| Gallery Team ![]() Ein Teil des Teams (von hinten nach vorne): Sarah, Massimo, Hillary, Gordie, Mighty-Mike, Zemi & Boss Brent
Southern Lights Tour 2002 19.10.2002 (View count: 2292) DAS TEAMMaster Guide: BRENT/NZ - Faellt nicht nur durch seine langen, blonden Locken auf. Ist ganz klar der Boss und hat (als einziger) die Tour schon mehrmals absolviert. Eine Reisevogel, der seit ein paar Jahren das Glueck bei den "Flying Kiwis" gefunden hat. Guides in training: MASSIMO/ITA - Beintaetowierter Sunnyboy aus bella Italia. Hatte vor 4 Jahren die gleiche Idee wie ich... und ist nun immer noch hier in New Zealand. Und bald selber ein Guide. Ueberzeugter Vegetarier und trinkt keinen Tropfen Alk (wie Brent). Verlaesst uns leider nach einer Woche. MEL/NZ - Halb-Maori-Frau aus Nelson. Weiss viel intressantes ueber das Land und die Kultur. Sehr froehlich, mausert sich als Party-Queen! Besucht fast in jedem Ort, wo wir campen, irgend ein(e) Verwandte(n)... muss eine riesige Familie haben. "H" (Hendriette)/NZ - Ist die Spasskanone der Truppe und ihre Witze sind wirklich gut. Absloviert als einziges Guide-Mitglied alle Etappen. Biken ist ihre Leidenschaft... und das "King & Asshole"-Kartenspiel... she's the Queen! HILLARY/NZ - Ist die sorgsame "Mutter" des Teams. Kann wegen einer Knieverletzung den groessten Teil der Tour nicht mitmachen, was sie sichtlich nervt. Kocht dafuer Klasse und besorgt jeden Tag 5 Kilo frische Fruechte fuer die Truppe! Telnehmer: GORDON ("Gordie")/NZ - Hielt ich zunaechst wegen seiner Dauerwelle fuer eines der 50 Mio. Schafe (...) Ist mit 48 Jahren der "Opa" der Tour. Redet nicht viel, nur das allernoetigste. Reist als einziger mit Koffer (!)... und Brent sagt: "Suitcase-Travellers are crazy!" DAVE ("Foooxie")/UK - Vollblut-Playboy aus Leeds. Zu recht, faehrt er doch ausschliesslich an der Spitze mit der hoechsten "Pace". Liebt Fun-Sport und James Patterson-Romane. Extrem trinkfest! SARAH/UK - Das Gruppen-Tussie! Lacht staendig, auch wenn es nicht angebracht ist. Hat eine Stimme wie Mrs. Peggy; muss in Wirklichkeit blond sein! Trinkt immer und ueberall "a cup of tea". Ueberrascht zuerst durch fixes Tempo, macht gegen Ende der Tour aber schlapp! MICHAEL ("Mighty-Mike")/GER - Der "Doitsche" im Team. Der Muenchner hat ein Jahr Amerika (Studium) hinter sich und geniesst nun Activ-Holidays. Dokumentiert das ganze Abenteuer auf seiner Digital-Videokamera. Ist sehr hilfsbereit. ZEMI/SUI (meine Wenigkeit!) DIE TOUR Tag 1 (7.10.) / Christchurch - Canterburry Flatland Man trifft sich um 16 Uhr an der Rolleston Avenu und steigt in den 20-jaehrigen "Flying-Kiwi"-Bus, wo es sehr gemuetlich aussieht. Es hat Platz fuer doppelt so viele Bikers, und das ist gut: So hat jeder seine zwei Sitze (od. Ablageflaechen). Brent steuert den Bus; im Anhaenger hinten sind Gepaeck, eine kleine Camping-Kueche sowie die Bikes montiert! Auf gehts. Nach einem letzten Tankstellen-Stop, wo die letzten Nahrungsmittel oder persoenliche Sachen (sprich: Hopfen- oder Weizengetraenke) gekauft werden, gehts ein bisschen ausserhalb Christchurch's auf eine abendliche Flach-Etappe uber 40km im laendlichen Canterburry bis vor die Fuesse der Suedalpen. Windschattenfahren