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Bild von: David Pulver
Reise: Sprachaufenthalt in Vancouver (Kanada)
Bericht: Vancouver Island

Vancouver Island

10.08.2004 (View count: 3161)
Das letzte Wochenende haben wir auf Vancouver Island verbracht. Vancouver Island ist eine grosse Insel, welche vor Vancouver liegt (siehe Karte).
Wir waren 4 Personen, ein Mexikaner, eine Koreanerin sowie eine Japanerin. Da der Montag frei war (BC Day), hatten wir 3 Tage für unsere Reise zur Verfügung. Am Samstag morgen früh sind wir mit dem Bus zum Horseshoe Bay gefahren, wo wir die Fähre zur Ueberfahrt auf Vancouver Island gebucht haben. Nach 90 Minuten legten wir in Nanaimo an. Dort haben wir ein Auto gemietet, da unser Ziel die Westküste von der Insel, genau gesagt Tofino war. Tofino ist bekannt für den kilometerlangen Strand, den Long Beach. Ausserdem ist die Westküste von Vancouver Island beliebt bei Surfern. Am Samstag Vormittag haben wir uns also Nanaimo angeschaut, bevor wir nach Tofino gefahren sind, wo wir auch ein Hotel für 2 Nächte gebucht haben. Unterwegs nach Tofino sind diverse Naturparks zu bewundern, die Wälder und Seen sind
wirklich unglaublich schön und auf Fotos kaum einzufangen.
Zwischen Tofino und Ucluelet (das nächste grössere Dorf an der Westküste) sind auch diverse Spaziergänge angelegt, um die natürliche Schönheit der Insel den Besuchern näherzubringen. Unter anderem sind Regenwälder, riesige Zedern und wunderschöne Strandlandschaften zu
bewundern. Am Sonntag morgen wollten meine 3 Reisekamaraden "Whale Watching" gehen, ich wollte in dieser Zeit Surflektionen nehmen. Da es sich um ein verlängertes Wochenende handelte, stellte sich die Suche nach einem Surflehrer als ziemlich schwierig heraus: alle
Surfschulen waren Samstag abends bereits ausgebucht. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, habe
ich eine Verkäuferin in einem Laden gefragt, ob sie evtl. eine Möglichkeit wüsste. Sie sagte, ihr Freund sei auch Surfer und sie könne ja ihn anfragen ob er Lust hätte mir Surflektionen
zu geben. Gesagt, getan. Er sagte, er wäre bereit, mir eine Privatlektion für $80 zu geben.
Am Sonntag morgen ging ich mit etwas gemischten Gefühlen zum telefonisch vereinbarten Treffpunkt. Ich befürchtete, dass es sich um einen schlecht ausgebildeten Surfer handelte, welcher das Geld nicht wert war. Am Treffpunkt angelangt, traute ich meinen Augen nicht: vor mir stand Sepp Bruhwiler, ein professioneller Surfer, welcher weltweit ziemlich bekannt ist. Ich hatte vorher in Vancouver schön öfters von ihm gehört, er ist auch in diversen Surfmagazinen
vertreten. Auf seinen Namen angesprochen, erzählte er mir, er hätte auch den Schweizer Pass und sei öfters in der Schweiz. Leider sprach er aber nur sehr schlecht deutsch, deshalb sind wir beim Englisch geblieben. Ich bin ja schliesslich auch da, um Englisch zu lernen ;-)

Zu Beginn fragte er mich, ob ich Angst vor hohen Wellen hätte, was ich natürlich verneinte. ;-) Deshalb sind wir zu einem speziellen Strand gefahren, auf welchen sich fast nur fortgeschrittene Surfer aufhalten. Die 3-stündige Lektion war das Geld echt wert, ich hab eine Menge gelernt und konnte am Ende ca. 5 Sekunden auf dem Brett stehen (was nicht ganz selbstverständlich ist). Ausserdem hab ich fast 2 Liter Wasser geschluckt und mir diverse Beulen eingefangen ;-)

Am Abend wollten meine asiatischen Reisegenossinnen unbedingt Sushi essen gehen. Ich hatte vorher noch nie Sushi gegessen und war mich nicht ganz sicher, was mich da erwartet. Der Geschmack war auf jeden Fall etwas gewöhnungsbedürftig und es war viiiel zu wenig,
aber ich werds trotzdem wieder versuchen. Nach dem Essen haben wir dann den noch einmaligen Sonnenuntergang von Tofino bewundert. (siehe Fotos)

Am letzten Tag haben wir noch einige Spaziergänge unternommen, bevor wir wieder zurück nach Nanaimo gefahren sind. Eigentlich wollten wir zur Ueberfahrt nach Vancouver diesmal das Wasserflugzeug nehmen, leider waren aber alle Flüge ausgebucht, so dass wir trotzdem wieder mit der Fähre zurückgefahren sind.

Dafür haben wir am nächsten Tag einen Rundflug mit dem Wasserflugzeug um Vancouver gebucht. Die Fotos davon findet ihr einem nächsten Bericht.



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