| Gallery Auspacken die 2. ![]() Fast draussen...
Buenos Aires 16.01.2002 (View count: 3134) Am 30. Dezember 2001 war es endlich soweit, alle Vorbereitungen waren abgeschlossen und was noch nicht erledigt war, war nun eh zu spät! Obwohl wir es so gut wie niemandem erzählt hatten, wann wir denn nun abfliegen würden, fanden sich doch viele unserer Freunde und Verwandte am Flughafen ein und so wurde es ein sehr kurzweiliger Abschied. Tatsächlich wurde es nun ernst, wir machten uns auf den Weg. Irgendwie war es uns noch gar nicht so sehr bewusst, dass wir nun tatsächlich für etwas länger verreisen und unsere gewohnte Umgebung verlassen würden. Der Flug über Frankfurt und Sao Paulo gestaltete sich unerwartet komfortabel (VARIG!) und so erreichten wir Buenos Aires fast pünktlich. Schon in Sao Paulo hatten wir anhand der kurzen Umsteigezeit damit gerechnet, und so stellte doch das Gepäckförderband am Flughafen Ezeiza (Buenos Aires) ab, ohne dass unser Gepäck erschien. Die Versicherung des VARIG -Angestellten, dass das Gepäck bis am frühen Abend zu unserem Backpacker geliefert würde, nahmen wir skeptisch entgegen und machten uns auf den Weg downtown. Das Recoleta Youth Hostel (war uns empfohlen worden) liegt in einem relativ guten Stadtteil von Buenos Aires und ist so zentral gelegen, dass man so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuss erkunden kann. Der Preis von 30.- US$ ist akzeptabel für ein Doppelzimmer mit Bad gerade nebenan. Die folgenden Tage haben wir uns mit Sightseeing und Vorbereitungen zur Entgegennahme unseres vierrädrigen Zuhauses um die Ohren geschlagen. Am Dienstag den 8. Januar 02 starteten wir dann den ersten Versuch unseren Container zu erhalten, um mit dem Auto endlich gen Süden aufzubrechen. Die erste Hürde, die Zollbehörde (EMBA, Estación Maritima de Buenos Aires), nahmen wir locker, hatten wir doch alle Papiere bereit und es fiel uns für jede blöde Frage eine ent-sprechende Antwort ein. Die einzige Schwierigkeit bestand im Auffinden dieser Behörde, war sie doch gerade erst umgezogen, und niemand wusste so genau Bescheid… Anschliessend war nun die Hafenbehörde dran. Nach etlichen Kilometern Lauferei und Durchfragerei war sie denn auch gefunden, jedoch war an ein Bereitstellen des Containers (wir wollten ihn ja im Hafen ausladen und nicht transportieren) um diese späte Uhrzeit (es war ja schon Mittag) nicht mehr zu denken! Man war aber doch bereit uns den ungefähren Preis der kommenden Aktivitäten zu nennen: 523.- US$! Da hatten wir doch schon 234.- US$ bei der Reederei hingeblättert (in bar versteht sich) und waren eigentlich davon ausgegangen nun mit ein paar Pesos davonzukommen. Ja bravo! Da ja noch der halbe Tag ungenutzt war, steuerten wir erneut die Reederei an und taten unserem Unmut über die überrissenen Kosten kund. Der Manager in Charge versicherte uns doch auch tatsächlich das der Betrag „un robo“ (ein Diebstahl) sei und er sich für uns verwenden würde. Da es nun auf ein paar Dollar mehr oder weniger eh nicht mehr drauf ankam, assen wir im wohl nobelsten Restaurant bei den Docks mittag. Wir in Shorts und Trekkingschuhen und um uns herum alle mit Krawatten…. Ok, zurück zum Backpacker und als ob nichts gewesen wäre wieder eingecheckt… Mittwoch 9. Januar 02, zweiter Versuch: Tatsächlich, wir kriegen 15% Rabat! Nach genauer Berechnung kostet die Geschichte nun noch 438.- US$. Eine gewaltige Dokumentenschlacht geht nun ab und ich weiss während der nächsten zwei Stunden nicht so genau, wer welches Dokument für was braucht und warum dasjenige, das ich gerade in der Hand halte, eben nicht richtig ist und geändert werden muss. Irgendwann werde ich dann in den Hafen geschickt und muss nur noch selber dem entsprechenden Zollinspektor anrufen, damit sich dieser denn auch zur Kontrolle unserer Waren bemüht. Der Zollinspektor verkündete mir sogleich, dass vermutlich eine Kaution für die ganzen Waren hinterlegt werden müsste. Das Carnet de Passage decke ja nur das Fahrzeug… ach so, da hatte ich mir ja schon gedacht, dass das Ganze bis jetzt etwas zu einfach und gar ohne Zustupf funktioniert hatte. Der Trick war nun, dass wir wohl gegen einen gewissen Barbetrag diese Kaution umgehen könnten… Nachdem wir beim Container angekommen waren fragte ich den Inspektor, ob er etwas dagegen habe wenn wir (Corinne) viele Fotos machen würden, wir würden, so erzählte ich ihm, eine Reportage für die Argentinische Botschaft in Zürich machen, die diese zur Ankurbelung des Tourismus verwenden könne. Kein Problem meinte er nach kurzem Überlegen und auch das Thema Kaution wurde nie mehr angesprochen… Nachdem die letzten Formalitäten schnell über die Bühne gingen, waren wir gegen zwei Uhr Nachmitag endlich aus dem Hafengelände heraus. Nun mussten die letzten Modifikationen und Befestigungen vorgenommen werden, um die Reise starten zu können: Und kurz nach vier Uhr waren wir dann endlich auf dem Weg nach Süden… ORIGINAL | |||||||||||