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Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Viel Salz...
 
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Bild von: - Tirso Und Corinne
Reise: Weltreise
Bericht: Machu Picchu - Valparaiso

Machu Picchu - Valparaiso

10.05.2002 (View count: 3139)
Nachdem wir Machu Picchu besichtigt hatten, fuhren wir wieder nach Copacabana und von dort mit dem Auto nach La Paz. Wir fanden ein nettes Apartment, wo wir eine Woche verbrachten. Während dieser Woche wollte sich Tirso wieder einmal sportlich betätigen und so buchten wir einen Mountainbike-Downhillausflug. Da die Strecke auf der gefährlichsten Strasse der Welt entlangführte, von 4600müM hinunter auf 1300müM, zog ich es vor, mit dem Bus zu fahren. (Als ich dann jedoch den Bus sah, fragte ich mich, was wohl gefährlicher ist und ich wunderte mich nicht, warum hier so viele Unfälle passieren.) Die Strasse ist nur einspurig, Schotter und Schlamm, auf der einen Seite der Berg und auf der anderen geht es senkrecht hinunter.

Wir verbrachten dann noch eine Nacht in Coroico, hier war es wenigstens schön angenehm warm.

Von La Paz fuhren wir anschliessend Richtung Uyuni, leider schafften wir das nicht an einem Tag und mussten irgendwo auf dem Altiplano campen. Das war die kälteste Nacht, die wir je im Dachzelt geschlafen haben, die Temperatur sank auf etwa – 10° . Unter unserer Daunendecke war es zwar kuschelig warm, aber ich fror entsetzlich an den Kopf da die Temperatur im Dachzelt auch auf –4° gesunken war .

Die Strasse wurde immer schlechter, Flussdurchquerungen waren häufig. Am Mittag kamen wir dann in Uyuni an, suchten einen Backpacker und buchten eine Tagestour auf den Salzsee für den nächsten Tag.

Unserem Auto wollten wir den Salzsee nicht zumuten, darum fuhren wir mit einer organisierten Tour, zusammen mit noch etwa zehn anderen Autos, also so richtig touristisch.

Der Salzsee ist richtig gross, der grösste der Welt! Allerdings kam ich mir eher vor, wie auf einem Schneefeld, als wie auf einem Salzsee. Natürlich wird hier auch Salz abgebaut und da musste ich doch gleich einmal probieren.

Die „Strasse“ führte immer geradeaus bis wir zum Salzhotel kamen. Hier ist alles, ausser das Dach, aus Salzblöcken gebaut. Nach der Regenzeit muss dann eben immer viel renoviert werden.

Noch einige Kilometer weiter kam die Isla Pescado in Sicht. Die Insel heisst so, (Fischinsel) weil sie die Form eines Fisches haben soll. Wir bewunderten die bis zu zehn Meter hohen Kakteen, pro Jahr wachsen sie einen Zentimeter, da kann man sich ausrechnen, wie alt die schon sind.

Da Uyuni auch auf 3800müM liegt, die Nächte bitterkalt waren, der Ort selber nichts zu bieten hat, beschlossen wir, am anderen Tag weiterzufahren. Bis zur chilenischen Grenze waren es 205 Kilometer, laut Karte….

…. Und das war wohl der schlimmste Tag auf der Reise – die Pisten wurden immer schlechter, zum Teil war gar keine Spur erkennbar. Natürlich gab es keine Wegweiser, aber viele Abzweigungen und so verfuhren wir uns trotz GPS natürlich (ohne GPS waere die Fahrt gar undenkbar ohne Führer). Die Piste, die wieder zurückführte, war zum Teil weggeschwemmt und schon lange nicht mehr befahren worden.
Nachdem wir endlich wieder auf der richtigen „Strasse“ waren, wurde es jedoch nicht besser.
Denn nachher ging es auf einem Salzsee weiter, zwischendurch versanken wir fast und oftmals hatten wir keine Ahnung, in welche Richtung es ging. Zum Glück haben wir GPS! Trotz schlechter und falscher Karten wussten wir so wenigstens die ungefaehre Richtung.
Wir schafften es ganz knapp vor der Dunkelheit an der bolivianischen Grenze anzukommen, die Grenzformalitäten waren schnell erledigt und dann fuhren wir nach Chile. An der Grenze wurde unser Auto ganz genau nach Drogen untersucht – und sie wurden sogar fündig: Wir mussten unseren Cocatee abgeben. Ganz stolz zeigten sie uns dann einen Raum, in welchem sich der Cocatee stapelte.
In Chile stürzten wir uns im nächsten grossen Ort in einen grossen Supermarkt und deckten uns wieder mit Lebensmitteln ein. Wir fuhren Richtung Süden, besuchten zwei Nationalparks, die an der Küste liegen und verbrachten noch zwei Tage in La Serena. Leider verfolgte uns das schlechte Wetter, die meiste Zeit war es ziemlich neblig und kühl.
Mit einer Flasche Champagner feierten wir den letzten Abend beim Campen hier in Südamerika.

Und nun sind wir wieder in Valparaiso angelangt. Die letzten zwei Tage haben wir unser Auto vollständig ausgeräumt und für Australien aussen und innen blitzblank geputzt.

Das Schiff mit unserem Auto an Bord soll Valparaiso am 25. Mai verlassen und ca 45 Tage spaeter in Freemantle (Perth) einlaufen.

Auf unserer Reise durch den Süden Südamerikas haben wir Argentinien, Chile, Bolivien und einen kleinen Teil Perus bereist. In vier Monaten haben wir 20‘110 km zurückgelegt und dabei 2790 l Diesel verheizt.

Vor grösseren Pannen blieben wir mehr oder weniger verschont. Das hintere Differenzial macht nach der Behelfsreparatur auf der Carretera Austral keinen guten Eindruck und muss in Australien definitiv repariert werden. An den rauhen Strassen sind neben den vorderen Stossdaempfern auch der Auspuff (Halterungen geprochen, Flexverbindung gebrochen) und die Hupe (abgebrochen) nicht schadlos vorbeigekommen. Ausserden haben wir gerade noch ein Elektroproblem mit der Hupe und Warnblinkanlage aber das werden wir alles erst in Australien in die Hand nehmen…


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