ist angesagt und obwohl sich die Truppe noch gar nicht kennt fahren wir geschlossen und bringen ein stolzes Durchschnittstempo von 28 km/h daher. Ja, das ist nicht schlecht fuer z.T. Untrainierte... ich zaehle mich ja auch fast dazu nach zweieinhalb Wochen bester japanischer Kueche! Den Bus (unser Ziel) kann man nicht verfehlen, es fuehrt nur eine Strasse dahin. Ueber unzaehlige gleich-quadratsiche Landwirtschafts-Flaechen, welche jeweils durch eine Tannen- oder Busch-"Mauer" abgetrennt sind. Und Schafe, nichts als Schafe! Dann heisst es Camp (Zelte) aufbauen, kochen (Spaghetti-Bolognese) und das Programm von morgen besprechen. Es erwartet uns die 1. Berg-Etappe und eine sehr kalte, erste Nacht im Zelt! Tag 2 (8.10.) / Geraldine - Lake Pukaki Ich habe gut geschlafen! Ich hatte so ziemlich alle Kleider angezogen, welche ich dabei hatte. Aufbruch um 9 Uhr, d.h.: Zelte abbauen und fruehstuecken muss bis dann erledigt sein! Dann gings auf einer gemaechlichen Etappe ueber 35 K's (Abk. fuer Kilometer) und die ersten Steigungen nach Geraldine. Dort wartete auch schon wieder der Bus und nahm uns ein Stueck weit mit. Danach radelten wir nochmals 18 km, vorbei an einer Hochzeit im Niemandsland, bis zum wunderschoenen Lake Tekapo, wo wir beim Bus den Mittags-Lunch einnahmen: Toast-Sandwiches mit den uebrigen Spaghettis von gestern - ein tolles Menu! Aber nahrhaft. Und viele Fruechte. Wir sind nun auf 710 M.u.M. und es ist ein herrliches Panorama. Das Tuerkis des Sees ist unglaublich; verursacht durch feinsten Steinpuder, den Gebirgsbaeche von den Gletschern ins kalte Wasser schwemmen. Dann folgt die lange Etappe (65 km) ueber Kanalsysteme und das huegelige Gebirge runter zum Lake Pukaki, wo wir das Camp aufschlugen. Mit Blick zum (nebelfreien) Mount Cook, dem hoechsten Berg Neuseeland mit 3754 M.u.M. Wiederum ein herrlicher Anblick. Mit den Kraeften war ich am Ende; ich fuhr vornehmlich am Schwanz der Gruppe. Die Blattern vom Wandern schmerzen extrem beim pedalen. Umso mehr freute ich mich dann auf das BBQ am Lagerfeuer (mit Kartoffelsalat), wo wir noch bis spaet in die Nacht Marshmallows "braetelten" (Jawohl, diese kleinen suessen Chemie-Softbaellchen) und uns Storys erzaehlten. Tag 3 (9.10.) / Mount Cook - Oamaru Aufbruch um 8.30 Uhr, gemuetliches raddeln entlang des Lake Pukaki ueber 40 km bis zum Fusse des Mount Cook. Von da aus wanderten wir eineinhalb Stunden (ein Weg) bis ganz zum hoechsten Berg New Zealands, wo ein eisiger Gletscher-See ist. Die Wanderschuhe sind der reinste Horror; auch am rechten Fuss begannen jetzt die Schmerzen um die Druckstelle. Mit ueber einer halben Stunde Rueckstand zur Gruppe kam ich total erschoepft (und das am 3. Tag) beim Bus an, konnte kaum noch richtig gehen! Dann gings gluecklicherweise mit dem Bus weiter auf eine fast 3-stuendige Fahrt Richtung Ostkueste nach Oamaru, wo wir die letzten 25 km bis zum heutigen Camp noch bikten. Das geht irgendwie besser als wandern! Wir campierten direkt ueberhalb der Kueste, von wo aus man Delphine beobachten konnte, welche in den stuermischen Wellen schwammen. Das Ratatui (made by Dave) war ausgezeichnet und nachher verarztete mich "Doctor" Massimo noch. Die