Milford Track - Christchurch
29.08.2002 (View count: 3828)
How are you doing today, folks?
Heute haben wir Ostersonntag und wir haben sehr schlecht geschlafen, da wir bei einem Zeltplatz Naehe Flughafen campiert haben. Weil wir unser Auto abgeben mussten, sind wir sehr frueh aufgestanden und schauten, ob unsere "Siebensachen" noch in den Rucksack passen.
Morgen muessen wir um ca. 4.30 (am, nicht pm) beim Flughafen sein, dann geht es weiter nach Perth. Soweit so gut, damit wir New Zealand aber abgeschlossen haben, moechten wir hier noch ueber den Milfordtrack berichten:
Nach Queenstown ging es nach Te Anau, wo wir in einer Cabin uebernachten konnten (da wir fruehzeitig (2 Wochen) vorgebucht haben, die Kiwis reisen an Ostern halt auch sehr gerne).
Am naechsten Morgen ging es auf den Milfordtrack, resp. auf den Bus und das Schiff, welche uns zum Anfang des Tracks fuehrten. Wandern mussten wir am 1. Tag nur ca. 1 Stunde (!), weshalb wir am fruehen Nachmittag schon in der Huette hockten und uns mit Sandfliegen herumplagten. Leider hatten wir zum 1. Mal auf einem solchen Track kein Tagebuch dabei (wir dachten, wir haetten wie immer keine Zeit). Also hatten wir genuegend Zeit, noch ein kuehlendes Bad im Fluss zu nehmen (wie auch in den kommenden Tagen). Baden ist herrlich im extrem klaren und sauberen Wasser, nur muss es schnell gehen, wegen den Sanfliegen...
Am spaeteren Nachmittag gab es noch eine Fuehrung durch den Wald mit dem Ranger. Nun wissen wir, dass es in NZ kleine, fleischfressende Pflanzen gibt; dass viele Baeume erst ab 3 Meter richtige Blaetter haben (unten sind es andere, kleinere Blaetter), wegen dem Frost; dass die Moas (riesiger flugunfaehiger Urvogel, vor wenigen hundert Jahren ausgestorben) nur deshalb so gross wurden, da sie sonst nichts zu fressen gefunden haetten;...
Beim Znachtkochen merkten wir, dass wir es am feudalsten mit unseren Speisen hatten, die anderen hatten nur Fertigpasta und Buechsenfrass, wir dagegen haben immer fein diniert mit frischem Gemuese, Reis, Kartoffeln, heisse Schoggi, Knorrsuppen,... (das war Stefans Rueckenmuskeltrainig fuer den Marathon..., er musste das meiste schleppen ;-))
Am 2. Tag ging es durch den Urwald dem Fluss entlang. Zwischen hohen Schneebergen, an Suempfen und Seen, die die Berge im klaren Wasser spiegelten, vorbei. Wir hatten wieder klares, sonniges Wetter, die Wetterprognosen waren jedoch auf schlecht eingestellt.
Am 3. Tag mussten wir einen Pass hinauf und dann wieder 8 km runter. An diesem Morgen hatten es alle eilig. Wir schafften es nicht, vor den anderen aufzubrechen. Dafuer ueberholten wir dann alle wieder, denn fuer viele war dieser Aufstieg und vor allem Abstieg etwas total Ungewohntes. auf dem Pass sahen wir einen Kea (Alpenpapagei, von dem wir mehr Warnungen gelesen haben, als ihn wirklich gesehen (er frisst die Wanderschuhe am fruehen Morgen)), die Aussicht war aber auch grandios. Es war herrlich, vor allem der Abstieg, welcher an unzaehligen Wasserfaellen im Urwald vorbeifuehrte. Wir machten noch einen Abstecher zum laengsten Wasserfall NZ's (550 m).
Am 4. Tag ging es dann stundenlang durch den Urwald, schon schoen, vor allem wegen 2 schoenen Wasserfaellen, da wir dies aber schon oft gesehen haben und die Strecke nur geradeaus ging eher muehsam. Mit dem Schiff und Bus ging es dann wieder zurueck.
Landschaftlich gesehen war dieser Track sehr abwechslungsreich und einmalig. Alles war sehr gut organisiert, sehr luxurioese Huetten (mit fliessendem Wasser und Gaskocher, schoene WC's). Die Wege waren richtige Spazierwege (breit, 2 konnten nebeneinander laufen) und einfach zu begehen. Nur der Abstieg vom Pass war an einigen Orten schwieriger.
Normalerweise regnet es dort zu 80%, wir hatten aber wirklich Glueck, trotz Schlechtwetterprognose hatten wir er 90% Sonnenschein, 10% bewoelkt und 0 % Regen, dies war wohl auch der Grund, weshalb wir ueberhaupt keine Rivercrossings machen mussten!
Dieser Track koennen wir jedem empfehlen, der Schlafsack, Kleider und Food fuer 4 Tage tragen kann! Normalerweise ist dieser Track aber sehr ausgebucht, wir buchten im Januar, normal muss man aber 6 Monate vorher buchen!!
Nach dem Milford Track ging es weiter nach Mount Cook, wo wir wieder zelteten. Das angekuendete schlechte Wetter kam nun endgueltig, so dass wir bei Wind und Regen nur 2 kurze Walks zu einem Gletschersee machten. Eigentlich haetten wir dort mit Kanu und so auf einem Gletschersee Eisblocke umschiffen wollen, aber es war einfach zu grusig.
Darum ging dann die Fahrt zur Ostkueste, wo das Wetter besser war. In Oamaru zelteten wir und gingen am Abend beim DOC-Platz "Bushy Beach" Gelbaugenpinguine beobachten. Wir sahen Pinguine in ca. 5 Meter Entfernung im Busch. Die Gelbaugenpinguine kommen wenige Stunden vor Eindunkeln ans Land, um dort zu uebernachten.
Nachher ging es zu den blue pinguins, welche die kleinsten Pinguine sind und erst ans Land kommen, wenn es dunkel ist. Es waren herzige, tolpatschige Viecher (sie mussten ueber einige Felsbocken huepfen und rutschten immer wieder aus).
Wir hoffen, ihr habt nun auch so schoene schoggihasenfreie Ostern gehabt!
Liebe Gruesse
Barbara und Stefan