| Gallery Affen ![]() Die drei heiligen Affen von Nikko: Nichts boeses sprechen, nichts Boeses hoeren, nichts Boeses sehen.
Nikko und Swiss Aelpler Magronen 29.09.2002 (View count: 2835) Ausflug nach Nikko und ein gelungener AbschiedDonnerstag morgens fueh um 5.30 geht die Reise los, wiederum ueber Ishioka und dann ueber Ueno (Tokoyo) in den Norden der Hauptstadt nach Nikko. Zugfahren bereitet einem nach zweieinhalb Wochen Nippon keinerlei Muehe mehr; Ueno ist vergleichbar mit dem Zuerich HB - sogar ein kleines Nickerchen im Zug ist mittlerweile moeglich. Nach 3 1/2 Stunden faehrt die JRail puenktlich im in einer schoenen Berglandschaft eingebetteten Nikko ein. Zu Fuss geht es dann zu einer der groessten und in dieser Berglanschaft einmaligen Tempelanlage Japans. Nach der Besichtigung des alten bottanischen Gartens gehts hinauf zum Rinno-Tempel, welcher vor allem durch die Haupthalle mit den drei Buddhas glaenzt. Inmitten von tausendjaehrigen Baeumen gehts weiter hinauf auf einer maechtigen Steintreppe zum Toshogu-Schrein. Durch ein grosses Tor gelangt man zu den aeltesten Holz-Speicher Japans, welche durch ihre praechtig verzierten Schnitzwerke beeindrucken. Das beruehmeste dieser Schnitzwerke sind die drei heiligen Affen, die sich Mund, Ohren und Augen zuhalten, was soviel heisst wie: Nichts boeses sprechen, nichts Boeses hoeren, nichts Boeses sehen. Eine weitere steile Treppe (+ zusaetzliche Eintritts-Kosten) fuehren schliesslich zum beruehmtesten Gebaeude Nikkos, dem Traumtor "Yomei-mon, mit untypisch vielen Figuren und Verzierungen. Am Nachmittag gehts dann mit dem Bus hinauf durch ueber 40 atemberaubende Haarnadelkurven zum Chuzenji-See (1271 M.u.M.). Leider ist es so neblig, dass man den Kegon-Wasserfall nicht wirklich in seiner ganzen Schoenheit geniessen kann. Dagegen ist es auf der Hoehe wieder angenehmer und man kann das herrliche Bergpanorama ueber Nikko und dessen weitgehend unberuehrter Natur geniessen. Hoch ueber dem rechten Ufer des Sees erhebt sich der der heillige Berg Nantai mit dem Hauptschrein Futarasan. Der Mittelschrein liegt direkt am See und wurde errichtet fuer die nicht mehr ganz so fussfesten aelteren Pilgerer. Immerhin betraegt der beschwerliche Aufstieg ca. 4h. Ich liess es mir nicht nehmen und wollte natuerlich hinauf zu diesem stillen, einsamen Ort. Auch wenn der Weg etwas beschwerlich ist (und die wechselhafte Sicht nicht immer die Beste...), lohnen die abwechslungsreichen Aussichten ueber die Schreinanlage die Anstregungen. 5 1/2 Stunden nach dem Highlight "on the Top" bin ich todmuede wieder zurueck in Ibaraki-Town. Am darauffolgenden Tag ist auch schon die grosse Goodbye-Party angesagt, denn es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Laphi heute halb Ibaraki mit "Swiss Aelpler Magronen" (a la mode du Paul) beglueckt. Der Druck ist dementsprechend gross. Im Juisco-Supermarket finde ich so ziemlich alles, wenn auch beschwerlich. Zum Beispiel fuer 15 ml Zitronensaft irre ich eine gute Viertelstunde umher. Und das Beste: Keine Ahnung, fuer was die 2 EL Zitronensaft im Rezept schlussendlich verwendet wurden (!) Zu guter Letzt werde ich das ganze Flaeschchen Zitronensaft in das Apfelmuus schuetten (...) Ein wirkliches Problem stellt die Auswahl an Kaese dar, welche nur aus ein paar Weichkaesen sowie Streukaese und Parmesan besteht. Da heisst es ein erstes Mal improvisieren, verschiedene Streukaese wandern in meinen Einkaufswagen. Dann, zu Hause angelangt, der 2. Schock: Kein Backofen! Fuer was auch?! Zum Reis backen?! OK, wieder improvisieren: Nach dem ruesten (ca. 1h) werde ich die Kartoffeln und Teigwaren fertig kochen (zusammen mit den angebratenen Zwiebeln) und dann jeweils einen Teller mit Streukaese verzieren und ab in die Mikrowelle fuer 2 Minuten! Erster Erfolg: Apfelmuus (mit Zitronengeschmack) sieht wie Apfelmuus aus, kann aufgetischt werden. Ebenso die erste Schicht "Swiss Aelpler Magronen by Laphi" fuer Hirokazu, Massar, Akira und mich. Mein persoenlicher Eindruck: Kartoffeln zu soft und zu wenig Salz. Das stoert aber meine asiatischen Kollegen herzlich wenig, welche ab diesem (einfachen) Mahl schlichtweg begeistert sind. Es sieht auch ganz nach Aelpler Magronen aus, was da schliesslich im Teller landetet (Knips, Knips - was fuers japanische Fotoalbum!). Nicht mal der Reiss wird vermisst... erster Teilerfolg. Dann kommt die 2. Schicht, angefuehrt von Hirokazu's Mutter, ihrem Boss, sowie Hiro's Tante und deren Tochter. Wieder schwitze ich in der Kueche - und es gelingt! Auch die zweite Japan-Delegation ist begeistert und ich um einiges erleichtert. Spaeter bin ich mir dann nicht mehr sicher, ob sie diese Mahlzeit einfach "schoengesoffen" haben (u. a. wieder reichlich Asahi, Wein und Champagner), oder ob ich wirklich nicht der schlechteste Koch in Mitteleuropa bin... die Antwort muss ich wohl im Dezember (zurueck in der Schweiz) geben! Bis dann, en Guete: Laphi ORIGINAL | |||||||||||