Wunde wurde ausdedrueckt (auah), desinfiziert und es gab einen dicken Gaze-Verband! Tag 4 (10.10.) / Dunedin - Waihola Um 9 Uhr "einraddeln" entlang der Kueste bis zu einem Platz mit ganz seltsamen, runden Steinen (ca. 25 km). Habe leider den Namen vergessen dieser Globus-Steine, welche wirklich ganz witzig aussahen. Danach Transfer im Bus nach Dunedin, wo es die steilste Strasse der Welt zu bestaunen gab, und wir einen individuellen Aufenthalt hatten. Am Nachmittag startete dann die sehr huegelige Etappe ueber viele kleine Buchten ins 20 km entfernte Ortago/Peninsula, wo man Albatrose - die Koenige der Luefte - beobachten konnte. Sie werden bis 8 Kg schwer, haben eine Fluegelspanne von bis zu 3,5 M und koennen 12'000 km am Stueck fliegen. Einfach wahnsinn! Bei der Hinfahrt hatten wir so extrem Gegenwind, dass wir fuer die 20 K's fast eineinhalb Stunden brauchten. Aber mit dem Verband gehts spuerbar besser, die Schmerzen werden gelindert (Ponstan macht's moeglich!). Dann gings wieder zurueck mit dem Bus nach Dunedin, wo wir ein bisschen ausserhalb die letzten, flachen 40 km in Angriff nahmen. Die Strapazen hatten sich gelohnt: Ein Luxus-Campingplatz erwartete uns in Waihola, mit Duschkabinen (die erste Dusche seit Sonntag), Waschmoeglichkeiten, Strom und ein herrlilches T-Bone-Steak zum Dinner, welches wir heute im Pub nebenan zu uns nahmen. Natuerlich auch ein paar "Speights" (New Zealand's famoust Ale-Beer) und ein bisschen Pool spielen nach Kiwi-Rules. Um 23 Uhr schliessen auch hier die Pubs (ich vergass: ich bin ja in England) und dann gings schlafen od. vielmehr kaempfen mit den Moskitos! Tag 5 (11.10.) / Lake Manapouri - Lake Te Anau 8 Uhr Aufbruch zu einem sehr langen Teilstueck nach Lumsden (100km), vorwiegend durch flache Ebenen. Windschattenfahren war wieder angesagt. An unzaehligen Schafherden und kargen Buschlandschaften vorbei. Nein, es muessen ganz eindeutig mehr als 50 Mio. Schafe sein... wirklich! Mein Reisefuehrer ist wohl nicht mehr ganz auf dem neusten Stand. Schon relativ muede und dementsprechend verspaetet trafen wir dann zum Lunch im verschlafenen Lumsden ein, wo uns der Bus in Empfang nahm. Dann hiess es ein bisschen ausruhen auf der Reise zum Lake Manapouri und die unzaehligen Moskito-Stiche der letzten Nacht pflegen. Dann gings gegen auf eine etwa dreistuendige Arround-Tour im wunderschoenen Fiord-Nationalpark rund um den Lake Manapouri (wandern). Das ging in meinen Puma-Boots auch wirklich besser als in den verhassten Hikking-Schuhen. Auf die letzte Fahrt fuer heute gings im Bus - 1:9 Stimmen; nur Brent (der Bus-Driver) war fuers mountainbiken. Ein bisschen ausserhalb von Te Anau am gleichnamigen See gings zum zelten, bei sehr windigen Wetterverhaeltnissen. Nein, ich korrigiere auf "stuermisch", denn es war ein Kunstueck das Zelt aufzubauen bei diesen aeusseren Verhaeltnissen. Nach einem tollen Znacht (Fleischpfanne mit Pasta - oder umgekehrt!) gings frueh ins Bett... aaeh Schlafsack! Tag 6 (12.10.) / Milford Sound (Fiord) Heute gings zuerst mit dem Bus los (8.30), ein bisschen ausspannen war angesagt nach dem doch sehr strengen Tag gestern. Auf der Passhoehe hielten wir an und sahen Kea's, so etwas wie "Berg-Papageien". Grosse Voegel, aber ganz zutraulich. Dann unternahmen wir die (sehr kalte) Abfahrt (19 km) nach Milford Sound-Village, einem Touristendoerfchen sondergleichen. Ein richtiger Flughafen, dieses Nest. Im Angebot: Helikopter- oder Motorflugzeug-Rundfluege - oder eine Schiff/Boots-Tour, wie wir uns entschieden. Auf dem Milford Sound (oder Fiord) hinaus aufs Meer. Fiorde sind landeinwaertsgezogene Meeres-"Arme", also unmittelbar auf dem Meeresspiegel. Es ist phantastisch, diese Natur. Zum einen die riesigen Felsen im Wasser (es sind mit 1700 M.u.M. die groessten Berge der Welt, rechnet man direkt vom Meeresspiegel direkt aufwaerts), zum anderen die eindrueckliche Tierwelt (Voegel, gelbaeugige Pinguine, Robben) sowie die mehr als 100 M hohen Wasserfaelle. Auch hatten wir mit dem Wetter ein Riesenglueck bis jetzt. Dann gings wieder im Bus retour Richtung Te Anau, wo wir noch ein Stueck bikten bis zum Luxus-Campingplatz: So saubere Toiletten, dass es einem direkt auffiel, Duschkabinen, Internet und sogar ein Livingroom mit Fernseher (Live-Rugby). Leider verlor New Zealand aber nach einem deutlichem Vorsprung noch gg. Erzfeind Australien, was die Stimmung der Kiwis beim Riz Casimir-Znacht sichtlich truebte! Tag 7 (13.10.) / Mount Luxemore Sonntag = bikefrei! Heute gings auf eine verkuerzte, zweitaegige Wanderung auf den Mount Luxemore (1047 M.u.M.), da wir den beruehmten Routeburn-Track infolge Lawinengefahr nicht in Angriff nehmen konnten. Um 9.30 starteten wir zunaechst zweieinhalb Stunden arround des Lake Te Anau, wo wir in Brod Bay eine Mittagspause einlegten. Danach folgte der z.T. sehr steile Aufstieg zum Mt. Luxemore, wo nur gerade die letzte halbe Stunde des vierstuendigen Tracks einigermassn flach waren (ueber der Baum/Buschzone). Zwischendurch schneite es sogar kurz und heftig. Gegen halb vier Nachmittags waren wir dann jedoch schon bei der Luxemore-Hat, wo wir die Nacht verbringen sollten. Nach Tomatensuppe und Fertigteigwaren-Gerichte (auf dem Gasskocher) spielten wir noch lange "King & Asshole", wobei sich "H" den Uebernamen "Queen" holte, da sie fast andauernd gewann. Die Huette fuellte sich so langsam aber sicher noch mit anderen Leuten, so dass gegen 19 Uhr ca. 25 Nasen um das warme Cheminee sassen. Frueh gings in den Schlafsack, wir starten frueh morgens! Im 10er-Schlag kam Klassenlagerstimmung auf, nur das schnarcheln von Gordie und Mighty-Mike war muehsam! Tag 8 (14.10.) / Te Anau - Frankton/Queenstown Frueh um 6 Uhr gings mit dem Sonnenaufgang auf die Downhill-Wanderung, zurueck von der Luxemore-Hat 650 Hoehenmeter runter zu den Ufern des Lake Te Anau, wo uns puenktlich um 9 Uhr ein Motorboot retour zum Campingplatz bracht. Happy nahmen wir im Bus unser 2. Fruehstueck zu uns. Es ging dann auch etwa 2h bis zu den Ufern des Lake Wakatipu, wo wir die naechste Bike-Etappe starteten. Ueber 45 km gings eher gemuetlich Richtung Frankton/Queenstown. Angekommen an diesem Funsport-Mekka hiess es zuerst ausruhen, der Rest des Tages konnte individuell geplant werden. Dave und Mike gingen auf einen Bungy-Jump (aus einer Gondel hinaus), ich entschied mich fuer ein Downhill-Race mit dem Bike. Ich hatte noch etwas