Report on a jouney: 27. Februar bis 5. Maerz Sued Australien - Journey: 2 Monate Downunder von Perth nach Brisbane - Reisebericht von Fabian Giger - ontravelreports.com
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27. Februar bis 5. Maerz Sued Australien

07.03.2008 08:51:04 (View count: 3505)

27.2 bis 5.3

 

27.2 (ca. 30° C)

Die Fahrt ging weiter von Border Village nach Ceduna (fahrt ca.500 km). Da zwischen die Nullabor-Ebene. Hier wachsen keine Bäume, da er Untergrund sehr Kalksteinhaltig ist und so das Wasser schnell versickert. Man sieht nur trockene Gebiete und ab und zu einige Büsche. Hier fährt man sehr nahe der Küste entlang. Diverse Lookouts können angefahren werden, wo man die starkabfallenden Klippen betrachten kann (Australien sieht auf der Südseite wie abgehackt aus). Zwischen Mai und Oktober sieht man hier sehr viele Wale.

Zwei weitere Abstecher machten wir, einen zu Fowlers Bay und einen zur Cactus Beach. Was wir nie gedacht hätten, dass die „Feldwege" zu diesen schönen Orten manchmal aussahen wie Motocrosspisten. Unser Camper musste schwer leiden! Am Abend in Ceduna war eine Wasch- und Anschraubaktion an unserem KLVWM nötig. Item, die Fowlers Bay wäre eigentlich ein schöner Ausgangspunkt zum Fischen oder gemütlichen Dasein, doch da es vor ein paar Tagen hier gestürmt hat, schwemmte es sehr viel Meergras ans Ufer und stank ziemlich nach Fischen. Zur Cactus Beach überquerten wir eingetrocknete Salzseen, ein Paradies zum Ausspannen und Wellenreiten. Doch um zum Wildcampingplatz zu kommen, musste man einen 4WD haben. An der einen Seite der Cactus Beach, gab es einen schmalen Weg hinunter zum Meer, wo Anlegestellen für Boote waren. Dieser schmale Weg hatte es in sich. Nur schon beim Hinabfahren blieben wir beinahe im Sand stecken. Hinauf fuhr ich dann mit genügend Schuss und Tempo, so dass wir heil froh waren, als wir oben angekommen waren. Was heisst wir, Irene, Noah und Jeanine habe ich nicht im Camper auf dieser Fahrt mitgenommen, sie mussten diese rund 400 Meter zu Fuss laufen.

Hier in dieser Gegend wird das Frischwasser Wasser von unterirdischen Flüssen an die Oberfläche gepumpt, mit Hilfe von Windrädern. Eigentlich sieht es hier aus wie im Wilden Westen. Die Landschaft um Penong ist sehr grossflächiges Farmland.

Angekommen in Ceduna bekamen wir einen grosszügigen Platz in unserem Campground. Hier hätten sicherlich drei Camper platz gehabt. Noah wollte am Abend noch ans Meer um sein Bodyboard auszuprobieren. Doch der Wind war so stark, dass er nicht einmal das Brett halten konnte.

Das Frischwasser in Ceduna wird in einer grossen Leitung (ca. 40-50 cm Durchmesser) von Port Augusta (rund 470 km entfernt) hergepumpt.

 

 

 

28.2 (ca. 30° C)

Die heutige Strecke von Ceduna nach Port Augusta war ca. 470 km. Sehr viel Farmerland, vor allem Getreidefelder durchquerten wir. Jede kleinere Ortschaft hat ihren eigenen grossen Getreidespeicher. Die Pipeline für das Frischwasser verläuft direkt neben der Strasse.

Überhaupt waren die letzten 3 Tage sehr lange Strecken zum Fahren, doch in dieser Gegend ist nicht viel zu sehen, nicht zu dieser Jahreszeit und auch nicht ohne Vierradantrieb. Zusätzlich war der Südwest-Wind sehr stark und mühsam zum Fahren. Die Mittagpause haben wir in Wudinna in einem herzigen Café abgehalten. Empfehlenswert für Leute die hier durchfahren müssen. Irene kaufte hier eine hausgemachte scharfe Sauce (Hellish Relish).

Angekommen in Port Augusta informierten wir uns im Touristen Center über die „Flinders Ranges". Die Ausweichlösung für den Ayers Rock. Am späteren Nachmittag genossen wir die Ruhe, die Wärme und die Abkühlung am Pool. Ich habe ein Schlangen Buch gekauft. Die Schlangen welche wir gesehen haben, waren Short-tailed snakes, giftige bis zu einem Meter lange Schlangen.

Nun muss ich einmal ein Kompliment an Irene machen, meistens sitzt Irene am Abend am Tisch und schaut sich die Routen oder Aktivitäten für den nächsten Tag an. Während ich koche, die Kinder nach dem Essen wasche und ins Bett bringe, den Abwasch mache, rund um und im Camper aufräume, die Kleider wasche und dann noch mein Tagebuch schreibe. Zum Schluss mit Müh und Not noch einen Kaffee trinke bevor ich Müde zu Bett falle.

