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Mutter Bär
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Bild von: David Pulver
Reise: Sprachaufenthalt in Vancouver (Kanada)
Bericht: Rocky Mountains

Rocky Mountains

12.07.2004 (View count: 2739)
So, endlich finde ich wieder mal Zeit, meine Erlebnisse mit euch zu teilen.

Letztes Wochenende sind wir für 4 Tage in die Rocky Mountains gefahren. Am Donnerstag, dem 1. Juli war Nationalfeiertag in Kanada, und da am Freitag sowieso nur morgens Schule ist, haben wir beschlossen, ein verlängertes Wochendene zu machen. Erst wollten wir aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten die Nächte auf einem Campingplatz verbringen, doch bedingt durch die kurzfristige Planung waren wir nicht in der Lage, die benötige Ausrüstung aufzutreiben. Somit einigten wir uns, soweit als möglich in Jugendherbergen zu übernachten und uns selbst zu verpflegen.

Am Donnerstag morgen früh gings also los. Als Transportmittel haben wir 2 Auto gemietet, ein Pontiac Grand Prix sowie ein Chevrolet Impala. Der 1. Tag verlief ziemlich unspektakulär, da wir den ganzen Tag unterwegs waren. (Distanz zu den Rockies ca. 800 km). Die meiste Zeit bin ich und mein mexikanischer Kollege Israel gefahren, da die meisten anderen unter 25 Jahren waren. In Kanada ist es zwar möglich, ab 19 Jahren ein Auto zu mieten, man muss jedoch einen speziellen (ziemlich hohen) Aufpreis zahlen.
Die Fahrt selbst war ziemlich langweilig, da stundenlang nichts anderes als Wald zu sehen war.

Unterwegs versuchten wir telefonisch eine Jugendherberge (Hostel) zu reservieren, was sich als ziemlich schwierig erwies, da auch viele Kanadier das lange Wochenende zum Reisen benutzen. Schlussendlich fanden wir eine kleine Herberge mitten im Wald ohne fliessendes Wasser. Genauer gesagt, handelte es sich um einige Blockhütten mit Schlafgelegenheit (siehe Fotos). Nach einem ausgiebigen Barbacue gings dann auch schon bald ins Bett.

Am nächsten Tag (Freitag) reisten wir zum berühmten Lake Louise, welcher ca. 300 km enfernt war. Unterwegs machten wir häufige Stops, um die unglaublich schöne Natur Kanadas zu bewundern. Es ist ziemlich schwierig, diese einmaligen Eindrücke auf Fotos festzuhalten, die Seen sind in Wirklichkeit noch viel blauer, die Wälder grüner, die Berge grösser ;-)

Unterwegs haben wir auch noch einige Schwarzbären angetroffen, einmal sogar einen Grizzly, ich hatte meine Kamera aber leider nicht genug schnell zur Hand. Eine Bärin war sogar mit ihren Jungen unterwegs, und dies nur ca. 50 Meter von uns entfernt! Es ist schwierig zu glauben, wie gefährlich diese Tiere wirklich sind; sie sehen so friedlich und
putzig aus.

Die 2. Nacht schliefen wir in einem ziemlich teuren Hostel in der Nähe vom Lake Louise. Am nächsten Tag gings dann auf Richtung Banff, die letzte Station unserer Reise. Die Fahrt dahin war sehr schön, da die Strasse der Baumgrenze entlang verlief und wir die schönen Berge und Gletscher der Rockies bewundern konnten. Die Bergwelt ist auch für einen Schweizer echt sehenswert. Am Nachmittag trafen wir in Banff ein, wo wir das Städtchen besichtigen und uns mit Souvenirs eindeckten.

Für die Heimfahrt teilten wir unsere Gruppe, da ich und einige andere unbedingt das Fussballfinale sehen wollten. Da Kamloops als nächste grössere Stadt mit Pubs etc. 600 km entfernt war, mussten wir um 5.00 Uhr morgens aufstehen (bedingt durch die Zeitverschiebung beginnt der Match um 11.45). Wir fanden auch tatsächlich ein Pub, in welchem der Match gezeigt wurde.... die Frage, ob sich das frühe Aufstehen gelohnt hat, könnt ihr selbst beantworten...

Insgesamt sind wir in den 4 Tagen 2'300 km gefahren, aber die Fahrt hat sich wirklich gelohnt. Der einzige negative Punkt war, dass ich immer noch keinen Elch gesehen hab :-(



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