| Gallery mackay ![]() 1. mittels dieser "ernte-maschine" koennen die australier die zuckerrohrfelder schnell schneiden. - 2. ein typisches queenslander-haus. - 3. das merkwuerdige tier "platypus"
Ostkueste (Cairns - Hervey Bay) 09.09.2002 (View count: 2466) dies mein reiseprogramm:28. august abfahrt cairns, 14.00 uhr ankunft townsville, 18.45 uhr 30. august abfahrt townsville, 13.45 uhr ankunft airlie beach, 18.05 uhr 1. september abfahrt airlie beach, 13.55 uhr ankunft mackay, 16.30 uhr 3. september abfahrt mackay, 14.00 uhr ankunft rockhampton, 18.05 uhr 5. september abfahrt rockhampton, 04.15 uhr ankunft hervey bay, 10.15 uhr townsville von darwin flog ich zurueck nach cairns. meine ehemalige gastfamile erwartete mich und hatte mich wieder fuer ein paar tage bei sich aufgenommen. ich genoss die bekannte umgebung, die familie und "mein zimmer". nach 5 tagen hiess es dann zum zweiten mal abschied nehmen, jedoch diesmal fuer immer. die gastmutter werde ich allerdings in sydney nochmals sehen. in cairns machte ich also meine erste bekanntschaft mit dem greyhound reisebus. da ich zuvor noch nie so gereist war, wusste ich nicht richtig, wie das ganze ablaeuft. deshalb bewegte ich mich in die empfangshalle und wollte mich am schalter erkundigen. der herr hinter dem schalter liess mir keine zeit meine fragen loszuwerden, denn er erkundigte sich sogleich ob ich einchequen wolle - ach so, man muss einchequen :-) ein kurzes "ja" von mir genuegte, um das ganze gespraech ueber reiseziel, reisezeit, reisegepaeck ins rollen zu bringen. nach knapp fuenf stunden erreichte ich townsville. townsville an sich ist ein eher verschlafener ort und dennoch irgendwie speziell. der stadtstrand dehnt sich ueber mehrere hundert meter aus, mit aussicht auf magnetic island. diese insel besuchte ich am folgenden tag. mittels passagierfaehre erreicht man in ca. 20 minuten diese grosse insel. zuerst genoss ich den strand (picnic bay) an dem die faehre angelegt hatte. um einen kleinen ueberblick ueber den einen zipfel der insel zu erlangen machte ich mich auf den weg zum hawkings-point-lookout. von dieser anhoehe sieht man hinunter auf rocky bay und picnic bay. da das wetter stimmte, war die aussicht einfach genial. nachdem mich die faehre wieder in townsville abgesetzt hatte, marschierte ich zum stadtstrand, wo ich einen ganzen strandteil fuer mich in anspruch nehmen konnte. airlie beach schon ging die reise weiter nach airlie beach. airlie beach bietet die beste gelegenheit, einige der ueber 70 inseln der whitsundays zu besuchen. so buchte ich gleich nach meinem zimmerbezug einen tagesausflug fuer den naechsten tag. die wohl bekanntesten bilder stammen von whitsunday island. die whithaven beach mit dem blick auf hill inlet ist einfach atemberaubend. der sand an diesem ort ist tatsaechlich strahlend weiss und so fein wie kreidenstaub! ich war so fasziniert von diesem anblick, dass ich bestimmt 10 fotos geschossen hatte :-) hook island war die zweite insel die wir anfuhren. auch diese insel ist toll, aber an whitsunday kann diese sich nicht messen. bei dieser bekamen wir die gelegenheit zu schnorcheln oder wer lust hatte konnte einen probetauchgang absolvieren. zahlreiche bunte fischschwaerme und farbige korallenbaenke machten auch diesen stopp lohnenswert! auf dem rueckweg nach airlie beach, hatten wir auch noch das grosse glueck einen wal zu sehen. jedoch tauchte dieser nicht ganz auf, wir sahen nur die heckflosse, aber immerhin. airlie beach hat sich, wie andere orte