| Gallery Wandern ![]() Wandern in den argentionischen Bergen ist gefaehrlich...
Buenos Aires - Sierra de la Ventana 16.01.2002 (View count: 2858) Schon etwas spät in Buenos Aires losgefahren, wollten wir uns für die erste Etappe eigentlich nicht zu viel vornehmen und vor allem nicht nachts fahren, aber, meistens kommt es anders…Bereits nach 10 Minuten autofahren in Buenos Aires fuhren wir (Tirso) verkehrt in eine Einbahnstrasse und wurden prompt vom ersten Polizisten aufgehalten. Der entpuppte sich als sehr freundlicher Zeitgenosse und erklärte uns, wie denn die Einbahnstrassen in Argentinien ausfindig zu machen seien und vor allem welches die richtige Richtung wäre. Da gibt’s nämlich nicht die bei uns üblichen rot-weissen Tafeln sondern kleine Pfeile die auf den Strassennamensschildern aufgemalt sind! Er verzichtete auch grosszügig auf das Erteilen einer Busse, puh! Der Rest unserer Fahrt aus Buenos Aires heraus gestaltete sich ohne grössere Probleme (der Verkehr ist etwas gewöhnungsbedürftig, hält sich doch auf einer ca. 10 spurigen Strasse keiner an die vorhandenen Strassenbemalungen, aber sonst echt südlich). Die Vororte der Stadt zogen sich etwa 30 km hin und dann langsam aber sicher wurde der Verkehr spärlicher und die Pampa zeigte sich in ihrer gesamten Langweile… Nun, wie eingangs erwähnt, eigentlich wollten wir nicht so weit, und vor allem nicht nachts fahren, aber bis wir dann an unserem ersten Nachtlager ankamen, war‘s stockfinster! Wohlgemerkt in diesen Breitengraden wird’s um diese Jahreszeit erst um 21.00 Uhr dunkel… Wir hatten uns für unser erstes Camp einen Zeltplatz in San Clemente del Tuyu ausgesucht. Autocamping Kümelcan… ja, ja Argentinien ist ein Einwandererland. Nach unserer ersten Nacht im Dachzelt ging’s dann ans Organisieren unserer Ladung, ogottogott wie sollte das alles noch Platz haben. Ich habe doch zuviele Kleider eingepackt! (Anm. Corinne) Alles fand schlussendlich irgendwo seinen Ort und so fuhren wir am diesem Tag nur ein kleines Stück weiter, um dann am Abend unser erstes eigenes Asado zu bruzzeln. Natürlich mit einer feine Flasche argentinschen Tinto’s. Weiter ging’s dann Richtung der bekannten argentinischen Ferienorte Villa Gesell (von einem Schweizer designt), Pinamar und natürlich Mar del Plata. Nichts das uns wirklich vom Hocker hauen würde (siehe Lloret der Mar, o.Ä.). Erstaunlicherweise veränderte sich die Landschaft nach Mar del Plata echt drastisch: Statt flach und Viecher gab’s nun flach und Getreide und Sonnenblumen… Schlussendlich fanden wir Unterkunft, bzw. Stellplatz für diesen Tag bei einem privaten Schwimbad inkl. Pub. Einzig der Eintritt ins Schwimmbad kostete 3 Pesos pro Person, der Rest war gratis.(inkl. guter Musik bis 5 Uhr früh…). Der nächste Morgen brachte dunkle Wolken und gerade nachdem wir unseren Plunder verräumt hatten, den schönsten Wolkenbruch… wenn’s in Argentinien regnet dann aber heftig… Unser Ziel für heute waren die einzigen Erhebungen der Provinz Buenos Aires, die Sierra de la Ventana. Tatsächliche 1200 m.ü.M sollten dort zu sehen sein! Und tatsächlich, je näher wir kamen, desto klarer zeichnete sich eine Hügelkette vor uns ab. In Villa Ventana angekommen, leisteten wir uns dann auch eine Cabaña, da es ja noch weiter regnen bzw. Wolken brechen sollte. Die folgenden drei Tage verbrachten wir mit Wäsche waschen, faulenzen und Berichte schreiben. Ausserdem konnten wir unsere Knochen mal ein bischen einwandern, kraxelten wir doch kreuz und quer durch die famose Sierra de la Ventana. Morgen Dienstag geht’s nun weiter Richtung Süden… ORIGINAL | |||||||||||