[ de ]   [ en ]

Home

Profil anschauen

Mail schreiben

drucken/archivieren
Drucken
Archivieren
Hinweis: Zum archivieren muss das Programm ontravelreports.com archive installiert sein.
Jasmin Sekulovski Reisen:
Berichte dieser Reise:

Erlebnis Westschweiz SVA 2011

14.12.2011 18:26:19 (4112 mal gelesen)

1.Tag

Mit Vorfreude und viel Neugier sass ich am Morgen des 30. Septembers im Zug Richtung Bern.  Heute war der Start unserer 3 Tägigen Reise in die Westschweiz, welche wir aufgrund unserer Vertiefungsarbeit (VA) durchführten. Ich hatte mich mit Anita, meiner Teamkollegin, am Bahnhof in Bern verabredet um zusammen an den Offiziellen Start der Reise, nach Düdingen im Kanton Freiburg, zu fahren. Wir hatten viel vor auf unserer Reise. So wollten wir wandern, klettern, Gleitschirmfliegen, Velofahren, Reiten und Trottinet fahren. Dabei eine Strecke von 160 Kilometern zurücklegen und einmal im Stroh und einmal in einem Massenlager übernachten. Mit diesem Reisebericht, der auch Teil der Arbeit ist, möchten wir euch zeigen, dass man auch in der Schweiz und vor allem in den 3 Kantonen Freiburg, Neuenburg und Jura eine Menge erleben kann. Ich hoffe, wir können den einen oder anderen dazu animieren,  auch einen Kurztrip in die Westschweiz zu unternehmen.

1. Tag Start in Düdingen, Kanton Freiburg

Um 13:39 Uhr trafen wir in Düdingen ein. Voller Erwartungen marschierten wir los, aus dem kleinen Städtchen heraus in Richtung Givisiez. Wir hatten eine Karte dabei damit wir uns orientieren konnten. Umso typischer war es für uns, dass wir schon an der ersten Abzweigung Falsch abbogen und unsere Wanderung um eine Stunde verlängerten. Dabei muss gesagt sein, dass wir ohne diesen Umweg nicht auf das Schöne Zelgmoos gestossen währen. Das Zelgmoos ist ein Naturschutzgebiet in Form eines Moores. So sahen wir etwas mehr von der Natur in Freiburg und konnten auch das Schöne Wetter geniessen.

Nach einer Weile kamen wir zum Stausee, dem Schiffenensee. Wir überquerten ihn auf einer Brücke die so gebaut war, dass oberhalb die Züge durchfuhren und unterhalb die Fussgänger durchlaufen konnten. Dabei wurde einem jedes Mal ein bisschen komisch wenn ein Zug über die Brücke donnerte. Da es eine ziemlich hohe Brücke war hatte man auch eine tolle Aussicht auf den See. Er war eher grünlich und die ersten Blätter der Bäume trieben darin. Im Sommer ist es ein sehr beliebter See für Kanu touren. Nachdem wir die Brücke überquert hatten kamen wir in einen kleinen Ort, wo wir auf einer Bank unsere erste Pause einlegten.

Dabei nutzte ich auch gleich die Gelegenheit um nochmal s bei Bahnhof in Neuenburg anzurufen. Wir hatten nämlich unsere Fahrrädert dort reserviert, aber ich hatte noch keine Bestätigung erhalten. So hatte ich ein 20 minütiges Telefonat mit insgesamt 3 Personen, welche zusammen genug deutsch konnten, um sich mit mir zu verständigen. Dabei war es anscheinend nicht ganz klar, dass wir das Fahrrad an einem anderen Bahnhof zurückgeben wollten. Dafür musste man es einen ganzen Tag mieten, da wir aber erst um 13:00 Uhr dort ankommen würden, dachten sie wir wollen es nur einen halben Tag. Nach mehreren Versuchen gelang es mir schliesslich zu erklären was mein Anliegen war und so konnte ich die Sache mit der Reservation regeln.

