| Gallery Camping auf 3800 m ![]() Schoen aber kalt!
San Pedro de Atacama – La Paz 09.04.2002 (View count: 3316) Eigentlich hatten wir ja am folgenden Tag zu den Geysiren von Tatio fahren und dort übernachten wollen. Da ich (Tirso) mir jedoch eine schmackhafte Erkältung aufgelesen hatte (wahr-scheinlich beim spätnächtlichen Asado mit den argentinischen Studenten ein paar Tage vorher…) und die Geysire auf unfreundlich kalten 4300 müM liegen, war Planänderung angesagt: Wir fuhren kurzerhand weiter nach Calama und von dort zur grössten Kupfermine der Welt, Chucicamata. Ein Loch von 3 km x 3.2 km und 800 m Tiefe.Mit den dort verwendeten, handlichen Trekkern würde man wohl in Zürich Downtown einiges an Aufsehen erregen. Nur schon der Reifen, welcher etwa doppelt so hoch wie der kleine rotbehelmte Wurm nebenan ist, kostet etwa 20‘000 US$! Anschliessend gab es kein Halten bis wir die Wüstenstadt Iquique erreicht hatten. Wieder auf Meeresniveau, mit entsprechender Aussicht gönnten wir uns ein paar Tage Erholung in einem sauteuren Hotel… Nach drei Tagen juckte uns aber doch wieder die Reiselust und wir schlugen die Richtung Altiplano ein. Wir liessen den grössten bisher entdeckten Geoglyphen (Felszeichnung) natürlich nicht links liegen und schraubten uns von 0 auf 3800 müM am selben Tag. Wir wollten den Weg an den nördlichsten Zipfel Chiles nicht einfach auf der Panamericana erreichen, sondern einen Weg durch die Parks in den Anden suchen welcher auf durchschnittlich 4000 müM liegt. Kein Wunder wurden wir in der folgenden Nacht nebst Temperaturen um den Gefrierpunkt auch von der Soroche (Höhenkrankheit) heimgesucht. Heftige Kopf-schmerzen, Magenturbulenzen und Schlaflosigkeit waren klares Zeichen unserer Dummheit, so schnell wieder in diese Höhen aufzusteigen… Gleichwohl hatten wir einen schönen Platz mit eigener Warmwasserversorgung (30°) gefunden. Nachdem unsere Schmerzen abgeklungen waren, konnten wir uns ganz der Landschaft und den Herausforderungen der Strecke widmen. So kurz nach der Regenzeit waren die Pisten noch nicht wieder instand gestellt worden und so waren wir froh über unseren 4-Rad Antrieb und genügend Bodenfreiheit. Ein paar knifflige Passagen waren zu meistern (Weggeschwemmte Strassen u.s.w.) aber so konnten wir doch die Vorzüge unseres Toyo’s kennenlern. Erst nachdem wir wieder bei der nächsten Station der CONAF (Chilenische Parkbehörde) angekommen waren, erzählte uns der dortige Ranger, dass er niemandem empfehlen würde diese Strecke allein zu fahren. Erst kürzlich sei bei einer organisierten Tour mit vier Fahrzeugen eines nicht angekommen… Vorbei an Indio-Dörfern, die irgendwann von der spanischen Inquisition heimgesucht worden waren und seitdem über eine Kirche verfügten, fuhren wir Richtung Bolivien. Nach problemlosem Grenzübertritt erreichten wir La Paz auf einer zuerst sensationellen und dann anschliessend katastrophalen Teer-strasse (katastrophal heisst: metertiefe Schlaglöcher!). Welch Unterschied ist La Paz zu Buenos Aires oder Santiago… ORIGINAL | |||||||||||