Kraft fuer den Aufstieg, brauchte aber hoellische eineinhalb Stunden und musste das Bike z.T. tragen, Radquer! Oben angekommen aergerte ich mich zunaechst, als ich sah, dass auch eine Gondel auf diesen Berg hinauf fuehrte. Toll! Anyway, die 12 Min. runter von 1100 auf 300 M.u.M. auf einem wirklich abenteuerlichen Single-Trail waren gigantisch! Cooler als ein 12 sek-Jump! Nach einem reichlichen Burger-Dinner in einem Pub gings dann noch zum abfeiern in der Party-Metropole Queenstown, die Bungy-Helden mussten gewuerdigt werden. Doch ich war todmuede und um Mitternacht einer der ersten im Zeltcamp. Tag 9 (15.10.) / Queenstown - Lake Wanaka Ausschlafen! Wahnsinn - bis 9.45 konnte ich schlafen! War auch bei gewissen Leuten des Teams (Dave, Sarah...) noetig... oder sie kehrten erst jetzt (!) zurueck (Mel - die Queen of the Night). Machte aber gar nichts, denn die naechste Etappe startete erst um 12 Uhr und fuehrte ueber 75 km nach Wanaka ueber den steilen Mount Scott-Pass. Das war ein hartes Stueck Arbeit, wieder eineinhalb Stunden Aufstieg, dafuer dann die lange und kurvenreiche Abfahrt zum Lake- und Village Wanaka. Dort ging es nach einer Verschnaufspause im Bus weiter, aber nicht lange! Obwohl ueberhaupt niemand mehr so richtig mochte, stachelte uns Brent an, die letzten 20 K's bis zum Camp noch mit dem Bike zu absolvieren. Und es hat sich gelohnt: Dieses letzte Teilstueck waren die schoensten bis jetzt; kein Asphalt, sehr wild, am Ufer des Sees - es sah aus wie Bilder aus dem Buch "Bike Dreams", welche bekanntlich meine Motivation fuer diese Reise waren. Vielen Dank nochmals, Nadine, an dieser Stelle. My vision ist nun Realitaet, vielleicht DER Augenblick fuer mich hier in Neuseeland. Auch verspuere ich praktisch keine Schmerzen mehr. Das BBQ hatten wir uns redlich verdient. Der Platz am Fusse des Lake Wanaka war wieder genial eingeplant von Brent & Co. - wunderschoen, aber auch saukalt! Nach einer weiteren lustigen Marshmallow-Braeteln-Session (wenn der Marshmallow brennt, muss man in trotzdem essen...) gings muede ins Zelt. Tag 10 (16.10.) / Wanaka - Haast Beach Heute morgen wurde ich durch Regen geweckt, das erste Mal seit unserem Start am 7ten! Ausgerechnet heute frueh um 8 Uhr startete auch die mit 130 km laengste Etappe! Los gings auch und es war sehr nass-kalt, Temperaturen nicht ueber 10 Grad. Man kam kaum vorwaerts, nach 45 km (oder zweieinhalb Stunden trampen) legten wir eine Kaffee- und Aufwaermpause ein. Dann gings weiter, entlang der Westkueste. Viel Buschland, viele kurze und kraefteraubende Aufstige - sonst nichts! Nach dem Haast-Pass um 12.30 Uhr brachen wir dann die Etappe nach weiteren 35 km im Sattel ab - die wirklich miesen Wetterbedingungen machten eine Weiterfahrt unmoeglich! Und fuer die Team-Moral war es auch besser - auf gings in den Bus! Wir Guys entschieden uns dann, den angefangenen Tag mit einer Jet-Boat-Tour auf dem Waiatoto-River (in der Naehe des Campingplatz bei Haast Beach) auszuklingen: Fun pur fuer die erschoepften Biker. Ein tolles Gefuehl, mit der Kraft zweier Ferrari-Motoren und nur einige Zentimeter unter Wasser mit dem Jet Boat den Fluss hinauf (!) und zurueck zu "racen"! Nass waren wir ja