Der zweite Teil der Wanderung war nicht ganz so toll. Es gab viele Baustellen und o mussten wir eine längere Zeit einer Hauptstrasse entlang laufen. Schliesslich trafen wir in Givisiez ein, wo gleich hinter dem Bahnhof die Kletterhalle zu finden war. Da wir auf unserer Wanderung Zeit verloren hatten, konnten wir nicht mehr ganz solange in der Kletterhalle sein. Zudem konnte auch hier wieder niemand Deutsch und so herrschte zu Beginn einige Verwirrung, da der junge Mann an der Rezeption dachte, wir seien für einen Kurs angemeldet. Nach längerem hin und her konnten wir endlich unsere Ausrüstung fassen und in die Kletterhalle gehen. In der Umkleidekabine lernten wir zwei junge Frauen kennen, welche uns den Aufbau der Halle erklärten. Es gab verschiedene Schwierigkeitsstufen. Je nach Neigung oder grösse und Abstände der Steine waren Zahlen und Buchstaben angebracht, damit man schon vor dem Klettern wusste, auf was man sich einliess. So verbrachten wir eine Stunde in der Kletterhalle und spornten uns gegenseitig an, immer noch ein wenig höher zu gehen. Mit der Schule waren wir auch schon klettern, deshalb wussten wir noch wie man sich Sichert und konnten uns sogar an die verschiedenen Knoten erinnern.

Um 18:20 Uhr mussten wir schliesslich die Halle verlassen. Wir verabschiedeten uns von unseren Bekanntschaften und machten uns auf den Weg zum Bahnhof in Glovelier. Von da aus fuhren wir mit dem Zug nach Neuenburg und weiter nach Ligerz. Mit einer Standseilbahn fuhren wir dann hinauf in das Dorf Prêles. Nun machten wir uns auf die Suche nach unserer ersten Unterkunft. Da es schon dunkel war mussten wir gut Ausschau halten nach Schildern, die uns zum Bauernhof von Ernst und Mina Stauffacher führten. Dieses Mal erwischten wir die richtige Abzweigung und standen Plötzlich vor dem schönen Hof. Zunächst war nicht ganz klar, wo wir uns anmelden mussten, da offensichtlich jemand zu Hause war, unser klingeln aber nicht gehört wurde. Mit der Taschenlampe leuchteten wir dann ein weinig ins Wohnzimmer und tatsächlich stand kurz danach unser Gastgeber, Ernst Stauffacher vor uns. Er war ein netter, älterer Herr, der uns sogleich unsere Unterkunft zeigte. Ein wirklich grosser Heuboden, ganz für uns alleine. Mit Tüchern und Decken konnten wir uns ein Bett zurechtmachen und unsere Schlafsäcke ausbreiten. Nach dem Zähneputzen kam auch Mina Stauffacher noch schnell vorbei um uns zu begrüssen und uns zu fragen, wann wir unser Frühstück wollten. Da wir um 09:13 Uhr auf den Bus mussten entschlossen wir uns dafür, Um 08:00 Uhr zu Frühstücken, damit wir uns Zeit lassen konnten. So bezogen wir unser Lager und es ging gar nicht lange, da schlief ich auch schon ein. Mitten in der Nacht bin ich einmal aufgewacht und stellte fest, dass es doch recht kühl geworden war. Für diesen Fall standen uns Militärdecken zur Verfügung, von welchen ich gleich zwei über meinen Schlafsack legte. Nach kurzer Zeit war es mir wieder wohlig warm und ich schlief erneut tief und fest ein.

 

 

 

2. Tag Neuenburg

Ausgeschlafen und völlig entspannt wurden wir von unseren Weckern um 07.30 Uhr geweckt. Ich hatte das Gefühl, schon lang nicht mehr so gut geschlafen zu haben und nahm mir vor, auf jeden fall nochmals eine Nacht im Stroh zu verbringen. Nach der üblichen Katzenwäsche am morgen stand für uns auch schon ein üppiges Frühstück bereit. Bei schönstem Wetter und super Aussicht stärkten wir uns mit frischem Brot, frischer milch, Käse, Kaffe und allerlei leckeren Sachen, welche uns Mina Stauffacher auftischte. Nach einem Erinnerungsfoto machten wir uns schliesslich auf den Weg zur Bushaltestelle (Prêles, poste) um zu unserem nächsten Ziel zu fahren, der Flugschule Zorro.

