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Wally
Wally
Auch schon sehr an Taucher gewoehnt.
 
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Bild von: - Tirso Und Corinne
Reise: Weltreise
Bericht: Birdsville - Port Douglas

Birdsville - Port Douglas

22.10.2002 (View count: 2918)
Die Weiterfahrt von Birdsville gestaltete sich sehr öde und heiss… und irgendwie kamen Erinnerungen an die argentinische Pampa auf. Die Temperaturen überstiegen die 40° Marke und auch die Fliegen hatten Hochkonjunktur und waren millionenfach vertreten. Diese Fakten bewogen uns dann dazu, von der eigentlich geplanten Route abzuweichen und in möglichst direkter Linie auf die Küste zuzusteuern.

Nach einer Marathonetappe von knapp 800km (so viel waren wir noch gar nie an einem Tag gefahren) erreichten wir Townsville und somit die Ostküste. Wir hielten uns jedoch nicht lange in Townsville auf, da wir ja auf dem Rückweg nochmals dort vorbei kommen werden.

Wir verliessen also die Küstenregion sogleich wieder und machten etwas Höhe. Die Atherton Tablelands liegen etwa 1000müM und sind gesegnet mit regelmässigem Regen. Die Gegend erinnert sehr stark an die Schweiz, gibt es doch Kühe, saftige Wiesen und klare Seen. Die Temperaturen sind gemässigt und sehr angenehm.

Trotz dieser schönen Umgebung war das Great Barrier Reef zu nahe, um lange widerstehen zu können und schon bald erreichten wir Cairns und hatten kurz darauf unsere Tauchtrips gebucht…

Unser erster Trip führte uns für drei Tage auf den Atlantic Clipper, ein Segelschiff, das im Barrier Reef vor Cairns kreuzt.

Zwar war „Wally“, die Giant Napoleon Wrasse immer noch da, aber das Riff hat fürchterlich unter Tausenden von Tauchern und der Korallenbleiche gelitten. Tauchen vor Cairns ist definitiv nicht mehr zu empfehlen!

Kurz nachdem wir wieder sicheren Boden unter den Füssen hatten, checkten wir schon auf dem nächsten Tauchboot ein. Die Taka II würde eine Route ganz in den Norden des Barrier Reefs nehmen, wo die Unterwasserwelt noch in Ordnung sein sollte. Zuerst hiess es aber 14 Stunden Fahrt dorthin zu überstehen. Am nächsten Morgen, nachdem wir erfolgreich das Abendessen behalten hatten, ging‘s dann ins Wasser…

… und es war nicht zuviel versprochen worden. Die Korallen waren in gutem Zustand und auch der Fischreichtum war wie wir es in Erinnerung gehabt hatten. Das Zusammentreffen mit sehr neugierigen Zackenbarschen (Potato Cod) von bis zu 200kg Gewicht war ein Erlebnis für sich. Diese Fische werden regelmässig von den Tauchern gefüttert und sind deshalb fast zahm und natürlich sehr an dem Tascheninhalt des Tauchjackets interessiert.
Die Sicht war sehr gut und so genossen wir die Taucherei sehr.

Die Zeit zwischen Tauchen, Essen und Schlafen verging wie im Fluge und vier Tage später fanden wir uns im Hafen von Cairns wieder.
Unseren ursprünglichen Plan, noch vor Anfang der Regenzeit ins Cape York hinauf zu fahren, hatten wir zu Gunsten der Taucherei fallen gelassen. Man kann nicht alles haben…

Wieder an Land besuchten wir eine Krokodilfarm. Da wir den Salzwasser-krokodilen nicht ohne Umzäunung begegnen wollten, die können bis zu 8 m lang werden, zogen wir diese Art von Tierbetrachtung vor.

Einen Kurztrip ins Cape Tribulation hatten wir dann auch noch eingebaut. Da die Zeit der Jelly Fish (hochgiftige Quallen) noch nicht gekommen war, (fängt Ende Oktober an und dauert bis März) konnten wir hemmungslos an kaum besuchten Stränden baden…

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