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Langlauftour am Baikalsee 15.12.2005 09:00:29 (View count: 2858) Durch unseren Top Reiseplaner wurden wir direkt auf dem Perron von Irkutsk abgeholt. Von dort aus gings ueber die holperigen, als haetten wir nicht schon genug davon, Strassen nach Listvjanka, wo wir von einer fuer uns typischen Gastmutter mit einem Laecheln begruesst wurden. Endlich einmal auf festem Untergrund schlafen! Am naechsten Tag erkundigten wir das langweilige Doerfchen und besichtigten das ueberaus interessante Baikalmuseum mit Olga unserer deutschsprachigen Fuehrerin. Am Abend fuhren wir wiederum zwei Stunden zurueck zum Irkutsker Bahnhof durch das Strassengettho Sibiriens, wo dann und wann ein alter Lada mitten auf der dreispurigen Hauptstrasse den Geist auf gab. Zum Glueck wurden wir jeweilen mit modernen VW-Bussen verschoben, welche mit einer Zusatzheizung ausgestattet waren, da die Aussentemperatur bereits -25 Grad Celsius betrug. Am Bahnhof angekommen begruesste uns Sergei unser Tour-Begleiter mit 2 Paar Langlaufskiern. In perfektem englisch erklaerte er unsere weiteren Plaene: Hier nun eine Kostprobe aus Bennys Tagebuch: Sergei machte vor und wir hintendrein. Schnell stellte ich mich als Bremsklotz der Truppe heraus. Durch meine mangelnden Skikenntnisse , naemlich gar keine, lief mir der Schweiss nur so runter. Dies nicht nur beim aufwaerts oder geradeaus fahren, was bei ungenuegender Technik besonders schwer war, sondern vor allem beim Herunterfahren schoss mir der Angstschweiss nur so aus den Poren. Dabei verlor ich meist das Gleichgewicht und viel hin. Zum Glueck war mein motivierender Engel dabei, welcher mich immer wieder laechelnd anfeuerte und mir versuchte den "Staemmboegler" beizubringen. Fazit : drei bis vier blaue Flecken und alle Kleider von Schnee und Schweiss durchtraenkt. Gluecklicherweise ging Sergei ein Stueck voraus uns die Bagna (russische Sauna ) ein zu heizen. Nach einer verdienten Ruhepause goennten wir uns auch dieses Abenteuer. Bereits im Vorraum bildeten sich Schweisstroepfchen auf unserer Stirn. Im Garraum selber war es gegenueber den vortaegigen 95° C einiges heisser. Die Skala mit 120° C war ueberschritten, was uns zu einer Schaetzung durch den flimmernden Wasserdampf von etwa 130° C veranlasste. Dies verkuerzte unsere Besuche enorm und blieb bei dreimaligen fuenf Minuten. Um so schoener waren die nackigen Abkuehlungen im Sibirischen Schnee. Wir liessen uns durch einen typischen Znacht mit Teigravioli und Wodka von Sergei verwoehnen und spielten danach den russischen Jass "Dummkopf". Aesserst amuesant, besonders wenn der Dummkopf meist weiblicher Natur ist. ORIGINAL | |||||||||||