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Auf dem Bahnhof von Novosibirsk
Auf dem Bahnhof von Novosibirsk
 
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Bild von: Romana & Benny Hohl Kammer
Reise: Aus der sibirischen Kälte ins tropische Mittelasien
Bericht: Transsib 1.Teil Moskau - Irkutsk

Transsib 1.Teil Moskau - Irkutsk

12.12.2005 08:48:16 (View count: 3028)

Interview zwischen Bernodov und Romanskaja.

B: Voller Elan bist du in unser Abteil eingezogen, was hat dich so fasziniert?
R: Die stilvolle Einrichtung mit den barocken Vorhaengen und den dekorativ kitschigen Bildern hat unser Abteil wie eine kleine Stube wirken lassen. Einzig der eingebaute 17" Flat-TV passte nicht ins Bild.

B: Wie war es um die Hygiene und Wasserqualitaet bestellt?
R: Es war ausgesprochen sauber. Alles war frisch bezogen, die Handtuecher waren bereitgelegt und jeden Tag kam die Staubsaugerin zu Besuch. Die Toilette wurde auch regelmaessig gereinigt und durch einen Duftdispenser vom Gestank der Mitfahrgaeste befreit. Abgekochtes Wasser konnte zu jeder Zeit vom Wagon eigenen Boiler, fuer Tee und Kaffee, geholt werden.

B: Wie fuehlten sich die Schlafbridgen an?
R: Eigentlich ganz ok. Ich weiss nicht ob es an der Waerme oder am Geholpere lag, dass ich die erste Nacht nicht schlafen konnte.

B: Ist das der Grund weshalb du mit leichenblassem Gesicht durch den Wagon torkeltste?
R: Ich fand es Wort woertlich zum kotzen. Dieses ewige Geholper ist mir uebel aufgestossen. Dank sei den Migrosfrischhaltebeuteln die die Groesse bewiesen haben, meinem Mageninhalt Stand zu halten. Durch deine bemutternde Pflege ging es mir aber bald wieder besser.

R: Du als Vielfrass und Feinschmecker kannst mir bestimmt etwas aus der Transib Speisekarte empfehlen?
B: Zur Vorspeise schlage ich eine Slojanka (russische Fleischsuppe) vor. Zum Hauptgang das immer mit sehr viel Fett zubereitete Rinds - Stroganov mit Bratkartoffeln. Obendrein darf die aeusserst oelig frittierte Teigtasche (Pjraschki), gefuellt mit Kartoffeln, als Dessert nicht fehlen.

R: Wie hast du zusaetzlich des vielen Essens die vorueberziehende Landschaft verdaut?
B: Ueberraschend abwechslungsreich. Von den Grosstadt Slums in Moskau zu den malerisch verschneiten Waeldern und Ebenen Sibiriens hat es an Nichts gefehlt.

R: Wie hast du den ersten Perronaufenthalt bei -30 Grad empfunden?
B: Speziell, fast schockierend wuerde ich sagen. Besonders wenn man aus dem viel zu fest geheizten (ca. 25 Grad heissen Abteil) in die fuer uns ungewohnte Kaelte heraustritt, stockt einem schon der Atem. Es stellte mir fast den "Schnauf" ab. Die Kaelte nagte vor allem in der Nase, wo sich Haare und Boegen zu Eis verklumpten.

Uebrigens als kleiner Tip zum Schluss: Wechsle nie mit nassen Haenden die Wagons sonst bleiben dir die Haende am Tuergriff kleben!

Naechstes Interview der zweiten Strecke folgt ...


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