunden. Der Komfort und die Privatsphaere blieben erhalten, da keine anderen Passagiere zustiegen.

R: Aus dem Transibfuehrer ist zu entnehmen, dass die Grenzuebergaenge jeweils langweilig sind. Kannst Du das unterstreichen?
B: Die ersten drei Stunden verbrachten wir mit lesen und auf dem Pairron spazieren. Danach kamen die Zollformalitaeten, sowie Pass- und Visakontrolle. Da kam so richtig Spannung auf, als der russische Zoellner entdeckte, dass unser Visum zu kurz war. Das Konsulat in der Schweiz hatte anscheinend unsere Aufenthaltsdauer nur bis zum 7. anstelle des 17. Dezember eingetragen. Da hiess es als Erstes: "Do you have money? 2200 Rubel!" Leider hatten wir nicht mehr soviel und 100 USD wollte er nicht annehmen. Darauf mussten wir ins Wartezimmer von seinem Buereau, dort eine Stunde warten, bis ein anderer uns zurueck in den Zug schickte. Jetzt ging es noch 1.5 Stunden bis der Zug fuhr und wir hatten immer noch keine Paesse. Wie auf Nadeln tigerten wir in unserem Abteil auf und ab, noch eine Stunde, eine Halbe, eine Viertel, da kamen Sie endlich mit einem "Everything is allright-Smile" und wir waren happy. Bei den Mongolen mussten wir nur drei Stunden warten bis es weiter ging, dafuer ohne Komplikationen.

R: Wie hat sich die Landschaft von Sibirien zur Mongolei veraendert?
B: Am Abend noch die verschneiten Huegel und Waelder Sibiriens am Fenster vorbeiziehend, eroeffneten sich am folgenden Morgen die unendlichen Steppen der Mongolei. Die Sonne reflektierte sich in der goldbraunen Erde als waeren wir mitten im Sommer gelandet. Einzig die vermumten Personen zeugten von der herrschenden Kaelte.

Guter Tip zum Schluss: Gruendliche Checks der Visen im Voraus erspart so manches Nervengekitzel.


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