Nein, natürlich sind die Arbeitsaufteilungen nicht so frappant, Noah hilft mir auch. – Also gut eigentlich sind wir ein gut eingespieltes Team Irene, Noah, Jeanine und meine Wenigkeit .

-IRENE: hoho, de armi Huusmaa!!

 

29.2 (ca. 30° C)

Heute war endlich wieder einmal eine kurze Strecke zufahren. Rund 150 km zu den Flinders Ranges (Nordwestlich von Port Augusta). Bei den letzten 20 km der Fahrt hat die Landschaft Ähnlichkeiten mit unserem Nationalpark im Graubünden (Ofenpassregion).

Bevor wir unser Nachtlager bezogen, sind wir rund 10 km vor Wilpena Pound auf einen kleine Wanderung zum Arrkaroo Rock aufgebrochen. Ziel dieser Wanderung waren zwei grosse Felsen (ähnlich gross wie der Teufelstein in der Teufelsschlucht im Kanton Uri) auf welchen Zeichnungen von Aboriginals zu sehen waren. Noah zeigte sich wieder von der besten Seite und ging als Tourenführer voran, als ob er wusste wo’s lang ging. Am Nachmittag genossen wir ein grosszügiges, gemütliches Dasein am Pool und beim Camper. Noah rannte Barfuss durch den Wald, was wir im eigentlich verboten hatten, am Abend durfte Irene ein halbes Dutzend Nadeln aus beiden Füssen von Noah operieren. Seitdem zieht er nun freiwillig die Schuhe an.

Auf dem Campround hat es sehr viele zutrauliche Tiere, manche niedlich und manche lästig, Kängurus, Weissschwarze australische Krähen (Mapjie), Fliegen und Ameisen. Die Nacht war ziemlich lau und angenehm, und der klare Sternenhimmel gab Anlass für eine Genickstarre.

 

1.3 (ca. 30° C)

Juhuu, heute blieben wir am gleichen Platz stehen und unser Mobil hatte Ruhetag. Nach einem gemütlichen Aufstehen und Morgenessen mit weissen Bohnen und Spiegeleiern, ging die nächste Wanderung los. Diese rund 8km-Strecke führte uns zu einem Aussichtspunkt (Wangarra Lookout) auf die Wilpena Pound (eine pfannenartige Gesteinsformation (Durchmesser: 5 - 8 km). Interessant war vor allem das Verhalten von Noah. So lange es geradeaus ging oder der Weg 2 bis 3 Meter breit war, musste die immer noch Einhörige, also Irene (das Ohr ist immer noch nicht ganz in Ordnung), den kleinen „Sörmel" ziehen. Sobald der Weg aber anstieg oder schmaler wurde, konnte man ihn kaum bremsen.

Zusätzlich wanderte, oder eher erkletterte, ich nach der Rückkehr zum Campingplatz den Mt. Ohlssen. Irene blieb mit den Kindern beim Camper, da es erstens viel zu warm war um weiter zuwandern, und zweitens der Aufstieg viel zu streng und steil für und mit Kindern gewesen wäre. Auf dem Grat vom Mt. Ohlssen hatte ich eine schöne Aussicht in die Pfanne und auf die grün, gelb dürre Umgebung. Zuoberst machte ich Bekanntschaft mit einem grösseren Känguru, welches mich mit dumpfen Geräuschen erschreckte.

Am späteren Nachmittag genossen wir die ruhige und schöne Gegend und kühlten uns, wie kann es anders sein, am Pool ab.

Da heute Samstag ist, geht man ja meistens auch in den Ausgang. Tatsächlich kamen sehr viele Einheimische auf unseren Campingplatz um irgendeinem Festival beizuwohnen. Frauen und Männer warfen sich in Abendkleider und Anzüge. Hatten zum Teil gar keine Zelte dabei und schliefen nur auf den Brücken von ihren Autos. Abendkleider und Anzug bei so hohen Temperaturen, wecken in mir Erinnerungen an unsere Hochzeit, wo ausnahmslos alle heisse, rote Köpfe hatten.

 

2.3 (ca. 32° C)

Die Fahrt nach Adelaide war ca. 460 km lang und unangenehm bei solch hohen Temperaturen. Die Kinder genossen es wieder einmal im Auto still zusitzen, Jeanine schlief sogar ganze 2 ½ Stunden während der Fahrt. Nun haben wir die 4000 km Grenze überschritten (-fahren), seit dem Beginn in Perth am 16. Februar. Der im Prospekt angegebene durchschnittliche Dieselverbrauch von 13.5 Liter auf 100 km haben wir bei Weitem überschritten. Unser Durchschnittsverbrauch liegt bei ca. 15 Litern.

Angekommen in Adelaide, auf einem grossen, sehr gut eingerichteten Campingplatz, aber eingepfercht wie Batteriehühner, Camper an Camper, genossen wir den Nachmittag am Strand und auf dem Spielplatz.