australiens, mit haut und haaren dem tourismus verschrieben. das nachtleben erinnert an bilder von mallorca. pubs und biergaertenaehnliche lokale reihen sich an beiden strassenseiten. waehrend des tages hingegen sind die strassen nicht so ueberbevoelkert. der park vor dem hafen und die lagune (grosser swimingpool) bieten reichlich platz, den tag in airlie beach selbst zu verbringen. mackay dieser tag war vollgespickt mit verwirrung! aber alles der reihe nach. da mein bus erst am nachmittag um zwei richtung mackay fuhr, konnte ich noch ein paar stunden in airlie beach, d.h. im park mit sicht auf den hafen verbringen. aber dann: der bus erschien und startete wie nach programm. meine ersten schreckensminuten begannen - dieser bus fuhr dieselbe strecke zurueck, wie ich zwei tage zuvor hergekommen war. in meinem hirn ratterte es. hatte mich der fahrer falsch verstanden? ich wollte ins suedliche mackay und nicht ins noerdlich gelegende ayr!!! dann die rettende, spannungsloesende durchsage des busfahrers "bevor wir in mackay eintreffen, legen wir einen stopp ein ...". okay, ich war doch im korrekten bus :-) in mackay angekommen, packte ich meine tasche und lief zielstrebig den strassen entlang zu meinem backpacker fuer die naechsten zwei naechte. im lonely planet (der reisefuehrer von ganz australien) zeigte mir die strassenkarte von mackay genau an, wo sich meine schlafgelegenheit befindet. nach ca. 20 minuten suchen, hatte ich die schnauze voll und wollte mir eine wegbeschreibung in einem hotel holen. leider konnte mir dort niemand weiterhelfen (sie erzaehlten mir nur, dass schon mehrere backpack-touristen danach gefragt haetten). ich hatte ja noch die telefonnummer des backpacker mackay accomondation (so der name im reisefuehrer). nach diesem telefongespraech fand ich heraus, dass die strassenangabe nicht stimmte. toll, wie sollte ich den backpacker finden, wenn sich dieser nahezu am anderen ende der stadt befindet!? nun konnte ich fast den ganzen weg wieder zurueck gehen. bei der "woodstreet" sollte ich einbiegen und nach einem orangen haus ausschau halten. den wegbeschrieb hielt ich ein, ein oranges gebaeude hatte ich auch gefunden aber der name war nicht derselbe. trotzdem erkundigte ich mich dort, ob dieser ort derselbe sei, wie ich ihn im buch stehen hatte. nein, schon wieder an der falschen adresse! sauer und genaervt packte ich meine sachen und setzte meine suche fort. da erspaehte ich ein aelteres ehepaar mit sohn im nahen pub, welche ich kurzerhand anquatschte und nach meinem backpacker fragte. diese drei waren zwar von mackay, aber der name des backpackers war ihnen unbekannt. der sohn vermutete jedoch zu wissen wo sich dieses orange gebaeude befinden koennte. er bot mir an, mich mit dem auto hinzufahren. nach kurzem innerlichen zoegern (= steig keinen fremden ins auto!!!) nahm ich doch dankend an. einige sekunden spaeter sass ich das erste mal in meinem leben in einem rolls royce - weiss gar nicht wie man das korrekt schreibt :-) nach einer irrfahrt (background-musik mozart) durch die strassen von mackay, war auch dieser australier am verzweifeln. er schnappte sich sein handy und rief nochmals unter der telefonnummer an, bei welcher ich gebucht hatte. dann kam des raetsels loesung: auch der name im lonely planet war falsch! dazu noch der gipfel, "mein" backpacker war der, in dem ich ca. 3/4-stunden zuvor nachgefragt hatte, ob der beschrieb und telefonnummer im buch zu diesem backpacker passt! mackay, genauer der eungella national