| Gallery Jim Jim ![]() Wein Wasser = kein Wasserfall! Sieht trotzdem schoen aus...
Kakadu Nationalpark 02.11.2002 (View count: 2742) Litchfield Nationalpark (Day I)Fruehmorgens um 7 Uhr wurden wir in unserem gemuetlichen Hotel von unserem Tourguide Darryel abgeholt und zusammen mit einem Dutzend anderer Abenteuerlustigen gings zuerst in den Litchfield Nationalpark. Dort gab es eigenartige, bis zu 6 Meter hohe Termitenbauten zu besichtigen. Die Temperaturen sind auch am Morgen schon gegen die 35 Grad und zusammen mit den laestigen Fliegen ist ein Halbstunden-Walk eine anstrengende Sache! Danach gings zur einer herrlichen Erfrischung zum Planschen in den Florence Falls. Wir vertrauten unserem Guide (nachdem jeder etwa 2mal nachgefragt hatte...), dass sich dort wirklich keine Krokodile aufhalten koennen. Einen weiteren Halt legten wir gegen Mittag bei den Buley Rockhole ein; eine weitere Schwimm-Moeglichkeit bot sich in einer wunderschoenen Oase inmitten der kargen Buschlandschaft. Unser Camp fuer die Nacht war fernab jeglicher (Touristen)-Zivilistion, stattdessen gab es die ersten, scheuen Wallabys zu bewundern und traditionelle Aboriginals-Taenze, von Ureinwohnern vorgetragen, rundeten den Abend ab. Unser Zelt bestand aus vier Plastik-Waenden, zwei Holzschragen und vielen Insekten!!! Mary-River (Day II) Endlich sehen wir die gefuerchteten Krokodile! - Aber aus sicherer Entfernung von einem Boot aus. Die 2-stuendige Fahrt auf dem Mary-River ist einmalig! Diese unglaubliche Tierwelt mit so vielen Arten von Voegeln, Pflanzen und eben den bis zu 7 Meter langen Krokodilen ist einmalig! Wir lernen den Unterschied der beiden meistverbreitesten Krokodilarten kennen; die "Freshies" (kleiner, freundlicher, verschlingt keine Menschen - nur einzelne Teile davon) und die "Salties" (groesser, aggressiver, sind fuer die Schlagzeilen verantwortlich). Zu guter Letzt ging (nach 8 Monaten Trockenzeit) ein halbstuendiges Gewitter nieder und wir hatten uns nach den tropischen Temperaturen zuletzt schon lange nicht mehr so ueber Regen gefreut. Nach einer kurzen Wanderung am Nachmittag (wieder mit Sonnenschein und 40 Grad) gings auf das steinige Gelaende des Ubirr-Rock, von wo wir eine herrliche Rundum-Sicht hatten und den Sonnenuntergang genossen. Die zweite Nacht war schon angenehmer, obwohl wir uns diesmal aus Platzmangel zu viert in ein Zelt draengten! Twin Falls (Day III) Wir wurden um 4.45 geweckt und das schreibe ich hier nicht einfach so aus Jux, sondern das ist haerter als Militaerdienst! Auf einer langen und sehr abenteuerlichen 4x4-Strecke gings zuerst zu den Jim-Jim-Falls, die neuerdings nur noch Jim-Jim heissen, denn geflossen ist ausser unserem Schweiss gar nichts! Dieses Jahr dauert die Trockenzeit schon viel zu lange an, an gewissen Orten hat es dieses Jahr noch NIE geregnet. Das muss man sich mal vorstellen, der 10. Monat ist bald vorbei! Die Enttaeuschung hielt sich aber in Grenzen, kamen wir doch kurz spaeter bei den Twin-Falls voll auf unsere Kosten. Nach einem kraefteraubenden 350 Meter-Schwimm durch eine Schlucht (einziger Weg dahin) erwatete uns dahinter das Paradies mit Sandstrand, Wasserfall-Dusche und einmaligem Panorama. Auch werden wir nach jedem Tag mutiger; jeder Teilnehmer fraegt nur noch einmal pro Tag nach der Krokodilgefahr beim Schwimmen! Selbst die Gefahr, "Freshies" zu begegnen, nehmen wir in Kauf, wobei diese eigentlich davonschwimmen, wenn sich ein Mensch naehert. Auf dem