 

3.3 (ca.32° C)

Die Besichtigung von Adelaide durfte nicht fehlen, doch finde einen Parkplatz mit einem 7 Meter langen und 3,3 Meter hohen Gefährt! Glücklicherweise fanden wir einen Parkplatz auf einem Hinterhof, welcher überhaupt nicht überblickbar war. Mit ungutem Gefühl stellten wir den Camper ab und spazierten ins Stadtzentrum, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass nach unserer Rückkehr zum Auto, ein paar Dinge aus dem Camper fehlen könnten.

Adelaide hat sehr viele Kirchen und Pärke, eine gemütliche Stadt zum Flanieren (Bis vielleicht auf diesen Hinterhof).

Alle negativen Gedanken, waren vergessen als wir zu unserem geliebten Mobil zurück kamen, und all unsere Sachen noch vorhanden waren. Am frühen Nachmittag ging es dann weiter Richtung Süden. Die Landschaft ist sehr trocken und hügelig. Eine richtig schöne „Milchkuhlandschaft". Übernachtet haben wir im „Second Valley" rund 20 km vor dem Cape Jervis (Fährhafen für Fahrten nach Kangaroo Island).

In diesem Ort Second Valley war es Windstill und eine ruhige entspannte Atmosphäre. Wir genossen den kleinen Strand, vor allem Jeanine findet den Sand von Mal zu Mal besser (Egal ob zum Spielen oder zum Essen).

 

4.3 (ca. 30° C, nahezu windstill)

Heute mussten wir früh aufstehen (06.40 Uhr). Damit wir rechtzeitig auf die Fähre nach Kangaroo Island kamen. Die meisten Auto’s und Lastwagen mussten rückwärts auf die Fähre auffahren, da diese nur auf einer Seite eine Öffnung hatte. Die Überfahrt zur Insel dauerte knapp 1 Stunde.

Als Erstes fuhren wir an die Seal Bay, wie es der Namen schon sagt, hat es hier eine Kolonie australischer Seelöwen. Mit einer geführten Tour konnten wir nahe an die einzelnen Seelöwen ran. Danach fuhren wir weiter, und es wurde immer wärmer und unerträglicher. Die Klimaanlage vom Auto funktionierte bei diesen Temperatur nicht mehr richtig und mit offnen Fenstern kam uns eine zu warme Brise entgegen. Doch nichts desto Trotz suchten wir auf dem Koala Walk, Koalas in den dichten Eukalyptusbäumen. Diese grauen, flauschigen Tierchen bewegten sich kaum und schliefen in den verschiedensten Astgabeln. Später im Flinders Chase Visitor Centre haben wir erfahren, dass kaum etwas unternommen werden kann, da im Dezember 2007 grosse Waldbrände auf Kangaroo Island die Landschaft verwüsteten. Diverse Walk und Sehenswürdigkeiten können leider nicht besichtigt werden.

Um ca. 16.00 Uhr fuhren wir auf unseren Campingplatz und entdeckten auf einem Spaziergang noch viele Wallabies (kleine Kängurus) und Koalas.

Solch ein kleines Baumbärchen schlief direkt neben unserem Camper auf einem Baum.

Was man hier auf Kangaroo Island merkt ist, dass viele Tieren keine natürlichen Feinde haben. So viele Tiere sind hier zu sehen, viele auch regungslos am Strassenrand.

 

5.3 (ca. 32° C, nahezu windstill)

Heute wollten wir wieder einmal ein bisschen länger schlafen, doch unsere Kinder haben den Rhythmus von zu Hause nicht vergessen und wollte bereits um 06.30 aufstehen. Widerwillig standen wir (Irene und ich) auf.

Die Tour ging weiter zu den Remarkable Rocks, eine eindrückliche Gesteinsformation auf einem Felsen nahe am Meer. Danach ging es weiter zur Admirals Arch (Eine Tunnelformation wo viele Fellrobben schliefen und rasteten). Diese Seelöwenart ist eine Andere, als diese, welche wir rund 80 km westlich an der Seal Bay gesehen haben. Diese Seelöwen schwimmen von New Zealand bis an die Küste Australiens (unter anderem auch Kangaroo Island).

Am Nachmittag besichtigen wir eine Tierpark, da die Sonne so hinunter brennte, waren die Tiere nur liegend im Schatten zu sehen. Kängurus konnten gefüttert werden, doch nur wenige haben die Mühe auf sich genommen und sind aufgestanden und zu uns gehoppelt. Noah war so nett und lief mit dem Futter zu den meist liegenden Kängurus hin, und hielt die Hand voller Futter unter deren Nasen.

Am Abend schauten wir dem „Pelikanman" zu, wie er die Pelikane fütterte. Eine Touristenattraktion, welche viele geführte Touren in kleinen Busen nicht verpassen. Das heisst rund 50 Personen schauten bei diesem Spektakel zu.

Am Abend nahmen Noah und ich noch eine Abkühlung im lauwarmen Meer.

 

Sorry die Bilder zu diesem Teilbericht werde ich in Melbourne online verfuegbar machen zusammen mit dem naechsten Bericht   am 13. oder 14 Maerz.