park ist ein beliebter stopp, um das eigenartige schnabeltier "platypus" zu sehen. aus diesem grund unterbrach auch ich meine reise in den sueden an diesem ort. mein gebuchter tagesausflug fuehrte mich nicht nur zu den platypus, sondern auch zu den wheel of fire falls. die tour vom vortag begegnete auf dem weg durch den tropischen regenwald anscheinend einer schlange und einem ausgewachsenem goanna. eine schlange mussten wir zum glueck nicht sehen, worueber ich ausgesprochen froh war! einen noch nicht ausgewachsenen (etwas groesser als 1 meter) goanna kruezte unseren weg am schluss dieses fussmarsches. der goanna ist eine grosse echse. es lohnt sich dieser echse vorsichtig gegenueber zu treten und einen gewissen abstand einzuhalten. fuehlt sich dieses tier bedroht, fluechtet es instinktiv auf den naechsten baum. tja, jetzt kommt der gefaehrliche teil: alles was aufrecht in der gegend steht wirkt fuer den goanna wie ein baum, also auch eine stehende person! da das tier mit langen krallen ausgesattet ist, waere das eine sehr schmerzhafte erfahrung. das mittagessen nahmen wir im historic chalet hotel mit ausblick ueber das pioneer valley zu uns. anschliessend machten wir uns auf den weg zum broken river. in diesem fluss kann man nahezu taeglich platypus erspaehen. auch wir hatten das vergnuegen dem auf- und abtauchen des platypus zuzusehen. ausgewachsen sind sie nicht groesser als 45 cm. die weibchen sind etwas kleiner, aber umso gefraessiger. so nimmt ein weibchen in 14 stunden nahezu das eigene koerpergewicht zu sich. nach der paarung dauert es gerade mal 20 tage, bis das weibchen 2 - 3 kleine eier legt. 10 tage spaeter schluepfen die jungen und beginnen die milch zu saugen, welche durch das fell des muttertieres fliesst. 3 1/2 monate spaeter verlassen die jungtiere das nest und schwimmen ihren eigenen weg. wirklich eigenartige tiere: schluepfen aus eiern und sind doch saeugetiere! von mackay an sich hatte ich nicht allzu viel gesehen und den teil welchen ich abmarschierte fand ich nicht besonderes beeindruckend. mackay und umgebung produziert einen grossen prozentsatz des australischen zuckerrohrs. so faehrt man umgeben von zuckerrohrfeldern in die stadt mackay ein und auch wieder hinaus. rockhampton rockhampton war mein letzter stopp im offiziellen tropengebiet. auch in dieser stadt haette man sicherlich tolle sachen unternehmen koennen, ich goennte mir an diesem ort eine auszeit und verbrachte die meiste zeit mit faulenzen. auf der suche nach dem shopping-zenter entdeckte ich jedoch einen schoenen park und die st. joseph`s kathedrale. da ich noch nie eine australische kirche von innen angeschaut hatte, beschloss ich von dieser einen augenschein zu nehmen. das erste was mir auffiel, waren die deckenventilatoren. sieht irgendwie befremdend und witzig aus. okay, kirche gesehen - so dachte ich jedenfalls. ich verliess die gottesstaette durch die seitentuere, wo ich direkt dem pfarrhelfer in die haende lief. keine ahnung wieso aeltere australier immer das beduerfnis haben mit mir zu ins gespraech zu kommen ... dieser quatschte mich sofort an und draengte sich auf, mir geschichte und sonstigen hintergrund ueber die kathedrale zu erlaeutern. also: der amtierende bischof stammt aus italien. die kathedrale wurde in zwei etappen erbaut, da zu anfang zu wenig geld vorhanden war. die bunten kirchenfenster wurden im II. weltkrieg rausgenommen und in einem bunker sichergestellt, danach wieder eingebaut. die grosse orgel funktioniert nicht mehr, deshalb