schon, nass wurden wir nochmals! Dann gings nach einem feinen Chicken-Curry mit Reis in eine 4er-Kabine zum schlafen, nicht in den "Camping-Lake" zum zelten. Ohne Gordie, den Oberschnarchler, der tapfer sein Zelt aufbaute...! Tag 11 (17.10.) / Haast Beach - Okarito Um 9 Uhr radelten wir los - es hatte aufgehoert zu regnen. Nicht lange...entlang ging es der Westkuesten-Einoede und es war wieder nass und kalt. Nach 30 km legten wir eine Pause ein und sahen Pinguine direkt am Beach. Coole Tiere! Dann hiess es Kraefte sparen fuer die Gletscher-Tour und ab in den Bus! Diese startete gegen Mittag in Fox-Village. Mit einem professionellen Guide gings zuerst im Bus bis zum Car-Park und dann die 50 Min. bis zum "Touristen-Balkon", welcher zu Fusse des ca. 30 km langen Fox-Glacier liegt und das Ende fuer Pauschaltouristen bedeutet. Dann stiegen wir sehr steile 300 M aufwaerts am gegenueberliegenden Berghang, z. T. auf sehr abenteuerlichen Pfaden! Wahnsinn wiederum diese Natur: Vom Sandstrand ueber die Regenwaldzone bis zum Gletscher - und das alles innerhalb von 25km! Das kann man nur an zwei Orten dieser Welt. Hier in Neuseeland und im suedamerikanischen Chile. Dann gings runter auf den Gletscher, Spikes montieren und dann der Leine dem Guide nach. Ein sehr spezielles Erlebnis, vor allem der "Blue Ice-Cave", wo ich gerade durchpasste! Nach insgesamt dreieinhalb Stunden waren wir wieder zurueck, muede von den steilen Auf- und Abstiegen. Dann gings wieder im Bus das letzte Stueck, bis 13 km vor dem Campingplatz, wo wir nochmals eine Downhill-Abfahrt unternahmen. Im Ziel (Okarito) war dann mein Turn mit kochen, es gab einen Nachos-Schmaus. Heute hatten wir keine Wahl - ab in den fu**ing Camping-Lake zum zelten... egal, ist ja die letzte nacht!!! Tag 12 (18.10.) / The End in Hokitika/Greymouth Hellyeah! Wir fahren zwar nochmals fast 75 km an der Westkueste zwischen Okarito und Hokitika, aber es kommt mir wie fliegen vor! Das nebenbei das Wetter immer noch mies ist (und geschlafen habe ich im Dauerregen auch schlecht) faellt gar nicht gross auf - so gross ist die Vorfreude auf das Ziel. Gegen Mittag erreichen wir Hokitika und nach einer kurzen Pause gehts auf die letzte Stunde Richtung Greymouth. Alles geht jetzt sehr schnell irgendwie! Dort angekommen fallen Dave, Mike, "H" und ich uns gluecklich in die Arme, wir vier haben alle 11 Bike-Options absolviert!!! Zum feiern gehts jetzt weiter Richtung Nelson... leider nicht fuer mich! Der TranzAlpine zurueck nach Christchurch wartet nicht! Goodbye Flying Kiwi-Team, Goodbye friends! Dave wuerde nun den Ausdruck pflegen: "It was a fu**ing brilliant time!" Ich stimme dem ohne Vorbehalte zu. Um 2.25 PM faehrt dann der TranzAlpine los, welcher einmal taeglich die 231km-Strecke zwischen Christchurch und Greymouth ueber den hohen Arthurs-Pass absolviert. Das ganze dauert 4h - nix Shinkansen! Ein letzter schoener Moment in New Zealand: Mit einem kuehlen Bier sitzend in der Badewanne eines Mittelklasse-Hotels, mit fast 800 km in den Beinen!!! EInfach schoen... Raphi Goodbye New Zealand, welcome Australia soon! Dann wird die Berichterstattung komplettiert durch meine bessere Haelfte! CU ORIGINAL | |||||||||||