| Gallery Und die Opfer... ![]() der Road-Trains! Oder das Futter der Eagles.
The Stuart Highway Adventure 12.11.2002 (View count: 2484) In the middle of nowwhere (by Nadine & Raphi)Day 1 (30.10.): Darwin - Katherine (315 km) Um 10 Uhr morgens holen wir unseren 4x4-Camper, den Toyota Hilux 3.0 Diesel, ab und lassen uns alles genau erklaeren. Und das ist einiges, u. a. auch "Wie schliesst man die Hintertuer?!" Einfache Handhabungen eigentlich... schwierig in der Ausfuehrung! Die ersten 800 Meter bis zum Supermarkt sind sprichwoertlich "aufregend". Dann der erste grosse Einkauf und ab gehts gegen 14 Uhr Richtung Katherine. Dem Adelaide-River-Pub statten wir nochmals einen Besuch ab. Nadine macht einen grossartigen Job als Fahrerin und Raphi entpuppt sich abermals als "Chef de Cuisine" beim abendlichen Mahl. Day 2 (31.10.): Katherine - Dunmarra (313 km) Apropos "Kueche"! Heute wollte sie sich schon von unserem Camper verabschieden... konnte aber nach ein paar Kilometer und einem aufmerksamen Autofahrer gerade noch verhindert werden (wie ums Himmels Willen hatte sich diese Halterung geloest?!) Anyway, Isolierband hilft (und sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir das brauchen...) und nach einer kurzen Fahrt besuchen wir um die heisse Mittagszeit die relativ "kuehlen" Cutta Cutta Caves. Endlich sehen wir mal eine (recht friedliche) Schlange, andere sehen vielleicht uns, wir sie aber nicht in der Dunkelheit! Auf der Weiterfahrt legen wir noch zwei (Pub)-Stopps ein: In Larrimah gibts die hoechste Theke des Northern Territory zu bewundern, in Daly Waters im lokalen Pub Banknoten aus aller Welt und vieles mehr (Ausweise, Photos, Unterwaesche usw.). Wir uebernachten direkt am Stuart Highway und der Luxus kennt auch hier keine Grenzen! Es hat sogar ein 2 auf 4 Meter Swimmingpool mit allerlei Viecher drin! Day 3 (1.11.): Dunmarra - Wycliffe Well (465 km) Ein erster Halt machen wir in Renner Springs, wiederum im Pub (diesmal voll mit Base-Caps), bevor es dann weitergeht nach Tennant Creek. Mit 2500 Einwohner wieder mal so was wie ein Dorf. Dazwischen gibts wirklich nur Busch und nichts. Der aufmerksame Beifahrer Zemi zaehlt alle 200 Meter einen kaputten (Truck)-Reifen oder ein Kaenguruh-Kadaver. Sowieso ist der Stuart Highway der Futternapf der Dingos, Falken und Adler! In Tennant Creek haben wir zum Lunch mal wieder die Wahl zwischen Burger (Plain) oder Burger (with lot)! Was ein richtig guter Burger ist erklaert Euch "Experte" Raphi ein anderes Mal. Wir haben uns entschieden, in Wycliffe Well zu uebernachten, und dieser unscheinbare Ort hat es in sich! Es ist naemlich die U.F.O.-City in Australien. Vor ein paar Jahren haben verschiedene Bewohner berichtet, Ufos gesehen zu haben. Mr. von Daeniken wuerde es hier wohl gefallen, alles ist geschmueckt mit Aliens und dergleichen. Wir nehmen ein bisschen an der allgemeinen Histery teil, schaetzen aber nach unserem Besuch, dass hier einfach zu haeufig zu lang ins Glas geschaut wurde! Day 4 (2.11.): Wycliffe Well - Alice Springs (427 km) Am Morgen gehts die "Devils Marbles" besuchen, was wie ein magischer Ort erschien. Des weiteren war es heute morgen das erste mal bewoelkt, Regen sollte aber keiner fallen. Schade, wir haetten uns ueber diese Abwechslung bestimmt gefreut! In naechsten Roadhouse in Ti Tree gabs den ueblichen Burger und eine Pub Visite. In der Theken-Ecke gibts einen "Whisky"-Sarg zu bewundern, auf dem Sarg findet man Initialen des Wirtes und "1945 bis 2045". Die Aussies und ihr ganz eigener Humor... Wir fahren in Alice Springs ein und reiben uns die Augen: Menschen (mehr als ein Dutzend), Autos (mehr als ein Dutzend), Restaurants (mehr als eins), Menues (mehr als Burgers)... wir feiern die ersten 4 unfallfreien Tage (Kaution zurueck) mit einem tollen Dinner in der "Windmuehle". Day 5 (3.11.): Alice Springs - Yulara (Ayers Rock Resort, 455 km) Nach Erldunda (wieder Burger-Lunch) verlassen wir das erste Mal den Stuart Highway und fahren auf dem Lasseter Highway Richtung Ayers Rock. Nun ist auch Zemi ein begeisterter Outback-Driver und Nadine glaenzt in der Kueche (ja, wir haben sie noch!). Auf der langen Anfahrt nach Yulara erschien uns eine Fata Morgana, als wir von weitem den Uluru zu sehen glaubten. Nein, zuerst kam der Mt. Connor, nicht minder allein eingebettet in der kargen Lanschaft und wunderbar anzuschauen. Das Resort, ein 150 Mio.