Die Haltestelle in Nods (école) befindet sich gleich auf der Gegenüberliegenden Strassenseite der Flugschule.  Da wir noch etwas zeit hatten schauten wir noch eine Weile dem Cowboy-Wettkampf zu, welcher gerade auf dem benachbarten Gelände stattfand.

Kurz vor 11 Uhr meldeten wir uns schliesslich beim Fluglehrer Hans Bolliger. Wir fuhren dann zusammen mit 9 anderen Flugschülern in einem kleinen Bus auf den Mont Chasseral. Auf der rasanten fahrt hatten wir nicht viel zeit, uns mit dem bevorstehenden Flug auseinander zu setzen, wir waren viel zu beschäftigt damit, uns irgendwo festzuklammern. Leicht zittrig stiegen wir auf der spitze des Berges aus dem klapprigen Gefährt und wurden sogleich einem erfahrenen Gleitschirmflieger zugeteilt. Dabei entschied sich Anita für Herrn Bolliger und für mich blieb Remy übrig.

Die grösste Schwierigkeit bestand darin, dass zwei  Personen bei schwachem Wind möglichst schnell einen Hang hinunterrennen, ohne dabei zu stolpern. Dass dies kein einfaches unterfangen ist mussten vor allem  Anita und Herr Bolliger feststellen, denn ihr Start  sah ziemlich holprig aus. Nachdem die verbleibende Gruppe sich vom Lachen erholt hatte, startete einer nach dem anderen bis nur noch ich und Remy übrigblieben. Leider hatten wir keine Zeugen, den unseren Start hätte man für ein Lehrvideo verwenden können. Was dann folgten waren 15 Minuten lang König der Welt spielen und die Wunderbare Aussicht auf das Nebelmehr über dem Neuenburgersee geniessen. Natürlich wäre eine klare Sicht auch nicht schlecht gewesen. Irgendwann drückte mir Remy die Bremsleinen in die Hand und beschloss, dass ich jetzt selber die Richtung bestimmen könne.  So segelten wir über die schöne Landschaft und schaften es schlussendlich sogar, einigermasen sanft zu landen.

Wieder auf festem Grund führten wir noch ein Interview mit Herrn Bolliger und machten uns im Anschluss mit dem Bus auf den weg Richtung Neuenburg. Dabei fuhren wir durch verschiedene Dörfer und hatten quasi eine Sightseeing tour durch die schöne Landschaft am Fusse des Chasseral.

Um 12:30 Uhr trafen wir schliesslich in Neuenburg ein.  Gespannt ob das mit der Velomiete nun wirklich klappen würde meldeten wir uns beim Tourist Informationsstand. Dort erklärte man uns nochmals genau das gleiche wie am Telefon, sodass ich mich ernsthaft fragte, ob noch nie zuvor jemand ein Fahrrad dort gemietet hatte.  Schliesslich wurden wir in einen Velokeller geführt und konnten unsere Fahrräder entgegennehmen. Die Freude war gross, da es sich wirklich um sehr gute Fahrräder zu handeln schien.

So machten wir uns also guten Mutes auf, den berg bei Neuenburg zu bezwingen. Wir hatten zwar Kenntnis von den Höhenmetern, jedoch scheinen sie um einiges höher, wenn man sie selbst fahren muss. Was folgte war eine Kraftanstrengung ohnegleichen. In der ersten Stunde ging es nur bergauf. Uns rann der Schweiss nur so über das Gesicht und wir keuchten als…. Ja, als würden wir mit einem Fahrrad einen Berg hinauffahren. Nach dem ersten grossen Anstieg waren wir so erschöpft, dass wir selbst als wie in Fenin eher flaches Gelände hatten, kaum von der stelle kamen. Der nächste Anstieg war eigentlich auch nicht besonders gross, trotzdem entschlossen wir uns jetzt mehrheitlich zum schieben unserer Fahrräder.  In Villiers machten wir schliesslich eine Pause um uns zu stärken und uns neu zu motivieren, denn auf unserer Karte zeigte es uns schonwieder eine Steigung an. Irgendjemand hat mir mal gesagt, der Jura sei flach. Dem kann ich nicht zustimmen. Irgendwann waren wir dann in la Pontin und somit stand uns zur Abwechslung einmal eine rassige Abfahrt bevor. Wir  legten dabei 250 Höhenmeter in gefühlten 5 Minuten zurück und erreichten um 17:20 Uhr schliesslich St. Imier. Wir fuhren ans andere Ende der kleinen Stadt zu einer Seilbahnstation und fuhren mit der Standseilbahn hinauf auf den Mont Soleil. Passenderweise picknickten wir im schönsten Sonnenschein und nahmen danach unsere letzte Etappe in Angriff.  Vorbei an den typischen Windrädern fuhren wir eine Weile eine sehr schöne Strecke auf dem Berg. Irgendwann merkten wir dann, dass es langsam aber sicher abwärts ging. So konnten wir ganz entspannt die schöne Landschaft geniessen  während unsere Fahrräder fast von alleine die ca. 8 Kilometer lange strecke bis nach les Breuleux zurücklegten. Von da aus ging es noch 15 Minuten auf Flachem Terrain nach Saignelégier. Natürlich ging es die letzten 20 Meter bis zum Bahnhof nochmals Bergauf, doch wir kämpften uns Hoch und konnten es am Ende fast nicht glauben, dass wir die Strecke von 42 Kilometern (wovon geschätzte 30 Kilometer aufwärts gingen) in 6 Stunden geschafft hatten. 

