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Das Highlight
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The Twelve Apostles
 
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Bild von: Zimmermann resp. Reuteler Raphi und Nadine
Reise: JAP–NZ–AUS
Bericht: Great Ocean Road

Great Ocean Road

25.11.2002 (View count: 2445)
Day 14 (12.11.) Adelaide City (---)

Der erste Tag ohne unseren Toyota Hilux! Den liessen wir beim Caravanpark am Westbeach (bei Glenelg) und absolvierten die 9 km zur City mit dem Bus. Komisch nur: Die Hinfahrt kostete 1.90 $, die Rueckfahrt das Doppelte (...) Das Zentrum erreicht man an der Currie Street und von da spazierten wir durch die (schon reichlich geschmueckten) weihnachtlichen Einkaufs-Strassen. Lange verweilten wir uns in einem Buchladen (Lesestoff musste her fuer die kommenden Fluege) und auch ein Metall-Musikladen wurde prompt gefunden, wo Zemi schliesslich seine Metallica-Sammlung um ein rares Stueck erweitern konnte! Auf die Frage, wo es denn hier in Adelaide abends "rockt", meinte der Verkaeufer lapidar: "Forget it! Stay at home...". OK, wir werdens in Sidney wieder versuchen! Stattdessen gings dann zum Chinesen an der Hindley Street zum Abendessen, aber naehere Einzelheiten moechten wir Euch eigentlich ersparen... die groesste Enttaeuschung bis jetzt ueberhaupt. Ausser dem Bier konnte man so ziemlich gar nichts geniessen. Wir rufen zum totalen Boykott auf: Geht nicht zum Chinesen an der Hindley Street!


Day 15 (13.11.) Adelaide - Robe (356 km)

Nach einer sehr stuermischen Nacht (wir meinen das Wetter), mit REGEN und Windsturm, verliessen wir die 1,1 Mio-Metropole ueber die Adelaide Hills Richtung Suedosten. Der "San Bernardino" von Australien findet man auf der ersten richtigen Autobahn seit unserem Start in Darwin zwischen Adelaide und Murray Bridge (Princess Highway). Nach Murray Bridge gings wieder auf eine nicht so befahrene Nebenstrasse, wo wir in Meningie am Lake Albert eine Pause einlegten. Von da koennen wir von einer der unglaublichsten Glace-Auswahl berichten: Die beruehmten Magnum-Glacen gibt es in 8 verschiedenen Geschmacks-Sorten (u. a. Mint, Caramel, Strawberry) - da konnten auch wir nicht widerstehen! Der naechste Abschnitt bis ins Fischerdoerfchen der ersten Stunde (Robe) legten wir auf einer kurvigen Kuestenstrasse zurueck. Aber nach 3000 km "geradeaus fahren" (Stuart Highway) kommt einem jede weitere Strecke wie ein Formel-1-Circuit vor. In Robe angekommen bestaunten wir einige waghalsige Surfer, die sich bei 15-Meter-Wellen ins Meer trauten. Bei einem feinen Znacht, diesmal zubereitet von der "neuen" Chefkoechin Nadine, wurde (endlich) die Champagner-Flasche - das Present von unserem Wagen-Vermieter Apollo - gekoepft!


Day 16 (14.11.) Robe - Port Fairy (322 km)

Der Spruch dieses Morgens: "Wo ist dieser verda**te 3. Gang?" Lenker Zemi hatte heute so seine liebe Muehe mit der Linksschaltung, das ganze blieb indessen ohne Folgen! Auch selten: Kurz zwischendurch konnte ich mal den Scheibenwischer (auch dieser ist links!) betaetigen fuer 5 Minuten oder ein paar schwarze Wolken. Uebrigens: Wisst ihr, wie man einen europaeischen Autofahrer erkennt? - Nein, nicht auf der linken Spur; das Auto naehert sich kriechend Richtung Kreuzung in nervoeser Scheibenwischer-Aktion. Ha, wieder mal einer der den Blinker nicht findet! Mittags fuhren wir in Mt. Gambier ein, wo wir den ersten Fast-Food-Laden aufsuchten. Warum "Burger King" hier auf dem Lande "Hungry Jacks" heisst, konnte uns bis jetzt auch noch niemand erklaeren. Danach fuhren wir zum nahen Blue Lake, der in einer erloschenen Vulkankrater-Lanschaft liegt mit 3 weiteren Seen. Dieser Blue Lake macht seinem Namen wirklich alle Ehre, denn durch eigenartige Stein-Partikel erhaelt er zwischen November und April eine intensiv blaue Farbe. Bei einer Wanderung in einem kleinen, aber sehr schoen angelegten Wildlife-Park in diesem Gebiet gab es wieder viele interessante Voegel zu beobachten. Des weiteren wurde Zemis absolutes Lieblingstier gesichtet: Der seltene Langnasen-Priorot. Eine Mischung zwischen Wombat und Maulwurf (oder so). Inmitten einer Gruppe von sehr zahmen Kanguruhs relaxten wir genau wie diese. Nur mit den Beinen am Ohr kratzen ist uns nicht gelungen! Unser heutiges Ziel Port Fairy erreichten wir spaet, da wir mal wieder eine geschlagene Stunde durch die Zeitverschiebung South Australia-Victoria verloren. Sehr freundlich wurden wir in einem tollen Caravanpark empfangen; die Frau von der Reception brachte sogar noch unsere Ansichtskarten zur Post! Des weiteren wurde mit Minigolf, Tischtennis, Billiard und Swimmingpool sehr viel zum erneuten Relaxen geboten!