-Touristen-Bau, war fuer uns Outback-Adventurer ein kleiner Schock. Wir schaetzen, dass 90% der "Touris" mit organisierten Touren aus Alice Springs her kommen oder direkt hinfliegen. Day 6 (4.11.): Uluru and Kata Tjuta (105 km) Um 5 Uhr frueh (und diesmal freiwillig) ging es auf zum Sonnenaufgang bewundern beim "heiligen Berg", dem Ayers Rock (oder im Original Uluru). Dort angekommen warteten sicher schon 300 Leute (!) auf dieses Highlight. Und wir haben Low-Season, wie sieht das wohl erst in der High-Season aus?! Dieser weltgroesste Monolith muss wirklich magisch sein, verweigerte Zemis Photokamera doch saemtliche Aufnahmen von da... und nur da! Der Walk-Around hatten wir in rekordhaften zweieinhalb Stunden hinter uns gebracht, obwohl wir es "gemuetlich" genommen hatten. Dann haben wir aber doch noch die Vorteile der Retorten-Stadt Yulara genutzt, und uns einen weiteren notwendigen Einkauf geleistet (sogar eine One-Way-Kamera, damit es doch noch was wird mit dem Uluru-Photo!). Am Nachmittag bestaunten wir die 45km noerdlich gelegenen Olgas (Original Kata Tjuta) an, welche sicher nicht minder auffallend in der roten Wueste liegen. Hier langte es aber nur fuer den kurzen Walk, fuer mehr war es dann einfach zu heiss (40 Grad). Premiere: Wir uebernachten zum zweiten Mal auf dem gleichen Caravan-Park! Day 7 (5.11.): Yulara - Kings Canyon Resort (299 km) Heute ist der Kings Canyon angesagt. Bereits in Alice Springs hatten wir vernommen, dass der Walk wegen eines Busch-Feuers gesperrt ist. Diesmal geht es hier aber nicht um ein kontrolliertes Feuer. Bei einem Gewitter hat offenbar ein Blitz eingeschlagen. Also, zuerst mussten wir uns informieren, ob der Walk und ueberhaupt die Strasse wieder offen ist. Nach laengerem rumfragen hatten wir dann gruenes Licht und fuhren auf der "sealed road" zum Kings Canyon. Es war einwenig unheimlich, denn um uns herum loderten immernoch kleine Feuer. Dort angekommen sahen wir zuerst die verkohlten Ueberreste des Toilet-Blocks. Wir Wandervoegel entschieden uns fuer den langen Walk zum Top des Canyons, was wir sichtlich genossen. Fast keine Leute, viele Lizards und Wuesten-Gekos. Auch das Resort war angenehm, nur an ein Pub mit 50 Nasen muessen wir uns zuerst wieder gewoehnen. Unser Favorit: Ganz klar das "VB" (fuer Victoria Bitter). Day 8 (6.11.): Kings Canyon Resort - Marla (509 km) Ein weiteres Mal wurde heute das Isolierband gebraucht: Nachdem vor ein paar Tagen auch ein Teil der Stromzufuhr "abhauen" wollte (mit Isolierband gerettet) dichteten wir nun saemtliche Tueren und Fenster mit dem Band ab, denn auch wir wollten einmal auf einer Unsealed Road ein bisschen Staub aufwirbeln. Und nach dem OK eines lokalen Police-Officer's gings los, aber nicht lange! Das Projekt wurde jaeh beendet; Schuettelfrost auf der einen, Melden der Eingeweide auf der anderen Seite... nun ja, zum Glueck gibt es ja noch eine asphalitierte Moeglichkeit nach Marla! In Kulgera gibts mal wieder eine Pub-Visite und stellen fest: Hier gibts ja gar nichts auffallendes...! Kurz spaeter ueberqueren wir die Grenze zu "South Australia" und verlieren noch eine Stunde durch die Zeitverschiebung! In Marla finden wir ein nettes Pub vor... und sonst nichts. Das langt aber fuer diesen Tag! Day 9 (7.11.): Marla - Coober Pedy (244 km) Wenn sich die Landschaft aendert in ein riesiges Maulwurf-Gebiet weiss man, dass Coober Pedy nicht mehr weit ist! Ueberall hat es aufgeschuettete Sandhuegel und viele Loecher. Striktes Verbot fuer das Betreten dieses Gebiets. Und bevor wir in der "Staub-Stadt" eintreffen, gilt es noch einem riesigen Overload-Train auszuweichen (3 an der Zahl), welche beide Spuren benoetigen um ein riesiges Bruecken-Viadukt zu transportieren. Zur Abwechslung gibts mal Spaghetti zum Lunch und danach besuchen wir eine alte Opal-Mine. Fuer den Opal-Abbau steht naemlich dieser Ort! Dieses Staedtchen sieht wirklich sehr "aabeghueberet uus" (O-Ton Nadine) und dazu passt perfekt der Besuch bei "Crocodile Harry", eines dieser vielen Originalen von Coober Pedy. Wie viele Leute in diesem Ort wohnt auch er in einer selbst ausgehobenen Mine. Nur bei ihm hat jeder Tourist etwas hinterlassen, vor allem die Damen... nein Nadine hat ihre Unterwaesche noch! Auf dem kleinen Caravan-Platz haben wir dann unser erstes, groesseres Gelage... mit einem hollaendischen Paaerchen und einem lustigen Schotten! Day 10 (8.11.): Coober Pedy - Port Augusta (519 km) Nun schreiben wir mal einfach nichts... Kater ausschlafen und Fahrtag! D. h. nein, jetzt koennte Zemi mal erklaeren, was alles so in einen richtigen Burger (with Lot) kommt: Beef, Ketchup, Salat, Tomaten, Zwiebeln, eine Scheibe Randen und Ananas, gebratenen Speck, ein Spiegelei und ein ueberdimensionaler Zahnstocher, der das ganze zusammenhaelt. Und das ganze kann man essen, ohne das etwas "daneben" geht... Day 11 (9.11.): Port Augusta - Hawker (208 km) Port Augusta ist das Ende des "Real Outback" und ein zivilisierte Stadt. Wir verlassen den Stuart Highway nun ganz und fahren ueber eine huegelige Strecke, entlang der einmaligen Pichi-Richi-Bahn, nach Hawker und weiter in den Flinders-Ranges-Nationalpark. Dort wandern wir durch den Wilpena Pound (ein riesieger, natuerlicher Krater) und haben unsere helle Freude an der faszinierenden Tierwelt. U. a. sehen wir Rock-Wallabys (und Babys), Emus (auch eine ganze Familie), wilde Ziegen und Geissboecke, viele verschiedene Voegel und sogar einen australischen Igel. Ein absoluter Geheimtipp diese Flinders Ranges! Im abgeschiedenen Hawker finden wir einen gemuetlichen Platz fuer die Nacht. Day 12 (10.11.): Hawker - Tanunda (Barossa Valley, 360 km) Eine lange Ueberland-Fahrt bringt uns in das weltbekannte Barossa Valley, DER Weinregion Australiens schlechthin. Dazwischen gab es sonntaegliches Traum-Zmittag im Wild-West-Village von Peterborough! Die Wueste ist nun ganz hinter uns und es wird gruener, rund um uns. Und ab und zu muss man mal wieder einem Schaf ausweichen, oder einem Emu, der gefaehrlich nahe der Strasse sein Fressen sucht. In Tanunda stellen wir unseren Campervan fuer heute ab und geniessen ein erstes Mal den lokalen Wein. Und dazu gibts Pasta beim Italiener! Day 13 (11.11.): Tanunda - Adelaide (100 km) Das Ziel ist so nahe... und doch machen wir noch 3x Halt im Barossa Valley, denn Weintesten ist angesagt! Mehr Stopps waeren dann aber des Guten zuviel gewesen, nebenbei muss man ja noch fahren! Vom laendlichen Gebiet gehts dann durch die ersten Suburbs von Adelaide in die 1,1-Mio.-Metropole, der Hauptstadt von South Australia. Eine der schwierigsten Aufgaben der letzten 13 Tagen ist das Finden eines Caravan-Parks durch den "Traffic-Jungle" von Adelaide. Bis zu 10 Spuren und ein reger Verkehr machen es nicht gerade einfach... und wenn das erhoffte Ziel "Sturt Street" sich als "Sturt Road" entpuppt, na dann... aber wir meistern auch das, und zum Abschluss gibts einen traumhaften Spaziergang am Strand bei Sonnenuntergang... haben wir eigentlich schon erwaehnt, dass es seit 3 Wochen nicht geregnet hat? Nein?! Bis Bald, Raphi & Nadine ORIGINAL | |||||||||||