| Gallery Cuzco ![]() Plaza de Armas bei Tag.
La Paz - Machu Picchu 22.04.2002 (View count: 3025) Wir verbrachten einige Tage in La Paz und liessen uns dabei von den verschiedenen Eindrücken leiten. Eigentlich besteht diese Stadt aus hunderten von verschiedenen Märkten, wo alles, was man sich nur vorstellen kann, verkauft wird. Einiges davon war weniger appetitlich (Fleischmarkt) und anderes einfach faszinierend. Auf dem Hexenmarkt zum Beispiel konnte man alles erweben, was die verschiedenen Götter besänftigen sollte. So gab es unter anderem auch Lama-Föten, welche beim Hausbau in die Grundmauern einbetoniert werden, um Glück für das Haus und deren Bewohner zu bringen. Daraufhin wollten wir eigentlich recht bald weiterfahren. Ein zufälliger Blick auf die vorderen Stossdämpfer unseres Autos verzögerte jedoch unseren Plan um zwei Tage. Die Stossdämpfer hatten die schlechten Strassenverhältnisse nicht ohne Schaden überlebt und mussten gewechselt werden. Glücklicherweise konnten wir in der Garage von Ernesto Hug (der Name sagt’s, ein vor sehr langer Zeit nach Bolivien ausgewanderter Schweizer) hemmungslos schrauben und er half uns beim Auffinden der entsprechenden Ersatzteile. Originalteile waren natürlich nicht erhältlich und so wurden Landrover Stossdämpfer mit etwas Bastelarbeit passend gemacht. So erreichten wir ein paar Tage später doch den Titicacasee. Auf 3800 müM liegend ist er der höchste schiffbare See der Welt und gemäss Erzählungen der Ursprung des Inkareiches. So sollen die ersten Inkas, Manco Kapac und Mama Ocllo, auf der Sonneninsel im Titicacasee geboren sein. Von Copacabana aus (richtig, diese Stadt, bzw. deren heilige Jungfrau ist Namensgeberin des bekannten Strandes in Rio de Janeiro) liessen wir uns auf die Sonneninsel übersetzen. Dort werden noch heute Schilfboote gebaut. Ein Schwede namens Thor Heyerdahl hatte vor einigen Jahren mit einem solchen Boot den Pazifik überquert. Die Wanderung über die Insel war schön und führte uns zu unseren ersten Inka- und Vor-Inka Ruinen. Wir beschlossen den weiteren Weg nach Peru nicht mit unserem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Dies, weil wir von hier aus eh nicht mehr weiter nördlich fahren wollten und uns deshalb die Grenzformalitäten mit dem Auto sparen wollten. Ausserdem war die Busfahrt hin und zurück billiger als die Dieselkosten unseres Fahrzeuges für dieselbe Strecke. Wir nahmen also den Nachtbus nach Cusco. Cusco ist eine sehr schöne Stadt, in der Inka-Ruinen und spanische Kolonialbauten ineinander verschmelzen. Bummeln auf der Plaza der ist einfach herrlich. Wir beglückwünschten uns auch zum Beschluss, das Auto in Bolivien gelassen zu haben, wäre es doch beinahe unmöglich gewesen, einen sicheren Parkplatz zu finden. Leider ist die Kriminalität ein grosses Problem in Cusco, bzw. Peru und man hört laufend von z.T. brutalen Überfällen auf Touristen. Unserer Mobilität beraubt, buchten wir also frischfröhlich verschiedene Touren in und um Cusco und kamen uns bei solch durchorgansierten Anlässen schon etwas komisch vor. Die Touren sind zwar teuer, doch hatten wir nach einigem Nachforschen einen sehr guten Tourorganisator ausfindig gemacht. So besichtigten wir die verschiedenen Inkaruinen (sagenhafte Mauerkonstruktionen!) und Sehenswürdigkeiten. Im Gegensatz zu allen bisher besuchten süd-amerikanischen Ländern musste man in Peru ständig auf der Hut sein. Einerseits die wie bereits erwähnten Diebstähle und Überfälle, andererseits wird man hier ständig angelogen und es wir dauernd versucht einen über den Tisch zu ziehen. Es blieb also nichts anderes übrig als jede Aussage zu überprüfen. Trotzdem ist die Landschaft und Tierwelt sehr schön und wir genossen die Ausflüge. Natürlich nahmen wir auch den Zug Richtung Machu Picchu (furchtbares Geschüttel bei max. 30 kmh) und liefen zumindest einen Teil des bekannten Inkatrails ab dem sogenannten km 104. Im Gegensatz zu Cusco (ca. 3500 müM) beginnt dieser auf einer Höhe von 2500 müM. Entsprechend ist das Klima warm und feucht. Die Vegetation ist saftig grün, denn wir befinden uns am Anfang des peruanischen Dschungels. Der Weg führte nach einem saftigen Aufstieg vorbei an einem schönen Wasserfall zu den Ruinen von Wiña Wayna. Wiña Wayna war eine Forschungsstation für Agrikultur der Inkas, wo verschiedene Gemüse (Mais, Kartoffeln) auf ihre Anbaubarkeit in verschiedenen Höhen untersucht wurden. Am späteren Nachmitag passierten wir dann das Tor der Sonne (Puerta del Sol) und erhaschten den ersten Blick auf Machu Picchu. Wir beeilten uns noch vor Sonnenuntergang beim Aussichtspunkt zu sein und so gelang es uns, das wohl bekannteste Bild von Machu Picchu zu schiessen. Den nächsten Tag nutzten wir, die Ruinen aus der Nähe zu besichtigen und liessen uns von unserem Führer die Bedeutung der verschiedenen Gebäude und Gegenstände erklären. Leider war uns das Wetter an diesem Tag nicht mehr wohl gesinnt und deshalb machten wir uns am Mittag bereits wieder auf den Rückweg. So oder so hatten wir aber am Vortag bei tollem Wetter die beeindruckende Grösse und Lage dieser Stätte bewundern können. ORIGINAL | |||||||||||