Day 17 (15.11.) Port Fairy - Wye River (236 km)

Durch den freundlichen Hinweis unserer Reeceptionistin gings zuerst zum Tower Hill Reserve, einem weiteren kleinen Nationalpark. Auf unserer Liste "freilebender Wildtiere in Down Under" fehlte uns bis heute (neben zahlreichen Schlangen- und Spinnenarten, auf die wir jetzt nicht genauer eingehen wollen) noch ein Koala. Und kaum fuhren wir auf dem Limit 30-Pfad Richtung Visitor-Center, sahen wir das erste (und auch einzige) Koala fuer heute - direkt neben der kleinen Strasse. Und zur weiteren Ueberraschung schlief es nicht, sondern kaute zunaechst friedlich an einer Pflanze, bevor es dann ganz langsam den Baum (oder Schlafplatz) wechselte. Das war ziemlich lustig zu beobachten, den Koalas scheinen immer muede (schlafen 19h am Tag!) und sind keine besonders guten Kletterer. Zur unserer Freude zeigte es sich auch sehr kamerafreundlich, das Resultat seht ihr ja angefuegt. Auch Emus kreuzten unseren Weg in dieser wiederum erloschenen Kraterlandschaft; einer schien es auf Nadine abgesehen zu haben und verfolgte sie, bis sie sich hilfeschreiend an Zemi wendete. Nach Warnambool gings nun auf den beruehmten Great Ocean Road, welcher 1932 -wahrend Australiens groesster Wirtschaftskrise - von Arbeitslosen gebaut wurde. Jetzt hiess es fast alle 300 Meter stoppen, um die kuriosen und eindruecklichen Felsformationen zu bestaunen (od. zu knippsen). Loch Ard Gorge, London Bridge und die wohl bekanntesten Twelve Apostles (von wo nur noch 10 stehen). Leider wird diese Kueste durch den Tourismus voellig ausgeschlachtet, ein Bus haelt nach dem anderen und am Himmel kreisen bis zu drei Scenic-Helicopter. Immerhin bescherte uns Petrus wiederum Postkartenwetter an der "Regenkueste". Dann folgte die mit Abstand anspruchvollste Strecke nach Wye River, welche Driverin Nadine bravuroes absolvierte durch z.T. Limit 25-Kurven und mehrere kleine und groessere Paesse. Nach Apollo Bay gings noch etwa 30 km auf einer nun wirklich schmalen Strasse ueberhalb der Kueste, was nicht ganz einfach ist mit einem "Motorhome". In Wye River logierten wir in einem wunderschoenen Caravanpark und Zemi kochte den Znacht z.T. mit Unterstuetzung von Taschenlampen (weil es sehr spaet geworden ist nach einer langen Etappe). Unsere Menues koennen sich sehen lassen und ziehen meistens (neidische?) Blicke der Nachbarn auf sich. Das Dinner von heute: Rinds-Filet mit Bratensauce, Aerbsli und Ruebli, Teigwaren; Dessert: Melone.