Völlig erschöpft machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Wenn wir bis dahin nicht gewusst hätten, dass wir im Kanton Jura sind, dann wäre es uns spätestens bei der Einfahrt zum Hotel eigefallen. So kamen wir vor lauter Pferde streicheln fast nicht vorwärts. Vor allem auf dem Parkplatz des Hotels gab es jede Menge der schönen Freiberger.

Im Hotel Cristal angekommen bezogen wir sogleich unser Zimmerchen und gönnten uns eine Wohlverdiente Dusche. Aufgrund der Anstrengungen des zweiten Tages entschlossen wir einstimmig, nicht mehr in den Ausgang zu gehen. Um 20:30 Uhr legten wir uns schliesslich schlafen.

3. Tag Kanton Jura

Abgesehen davon, das um 4 Uhr morgens unsere Zimmernachbarn (eine Schulklasse) vom Ausgang zurückkam und dabei einen riesen Radau veranstalteten, schlief ich auch in der zweiten Nacht sehr gut. Vielleicht lag es aber auch an den Anstrengungen vom Vortag. Da wir um 10:00 Uhr in la chaux des Breuleux beim Reitstall sein mussten, standen wir um 07:30 Uhr auf und gingen in den Speisesaal des Hotels, in welchem es auch für die Massenlager Gäste ein Buffet gab. Weil wir so früh waren hatten wir eine grosse Auswahl  und konnten uns an Brötchen, allerlei Käse, Fleisch, Eier, Müsli, Verschiedenen Säften und Milch gütlich tun. Wir nutzten die Gelegenheit auch gleich um einige Sandwiches für den Tag vorzubereiten, schliesslich hatten wir noch einiges vor uns.

Nach unserem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf dem Weg zum Bahnhof. Mit einem kleinen Zug fuhren wir dann nach la chaux des Breuleux. Da der Zug nicht so schnell unterwegs war hatten wir genügen Zeit,  die wunderschöne Landschaft zu bestaunen. Wir wären am Liebsten ausgestiegen und ein wenig spazieren gegangen. In dem kleinen Dorf Breuleux angekommen gingen wir gleich zum Reitstall ‚Ecurie Double C‘. Dort angekommen machten wir gleich Bekanntschaft mit Christophe Chapette und den zwei Freiberger Pferden Paprica und Marion. Christophe war gerade dabei die Pferde vorzubereiten und erklärte uns, wie man die Pferde lenken konnte. Nach einigen Instruktionen ging es auch schon los. Ich ritt auf dem etwas kleineren Pferd Paprica und hatte anfangs etwas Mühe damit, da Paprica ein wenig langsamer war und ich sie immer wieder antreiben musste. Abgesehen davon waren es wirklich zwei sehr schöne Stunden, in denen wir durch die wunderschöne Landschaft ritten. Durch märchenhafte Kiefernwälder mit schönen Lichtungen. Über grüne Wiesen und entlang von kleinen Bächlein. Es war  richtig entspannend und wir konnten endlich in vollen Zügen die schöne Gegend geniessen, auf welche wir schon lange ein Auge geworfen hatten. Da die Pferde gut trainiert waren mussten wir nicht mehr viel machen. Nur wenn wir eine Strasse überqueren mussten oder Paprica mal wieder von einem Busch knabbern wollte, mussten wir die Zügel in die Hand nehmen und den Tieren zeigen, dass wir das sagen haben.