steht jetzt eine kleine elektronische orgel neben dem predigerpult (angezapfte boxen befinden sich jedoch neben der originalorgel). ... dieser herr liess mich praktisch nicht aus der kathedrale gehen, bevor ich von verschiedenen ansichten fotos geschossen hatte! nachdem ich mich im shoppingzenter umgesehen hatte, marschierte ich zum parkgelaende neben dem fitzroy-flussufer. das wars dann schon. zeitung lesend, radio hoerend, ameisen verscheuchend - so verlebte ich den rest des tages. hervey bay frueh morgens um 4.15 uhr begann meine abreise von rockhampton. das heisst ich wurde vom taxi um 20 vor 4 abgeholt und zum greyhound-busbahnhof gebracht. der fruehe tagesstart hatte sich jedoch gelohnt. nach 10 uhr erreichte ich hervey bay und konnte sogleich eine wal-watching-tour fuer denselben nachmittag buchen. ueber 3000 buckelwale treten zwischen ende juli und ende oktober den weg von der antarktis zu den gewaessern vor ost-australien an. die wale bringen hier im waermeren meer ihre jungen zur welt. ist das kalb ein paar wochen alt ziehen sie sich wieder ins eiswasser zurueck. niemand kann mit bestimmtheit sagen, wieso die wale die grosse reise antreten. eine theorie lautet, dass sich die kaelber auf diesem weg langsam an das kalte wasser der antarktis vorbereiten koennen. vom 1. august bis 1. november garantieren die reiseveranstalter buckelwale sehen zu koennen. sollte man trotzdem pech haben, bekommt man ein freiticket fuer einen anderen tag. wir hatten jedoch keine probleme die tiere aufzustoebern und kamen in den genuss auf mehrere gruppen von buckelwalen zu stossen. teilweise schwamen diese direkt ans boot heran und streckten die nase weit aus dem wasser heraus! ein wirklich einmalig, schoenes erlebnis einem solchen giganten (werden bis zu 15 meter lang) gegenueber zu stehen. den folgenden tag nutzte ich, um fraser island einen kurzen besuch abzustatten. ein einziger tag reicht natuerlich nicht wirklich aus, diese groesste sandinsel der welt richtig zu erkunden. aber besser einen teil zu sehen als gar nichts! zuerst hielten wir zum garawongera suesswassersee. auf der insel sind nahezu 200 salzlose seen verteilt. das wasser ist sehr "weich", taucht man in dieses wasser ein, wird die haut ganz geschmeidig. habs an den haenden ausprobiert und es stimmt tatsaechlich. nach dem mittagessen verliessen wir die holperigen inlandstrassen und fuhren direkt am meer entlang zum punkt "the coloured sands". an kleinen felsformationen sind verschiedene farbschichten ersichtlich. das maheno schiffswrack war unser naechster fotostopp. dieses waehrend des I. weltkrieges eingesetzte lazaretschiff, wurde 1935 an die ostkueste fraser islands gespuehlt. nach dem krieg wurde dieses schottische schiff an eine japanische stahlfirma als altmetall verkauft. das schiff sollte im schlepptau nach japan gebracht werden, wurde unterwegs jedoch von einem cyclone erfasst und spaeter an diese kueste gespuehlt. nicht nur suesswasserseen, sondern auch frischwasserbaeche fliessen auf fraser island. eli creek, unser naechster halt, ist einer davon (soll angeblich der schoenste sein). in dieser jahreszeit ist das wasser etwas kuehl, fand ich jedenfalls und streckte deshalb nur die fuesse hinein :-) nach diesem abstecher verliessen wir die angenehme "strasse" wieder, um durch den yidney regenwald zurueck zum ausgangspunkt zu fahren. was mich an diesem tag am meisten verblueffte war, dass gigantisch, grosse baeume nur auf/in sandboden halt finden koennen! ORIGINAL | |||||||||||