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Bild 6- Pingujunges im Nest
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Bild von: Moritz Gnehm
Reise: Round-the-world
Bericht: Argentinien- Whale watching at Peninsula Valdes

Argentinien- Whale watching at Peninsula Valdes

05.12.2004 (View count: 2480)
Kaum in Puerto Madryn angekommen ging es mit dem Bus 100 Km weiter nordöstlich nach Puerto Pyramides. Laut Reiseführer solls da einen schönen Campingplatz geben mit allem drumm und dran. Naja, mehr als Sand und Abfall gabs da nicht wirklich und zu allem hin haben wir noch die Zeltunterlage auf der Anreise verloren. Auch sonderlich waren die Wetterverhältnisse: Es herrschten Temperaturen um 30 Grad, was um diese Jahreszeiten für diese Region doch sehr ungewohnt ist.
Niedergeschlagen und etwas betrübt legten wir uns direkt nach dem Zelt aufstellen an den Strand. Natürlich ohne Sonnencreme.....
Von der Hitze aufgewacht sahen wir uns zum ersten Mal einwenig um und siehe da: da tummelten sich wahrhaftig Wale direkt vor unserer Nase!!! Es war eindrücklich, die Wale 100 m von uns entfernt spielen zu sehen.
Bei den Walen handelt es sich um Southern Right Whales. Jene Wale können bis zu 16 m lang und 6 t schwer werden. Zur jetztigen Zeit befinden sich noch die restlichen Muttertiere mit ihren Jungen in der Bucht.
Bei den Touranbietern angekommen, trafen wir Guillermo (Profitangotänzer aus Buenos Aires) und Petra (deutsche Ergotherapeutin) ein 2. Mal ( 1. Mal im Bus). Kurzentschlossen schlossen wir uns der Gruppe an. Die Wetterverhältnisse waren optimal, das Wasser war spiegelglatt und klar.
Wie schon erwähnt waren die ersten Wale vom Ufer her sichtbar und mit dem Boot schnell erreichbar. Der erste Wal war eine Mutter mit einem Baby. Für etwa 5 min konnten wir die beiden aus nächster Nähe betrachten und natürlich fotografieren. (Bilder 1 und 2)
So ging es dann weiter und wir sahen insgesamt etwa 7 - 8 Wale! Leider konnten wir keine Sprünge und sonstige grossartigen Aktivitäten aus nächster Nähe betrachten.
Wieder zurück an Land beschlossen wir mit Guillermo und Petra am nächsten Tag einen Tourbus aus Puerto Madryn kommend abzupassen. Ziel: Rundfahrt Peninsula Valdes mit Besichtigung von Orkas, Pinguinen, Seelöwen und Seelephanten.
Auch hier hatten wir viel Glück, da wir einen halbleeren Bus entdeckten und Guillermo den Preis auf die Hälfte runterdrücken konnte ( Einheimischer Bonus.....)
Punta Norte war unser erstes Ziel. Dieser Ort ist weltbekannt für die Forschung der Orkas. Es ist einer von 2 Orten auf der Welt an dem die Orkas eine spezielle Jagdmethode beherrschen. Sie werfen sich mit der Welle an den Strand und versuchen auf diese Weise Seelöwen zu jagen.
An diesem Tag war das Wetter wohl zu schön, so dass uns dieses Naturschauspiel leider entging. Wir sahen nicht mal eine Flosse im weiten Meer.......
Nächstes Ziel waren die Pinguine. Aus nächster Nähe konnten wir das bunte Treiben der quirlligen Tierchen beobachten. Besonders einer stellte sich sehr zur Schau. Anhand seiner strammen und lustigen Posen war heiteres Berufserraten angesagt. Unser Tip: Profipinguinfotomodell! (Bild 3)
Einen schönen Abschluss gewährten uns die imposanten Seeelephanten. Hier durften wir zum ersten Mal ganz an den Strand herunter gehen. Aus sicherer Distanz erlebten wir einige Machtkämpfe von männlichen Seelephanten. Ein Mänchen kann bis zu 6 m lang und 4000 kg schwer werden!!!
Ausser dieser Machtkämpfe war der Tag der Frieden pur. (Bilder 4 und 5)
Sogar unser Tourfahrer war ganz hingerissen und überbot jeden mit seinem gigantischen Fotoobjekiv. Armadillo, Fuchs, giftige Schlange, Hasen, Lamas, Schafe und Pferde sind nur eine kleine Auswahl von dem was wir sonst noch gesehen haben....................
Nach den Naturerlebnissen auf der Halbinsel ging es mit dem Nachtbus nach Rio Gallegos, 1200km südwärts in 16h. Von hier aus unternahmen wir eine Privattour (da wir an diesem Tag die einzigen Touris waren) zur zweitgrössten Pinguinkolonie Argentiniens ; Capo Vergines. Warum hat es überall dort wo sie Touren anbieten keine geteerten Strassen???120km (one way) Schotterweg war angesagt.....
Auch hier war das Timing perfekt; November ist Brutzeit. Die Pingumutter legt immer 2 Eier in ihr Nest unter einen Patagonienstrauch. Das Erstgeborene wird beim Füttern bevorzugt und demenstsprechend sind auch die Überlebenschancen grösser.....So sahen wir unter den Sträuchern sehr viele Jungen; grau und flauschig; zuckersüss!!!!!! (Bilder 6 und 7)
Hier leben in unberührter Natur auf mehreren Quadratkilometern 100'000 Pinguinpaare; welch Anblick!
Zum Abschluss hatten wir einen atemberaubenden Ausblick vom über 100 Jahre alten und 50m hohen Leuchtturm bei rauher See und viel Wind. An diesem Ort liegen übrigens über 60 Schiffe unter Meer.......

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