Nach dem Ausritt stellten wir Christoph noch einige Fragen zu den Tieren und seiner Arbeit, Aber auch zu Gegend in der er wohnt. Um eine Erfahrung reicher gingen Anita und ich schliesslich um 13:13 Uhr zurück zum kleinen Bahnhof und fuhren mit dem kleinen Zug zurück nach Saignelégier. Dort kauften wir in einem Dorfladen noch etwas Verpflegung, sowie eine Cervelat für unterwegs. Schliesslich wollten wir auf unserer letzten Etappe noch traditionsgemäss eine Cervelat grillieren.

Um 14:00 Uhr konnten wir dann am Bahnhof Saignelégier unsere Trottinett abholen. Nach einer kurzen Wegbeschreibung konnten wir auch schon losfahren. Dabei mussten wir immer darauf achten, auf dem rechten weg zu bleiben. So achteten wir darauf den Lila Pfeilen zu folgen. Am Anfang ging es noch der Hauptstrasse entlang bis die Pfeile irgendwann au die weiten Felder zeigten. Nach kurzer Zeit durchquerten wir ein kleines Wäldchen, wo eine ganze Pferdeherde auf dem Weg stand. OS machten wir einen kurzen Halt um sie zu streicheln und ein paar Fotos zu machen. Auf der ganzen Fahrt begegneten wir immer wieder Pferden, die mehr oder weniger frei herumliefen. Ausflug ins grüne mit Streichelzoo inklusive sozusagen.

Irgendwann kamen wir dann in ein Waldstück und von da an ging es nur noch abwärts. Der Weg war zwar sehr holprig und zum teil auch etwas steil, jedoch machte es sehr viel Spass ohne grosse Anstrengungen vorwärts zu kommen.  Fast die ganze Strecke führte entlang der Strecke der Chemin du fer du Jura, welche zum grössten Teil durch einen Wald fährt. Einen grossen teil der Zeit plätscherte ein Bach neben der Strasse und ab und zu führte der Weg über ein Wiesenstück. Als wir ca. einen drittel der Strecke hinter uns gebracht hatten, beschlossen wir bei einer Feuerstelle einen Halt zu machen und unsere Cervelat zu grillieren. Es gab auf der ganzen Strecke immer wieder Möglichkeiten für ein Picknick und jede menge eingerichtete Feuerstellen. Wir entschlossen uns für eine kleine Feuerstelle aus der noch ein wenig Rauch aufstieg, so konnten wir mit ein paar kleinen Ästchen das Feuer neu entfachen. Wobei wir kaum ein anständiges Feuer zu Stande brachten, aber die Glut reichte aus für eine leckere, grillierte Wurst.

Während unserem Picknick liessen wir unsere Reise noch einmal Revue passieren. Wir kamen zum Schluss, dass uns der Kanton Jura am besten gefallen hatte und wir unbedingt mal wieder in diese Gegend der Schweiz wollten. Nachdem wir uns gestärkt hatten machten wir uns auf zu unserer letzten Etappe zum Bahnhof in Glovelier. Es war wirklich erstaunlich, aber es ging immer noch abwärts und wir konnten ganz gemütlich unserem Ziel entgegenfahren. Um 17:00 Uhr trafen wir schliesslich in Glovelier ein und konnten auch gleich unsere Trottinett abgeben. Als wir dann endlich im Zug waren, merkten wir auch zum ersten Mal so richtig, wie sehr uns die 3 Tage körperlich geschlaucht hatten. Durch das Fahrradfahren und das Reiten konnten wir kaum noch sitzen und unsere Bewegungen waren auch ziemlich langsam.  Es war aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf den Muskelkater der nächsten Tage. Müde, glücklich, stolz und sehr zufrieden mit uns fuhren wir mit dem Zug zurück nach Bern, wo sich unsere Wege wieder trennten. Denn wir beide wollten nach diesen 3 sehr aufregenden Tagen nur noch eines: Schlafen.