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Nette Ueberraschung...
Nette Ueberraschung...
beim Muell entsorgen (auf Fitzroy Island)
 
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Bild von: Zimmermann resp. Reuteler Raphi und Nadine
Reise: JAP–NZ–AUS
Bericht: Fitzroy Island and Rainforest-Hike

Fitzroy Island and Rainforest-Hike

01.12.2002 (View count: 2529)
FITZROY ISLAND

Es kommt ein seltsames "Honeymoon"-Gefuehl auf, wenn man fruehmorgens mit dem Katamaran auf eine einsame Insel zusteuert. Und auch das Wetter spielt (einmal mehr) hervorragend mit - 35 Grad und sonnig! Dort angekommen ueberraschte uns erst einmal ein Gekko in unserem kleinen "Bunk-House", worauf Zemi (unter Schock?) auf den naechsten Abfalleimer draussen zusteuerte... wo noch eine viel groessere Eidechse wartete! Auch auf dem Viertelstunden-Walk zum etwas abgelegeneren Nudey-Beach raschelte es staendig; weitere Lizards, Geckos, Eidechsen, Salamander oder aehnliche Kriechviecher - und neu das Fitzroy-Huhn - kreuzten unseren Weg. Wir waren eigentlich auf einen FKK-Strand gefasst (Nudey!), konnten aber vorerst keine Nackedeis entdecken, worauf wir uns in unserer Bade-Kluft an den toten Korallen-Strand niederliessen. Von weissem Strand weit und breit keine Spur! Nachdem wir doch noch ein paar "Adams" und "Evas" entdeckten, entbloessten auch wir uns langsam - beschlossen aber gemeinsam, das Ganze nicht auf Bildern festzuhalten (zu frueh gefreut, Folks!). Abends verwandelt sich die Insel in das Mallorca von Australien - zu Scharen kommt das Party-Volk vom Festland per Party-Schiff nach Fitzroy. Wir erfreuen uns am riesigen Buffet, nicht aber am Techno-Sound (wie fast alle anderen). Um 23.30 und nach zahlreichen Jim Beam-Colas hat uns aber der Rock-Gott erhoert und fuer die kommende halbe Stunde bis Mitternacht rockt es maechtig: Zu AC/DC und System of a Down wird "geheadbangt" - wird sind nun fast die Einzigen auf der Buehne (den Geduldigen gehoert die Show!). Nachdem alle Schnapsleichen auf das Mitternachtsboot verfrachtet wurden, ruhigt es sehr schnell am Ballermann von Cairns und wir finden muede und gemeinsam mit zahlreichen Geckos in den Schlaf!


RAINFOREST HIKE

Uuuf, ganz nervoes bin ich (Nadine); auf was hab ich mich da eingelassen? 2 Tage total 20 Kilometer durch den Regenwald zu wandern mit 15 Kilogramm Gepaeck... schon sehe ich wieder das sorgenvolle Gesicht meiner Mutter vor mir. He, waer doch gelacht, ich schaff das doch! Morgens um 7 werden alle Teilnehmer in Cairns eingesammelt. Diesmal ist Andy unser Tour-Guide. Wir sind 4 Frauen und der Hahn im Korb - Raphi! Jetzt geht es unseren Rucksack abholen.
Unsere Ausruestung fuer die 2 Tage:
- 1 Teller
- 1 Becher
- 1 Gabel
- 1 Taschenlampe
- 1 Moskito-Stift *wird oft gebraucht*
- 1 Haengematte
- 1 Blache
- 1 Sack mit irgendwelchen Esswaren
- Badehose