Rueckweg-Schwimm hat Zemi def. zu viel Wasser geschluckt und ist mit seinen Kraeften jaeh am Ende, doch Badenixe "C.J." Reuteler rettet ihn bilderbuchmaessig. Im Jabiru-Visitorcenter lernen wir die Aboriginal-Kultur kennen bevor es dann im Camp in ein komfortables und geraeumiges Zelt geht. Nourlangie-Rock (Day IV) Schlafen bis um 6.45 - wahnsinn! Auf gehts dann zu einem der Aushaengeschilder des Kakadu-Nationalparks, dem Nourlangie-Rock. Dort gibt es neben Rock-Wallabys sehr alte Felsmalereien der Aboriginals zu bewundern. Der wiederum sehr heisse Tag bringt unseren Guide auf eine sehr gute Idee: Bei der Fahrt nach Katherine halten wir wiederum irgendwo im Niemandsland, wo wir nach einem kurzen Walk wohl den schoensten Natur-Pool vorfinden. Dieser ist auf keiner Karte vermerkt und wir nennen ihn kurzerhand "Darryel-Falls". Die Truppe hat sich mittlerweile auf 8 Personen reduziert... nicht weil sie Nahrung der "Salties" wurden, sondern weil sie nur den 3-Tages-Trip gebucht hatten. Die Gruppen-Moral steigt beim Digeridoo ueben und beim "Shit-Head"-spielen (wer hat nur diese Idee gehabt?!). Zu der unglaublichen Hitze, welche auch nachts noch um die 25 Grad betraegt, gesellt sich diese Nacht auch noch sehr rauchige Luft, von einem nahen (kontrollierten) Busch-Feuer aus. Katherine-Gorge (Day V) Der Morgen stand ganz im Zeichen der schoenen Katherine-Gorge (= Schlucht), wo die Haelfte der Truppe eine 4-stuendige Boots-Cruise unternahm, die andere Haelfte eine ebenso lange Kanu-Fahrt, unter ihnen der kajakerfahrene Zemi. Diese Variante war neben der sportlichern Betaetigung bei dieser Hitze sehr anstrengend, da wir auch das 2er-Kanu ueber die verschiedenen "Gorges" tragen mussten, da es dort neben sehr wenig Wasser nur Steine gab. Aber das Gefuehl, zwischen diesen ca. 30 Meter hohen Felswaenden zu fahren, war riesig. Danach gings auf der letzten Fahrt in suedlicher Richtung nach Mataranka, wo wir wiederum eine wunderschoene Oase vorfanden. Die beruehmten "heissen Quellen" waren jedoch eher "cool", was natuerlich keinen stoerten. Ein letztes Mal zwaengten wir uns in die Zelte fuer die letzte Safari-Nacht! Edith-Falls (Day VI) Nach einem morgendlichen Bad in den "Katherine Hot Springs" gings auf dem Rueckweg nach Darwin noch zweimal "plantschen". Nein, wir machen keine Badeferien, aber bei diesen Temperaturen muss man einfach jede Erfrischungs-Moeglichkeit geniessen. Auch die Edith-Falls bieten herrliche Pools inmitten einer trockenen, wilden Buschlandschaft. Auf dem langen, etwa 300km-langen Rueckweg gab es keine weiteren Bade-Erlebnisse mehr, nur die Kehle wurde noch erfrischt im Adelaide-River-Pub. Zurueck im Mirambeena-Ressort in Darwin genossen wir dann "Luxus" wie Air-Condition, saubere Duschen, keine Insekten usw. Frisch geduscht und foehnfrisiert gings dann noch zum "Abschluss-Ball", um ein letztes Mal mit der Truppe zu feieren. Oder vielmehr: Ein erstes Mal so richtig! Das Gratis-Essen war wohl die groesste Enttaeuschung der Tour, da war wirklich jedes Gericht "made by Darryel" ein Schmaus! Zu 70-Jahr-Klaengen und viel Bier ging die Party noch bis Miiternacht. Nun starten wir unsere "eigene", 20-taegige Tour von Darwin durch das Red Centre nach Adelaide und weiter bis nach Melbourne. Auch wenn wir auf den ersten 3000 km wohl mehr Kaenguruehs und Wallabys begegnen werden denn Menschen, bemuehen wir uns, Euch weiterhin guet zu informieren! Bis Bald, Raphi & Nadine ORIGINAL | |||||||||||