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Uebernachtungsplatz
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Trotz ders zunehmend staerkeren Windes und tieferer Temperaturen gab's schoene Plaetze.
 
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Bild von: - Tirso Und Corinne
Reise: Weltreise
Bericht: Punta Tombo - Ushuaia

Punta Tombo - Ushuaia

02.02.2002 (View count: 2862)
Nachdem wir die Ölfördermetropole Comodoro Rivadavia passiert hatten, kam schon bald die Abzweigung Richtung „Bosque Petrificado“ und dann endlich auch wieder mal etwas anderes ausser immer nur Pampa... es gibt also in Argentinien doch Berge!

Der Bosque Petrificado oder versteinerte Wald ist ein Naturschutzgebiet, in welchem wie schon der Name sagt, ein versteinerter Wald liegt. Wald ist etwas übertrieben ausgedrückt, aber auf jeden Fall liegen einige „Baumstämme“ umher.

Wie wir uns vom Guardaparque erzählen liessen, war das vor etwa 150 Millionen Jahren tatsächlich ein echter Wald gewesen. Während mehrerer Vulkanausbrüche wurde dieser Wald dann komplett mit Asche überdeckt. Ein langsamer Prozess hat dann Regenwasser, welches beim Durchsickern der Ascheschicht Minerale herauswusch, diese Baumstämme mit eben diesen Substanzen anreichern lassen. Unter Druck, Wärme und mit viel Zeit sind dann diese Versteinerungen entstanden:

Zur Weiterfahrt gab’s dann wieder das Übliche, Pampa. Die Vegetation wird je südlicher, desto spärlicher und ausser Grasbüscheln wächst nichts mehr.

Auch die Temperaturen begannen mit der Annäherung an Feuerland deutlich zu fallen. Vorbei war‘s mit über 30°, die Tagestemperaturen erreichten noch ca 15° und nachts massen wir noch so um die 10°…

Die Winde wurden auch immer stärker, wenn man sich aber gut positionierte (Windschatten), war es noch richtig angenehm!

Am 24. Januar nach einer mörderischen Schotterpiste und relativ einfachem Grenzübertritt nach Chile stehen wir vor der Fähre nach Feuerland. Das Wetter ist stürmisch und kalt und nach einer kurzen Überfahrt (30 Min.) werden wir mit Hagel empfangen…

Irgend etwas stimmt mit unserer Bereifung nicht, schon 5 Plattfüsse! Aber bis jetzt hatte noch niemand des Rätsels Lösung gefunden. Verschiedene Luftdrücke und fahren mit oder ohne Schlauch zeigen keine Verbesserung!

Nun gut, Reifen wechseln können wir inzwischen recht schnell und die Reparatur kostet dann nur noch etwa 5 Fr.

Waren wir anfangs den heftigen Winden relativ schutzlos ausgesetzt, (die Wolken, bzw. deren Schatten ziehen locker mit uns mit, wenn wir denn mal Rückenwind haben, und das bei 120 km/h) kommen wir jetzt in den Schutz der Berge vor Ushuaia. Die Velofahrer (da gibt’s recht viele…) werden ein Loblied singen und wir freuen uns, wieder einmal Bäume und Berge zu sehen.

Schlussendlich erreichen wir Ushuaia, die (nicht ganz) südlichste Stadt der Welt…

… und fahren natürlich zum Ende der Strasse (Ruta 3). Hier geht’s nun definitiv nur noch per Schiff oder Flugzeug weiter.

Nach 4‘893 gefahrenen Kilometern (Luftlinie wären’s nur gerade 2'387 km) seit Buenos Aires haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht (54° 51,321‘ S, 86° 34,659‘ W)


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