und los gehts. Bin ich erleichtert, ich denke das Gewicht ist hoechstens 10 Kilogramm! Wir fahren ca. 20 Kilometer suedlich von Cairns zum Little Malgrave River Valley. Dort wird der Bus im Busch parkiert und los geht es zu Fuss. Im Gaenseschritt schreiten wir hintereinander durch das Dickicht. Denn wenn man jetzt zu langsam ist, verliert man leicht die Orientierung und den Weg! Wir sind umgeben von 30 Meter hohen Baeumen aller Art. Immer wieder sehenswert sind die Fig Trees mit den grossen Wurzeln. Wir werden belehrt vor was wir uns in Acht nehmen muessen. Spiders gibt es ganz wenige... also keine Gefahr. Aber natuerlich gibt es Schlangen. Und giftige Pflanzen. Unser Tour-Guide macht uns immer wieder auf die giftigen Verwucherungen aufmerksam. Bald gibt es auch ein Stopp am Little Mulgrave River und wir stuerzen uns zur Abkuehlung in den Fluss. Super, rund um uns nichts ausser Pflanzen, Voegel, und sonstige Insekten.
Es geht weiter... und unser Tour-Guide befragt uns ueber unsere Schwimmbeherrschung. Ja, schwimmen koennen wir - also kein Problem. Jetzt wissen wir auch warum, unser Camp befindet sich auf der anderen Seite des Rivers. Ist ja nicht tragisch, denn es hat sowieso wenig Wasser! Also beschliessen wir anstatt ohne Schuhe durch den Fluss zu waten uns ein Spass draus zu machen mit Rock-Jumping. Wer am trockensten drueben ankommt hat gewonnen. Und tatsaechlich einige Socken mussten Nachts an die Haengeleine. Wow, ich hab's geschafft mit trockenen Schuhen, aber auch mit sehr viel Hilfe von Raphi.
Vor uns liegt der Platz wo wir unser Camp errichten. Wie wird am besten die Haengematte befestigt? Auch das schaffen wir. Und inzwischen ist Andy mit kochen beschaeftigt. "Everybody listen" ruft Andy ... wir fragen uns was das soll und bereits liegt ein komisches leises Zirpen in der Luft. Das Zirpen kommt auf uns zu wie eine Welle und wird immer lauter, nun ist die Lautstaerke fast nicht mehr aushaltbar. Das Trommelfell wird gefordert. Es sind Cecadas, das Gezirpe dauert genau 15 Minuten (nur in den Sommermonaten). Der Zweck: die Maennchen fordern zum Liebesspiel auf (na, na...) - ist aber wahr, das ist der Paarungsruf. Stellt Euch das mal bei uns Homosapiens vor (...)Nach dem Taschenlampen-Dinner schwingen wir uns in die Haengematten und geniessen jedes Gerausch. Mittlerweile kreischen auch ein paar Fledermaeuse und immerwieder schlagen Fruechte auf dem Boden auf. Meine einzige Angst: hoffentlich faellt mir nicht so ein Ding auf die Birne! Morgens um 3 Uhr muss ich leider Andy wecken, nachdem Raphi meint: "das ist ein Blutegel, was du da am Nacken hast." Besser wir fragen den Experten. Nein, es ist eine Zecke. Ich werde kurz verarztet und ab geht's wieder in unsere Open-Air-Suite. Wir werden morgens von laestigen Stech-Fliegen (eigentlich Bremen) geweckt und packen unser Schlafgemach zusammen. Dabei bemerkt Zemi eine weitere Zecke auf seinem Kopf, welche umgehend durch Dr. Andy "herausoperiert" wird. Diese Ticks habens just auf uns zwei Huebschen abgesehen! Heute wird gewandert wie wenn wir ein Marathon gewinnnen muessten. Andy hat ein arges Tempo drauf und wir freuen uns ueber jeden Drink-Stop. Uebrigens trinken wir das Wasser aus dem Fluss - es fehlen ja Pubs und gemuetliche Jungle-Bars! Nach einem weiteren Schwumm in einem Regenwald-Pool (mit 1, 2 und 3-Meter-Naturspringturm) ist das Abenteuer spaet Nachmittags beendet, als wir gluecklich (und erschoepft) beim Kleinbus zurueck sind. Um eine riesige Erfahrung reicher!

In ein paar Stunden sitzen wir nun bereits im Flieger zurueck gen Zuerich - wir koennen's noch gar nicht fassen! Zur Eingewoehung gings heute Sonntag (erster Advent bei 35 Grad!) noch zu Nick's Swiss-Restaurant in Yungaburra. Dort lief sogar "Resi, ich hol Dich mit dem Traktor ab...!" - Gruesse hierbei an den ontravel.ch-Master Res, der das Ganze hier ja ermoeglicht!

Bis Bald im Winter:

Raphi & Nadine

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