Day 18 (16.11.) Wye River - Melbourne (185 km)

Die heutige Etappe wurde in unserer selbstentworfenen Einstufungstabelle als "easy" eingeordnet und somit blieb Zeit fuer eine laengere Wanderung in den Waeldern von Lorne, keine 30 km von Wye River entfernt. Lorne ist so was wie das Ascona von Victoria, die Sonnenterrasse fuer die Stadtmenschen aus Melbourne, und an diesem sonnigen Weekend natuerlich recht ueberlaufen. In der Stille der riesigen Waeldern fanden wir aber schnell zu Ruhe und fanden ueber einen sehr abenteuerlichen Weg (inkl. kriechen auf allen Vieren) zu einem wunderschoenen Fleck, den Phantom-Falls. Tiere wurden auch gesichtet, dieses Mal eine Herde Lamas und viele, farbenfrohe Lizzards. Es gibt so viele verschiedene Arten dieser Kleinsalamander und alle sind sehr gut getarnt. Gegen 4 Uhr Nachmittags fuhren wir dann weiter und spaetestens nach der Millionenstadt Geelong faengt dann die 3,3 Mio-Stadt Melbourne mit seinen zahlreichen Suburbs an. Dass wir auf Anhieb den von uns anvisierten Caravanpark im Stadtteil Coburg fanden, verdankten wir einer geschlossen Teamleistung von Zimmermann/Reuteler (gemischtes Doppel) - der eine glaenzt als Kartenleser, die andere verliert beim regen Stadtverkehr nie die Uebersicht!


Day 19 (17.11.) Melbourne City (---)

Sonntag, und es wurde mal wieder verdientermassen laenger geschlafen. Der Caravanpark, welcher gerade fuer 3 Uebernachtungen gebucht wurde, liegt etwa 12 km vor der Skyline von Melbourne. Ueber einen Viertelstunden-Spazier durch typisch britische Backstein-Quartiere und via das Strassentram erreichten wir dann die Main-Streets, wo auch Sonntags heger Betrieb herrscht, nennen wir es mal vorweihnachtlicher Einkaufs-Stress. Als wir dann den ersten Santa Claus sahen, welcher Geschenke an Kinder verteilte, loeschte es uns ganz ab und wir verzogen uns aus dieser unnoetigen Hektik, fanden unsere Ruhe aber auch im Kuenstlerviertel an der Fitzroy-Street nicht. Denn da herrschte gerade ein Latino-Strassenfest (die Langstrasse Zuerichs laesst gruessen) und schliesslich waren wir schneller als gedacht wieder im (ruhigen) Caravanpark. Nach so vielen Eindruecken in den letzten Tagen und Wochen genossen wir einfach mal das "nichts tun"! Schliesslich haben wir ja noch den morgigen Tag, um Melbourne genauer zu erforschen!


Day 20 (18.11.) Melbourne City, der 2. Streich (---)

Gesagt, getan! Und weil uns das Kuenstlerviertel an der Fitzroy-Street so gut gefallen hat, erforschten wir dieses zuerst gruendlich. Dort gibt es lustige Strassenbaenke zu begutachten und auch sonst ist jeder Laden schrill und schraeg. Im abgefahrensten Buchladen, denn ich (Raphi) je gesehen habe, fand ich ein langgesuchtes Werk: Eine Biographie ueber Peter Grant (the Man who Led Zeppelin). Mein Glueck noch kaum fassend, fand ich mich dann in der 55. Etage des Rialto-Tower vor. In dieses 253-Meter-Gebaeude schleppte mich Frau Reuteler, obwohl ich immer so ein komisches Gefuehl in der Magengegend bekomme (speziell wenn man von da oben noch vorbeifliegende Fulgzeuge beobachten kann...) ! Ich bin aber auch nicht der Einzige mit solchen Gedanken und die Boulevard-Medien leisten auch ihren Teil dazu: Pure Panikmache anstatt serioese Berichterstattungen ueber etwelche Terror-Warnungen. Anyway, die 360-Grad-Aussicht lohnt sich auf jeden Fall. Danach gings noch zum Kinobesuch (Red Dragon) in den 1-Milliarden-Bau des maechtigen und protzigen Crown-Kasino - Las Vegas im Miniformat! Mit feuchten Augen betraten wir spaet abends unser "Zuhause" ein letztes Mal (sniff)


Day 21 (19.11.) Melbourne Airport (18 km) und Ende

Wer gut mitgerechnet hat muss auf 5424km (Angabe ohne Gewaehr) kommen, notabene absolut unfallfrei! Kein Falschparken, keine Geschwindigkeitsueberschreitung - nix! Wir haben unseren heissgeliebten Hiliux 3.0 Liter Diesel abgegeben und fragen uns nun beim Warten auf die Maschinen nach Sidney:

- gibt es ein Leben nach Hilux?

- will Raphi heute im Hotel das Zeltdach aufschieben und Nadine das Hotelzimmer an das Stromkabel anschliessen?

- wie schmeckt das Essen ohne Gaskocher?

Fragen ueber Fragen, wir geben Euch die Anworten...
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Die letzten Abenteuer:
- "Flitterwochen" auf Fitzroy Island
- Regenwald-Hike in Cairns

No worries,
Raphi & Nadine

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